Subventions-Kassensturz
Es ist schon einige Wochen her, seit der Kassensturz des Schweizer Fernsehens mit dem Beitrag “Subventionen für die Reichen” unter Kulturschaffenden einen Sturm der Entrüstung auslöste. Der Beitrag war tatsächlich nicht gerade eine Sternstunde des Journalismus, und Pro-Helvetia-Chef Knüsel blamierte sich mit seinem widersprüchlichen Geblaber. Dennoch bestätigten die Reaktionen auf den Beitrag einmal mehr: Kulturleute und Bauern unterscheiden sich kein bisschen, wenn es um die Verteidigung eigener Pfründen geht. Dass Kulturschaffende für ihre Subventionen Kämpfen, ist legitim und wichtig. Es muss aber erlaubt sein, Fragen zu stellen – vor allem über althergebrachte Strukturen.
Das Interessanteste jedoch – darauf hat noch niemand hingewiesen - sind die Reaktionen der Zuschauer auf der Kassensturz-Homepage. Die 230 Forums-Beiträge sind noch immer hier abrufbar. Eine solch breite und köstliche Diskussion über Sinn und Zweck der Kultur hat es seit Hirschhorn nicht mehr gegeben!