Kunst/Museen
6. Oktober 2006
G-Punkt in roter Windjacke
Bazon Brock zeigte im Cabaret Voltaire eine Aktion zum G-Punkt in der Gesellschaft. Stefan von rebell.tv machte seit Wochen auf den Anlass des deutschen Ästhetikprofessors und selbsternannten “Künstlers ohne Werk” aufmerksam (rebellisches Dossier zu Bazon Brock hier). In roter Windjacke referierte er zum Thema Dada, die Kunstbewegung dient ihm als Ausgangspunkt um das Wesen der Moderne und des gesamten menschlichen Da(da)seins zu erklären.
Brock redete frei, ohne Manuskript, die dicke rote Windjacke setzte er trotz Hitze auch nach zwei Stunden nicht ab. Unterbrochen wurde er nur durch wirre Zwischenbemerkungen eines Zuhörers. Die Vorlesung war endlos, fast wie die Reden Fidel Castros, selbst Gastgeber Philipp Meier suchte zwischendurch die Bar auf. Doch wie Bazon Brock sagt: es geht gar nicht ums Verstehen, sondern um die Verständigung.
Dominik Landwehr schrieb:
Bin mit grösster Skepsis zu diesem Anlass gepilgert, abgeschreckt durch einen entsprechend aufbauenden SPIEGEL Artikel. Tatsächlich war der Abend lang und als ich nach zwei Stunden abschleichen wollte sprach mich der Meister selber an, was mir dann doch etwas peinlich war. ABER: Grossartig, der Mann verstehte seine Zuhörer zu fesseln. Er hat nicht einfach improvisiert und gefaselt sondern spannende Dinge gesagt. Seine Thesen zur Subversivität der Affirmation und zur Moderne haben mich beeindruckt. Musste dabei an Bruno Latour denken “Wir sind nie modern gewesen”. Interessant auch das Publikum: Es war unverkennbar, dass es gefesselt war, auch wenn in meiner Reihe einer von Anfang an gepennt hat…
Geschrieben am 7. Oktober 2006 um 10:07Uhr | Permalink
/sms ;-) schrieb:
bin im 100%kulturstress in graz… aber das gespräch mit dir, nico, werde ich in den nächsten stunden hochladen… logo: und jenes auch, wo der onkel bazon das logo des cabaret voltaire erklärt… auf jedenfall: hat mich SEHR gefreut, dich auch persönlich kennen lernen zu dürfen! grüsse aus der herbstlichen steiermark ;-)
Geschrieben am 7. Oktober 2006 um 17:48Uhr | Permalink
rb schrieb:
Hat mich auch sehr gefreut. Erst die Begegnung mit ‘Onkel Bazon’, dann mit /sms;-) – ein prägender Abend!
Geschrieben am 7. Oktober 2006 um 23:56Uhr | Permalink
philipp meier schrieb:
als erstes gleich mal werbung für die gute sache: wer bazon bei uns verpasst hat, hat morgen montag um 20 uhr eine zweite chance. thema des gesprächsabends: “Avantgarde Schweiz – Das Theorem vom verbotenen Ernstfall als Leidmotiv der europäischen Zivilisation”
und nun zu obenstehendem:
oke. ich gebs zu. ich war an der bar. das ist jedoch der vorteil bei bazon: man kann kurz an die bar, einen schwatz halten oder ein bier holen, und kann sich trotzdem wieder (relativ locker) einklinken, wenn man zurück kommt.
und dann muss ich noch was zugeben: ich habe rb nicht erkannt. schande über mich.
Geschrieben am 8. Oktober 2006 um 18:49Uhr | Permalink
rb schrieb:
Hab mich auch nicht bei Philipp vorgestellt (Schande über mich, wird nächstes mal nachgeholt). Der Hunger hatte uns nach dem rebell.tv-Auftritt weggetrieben.
Geschrieben am 8. Oktober 2006 um 21:19Uhr | Permalink