Kunst/Museen
21. November 2006
Kinder, Kunst, Porno

Die Massenvergewaltigung einer 13-Jährigen hat auch eine Diskussion über Handypornos entfacht. Kaum vorstellbar, was sich da Kinder alles hin- und her-mmsen. Umso lächerlicher wirkt der Warnhinweis für die Ausstellung “Eros in der Kunst” in der Fondation Beyeler in Riehen. Da heisst es:
Wichtiger Hinweis:
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sollten die Ausstellung nur unter Aufsicht der für sie verantwortlichen Erwachsenen besuchen.
Das einzige, was die verantwortlichen Erwachsenen ihren Kindern zu der Ausstellung sagen könnten: ”Als wir so jung waren wie ihr, hat das hier noch Anstoss erregt.”
philipp meier schrieb:
passend dazu im morgigen kulturplatz:
Exzesse als Video-Trophäen auf dem Handy Analyse eines irritierenden Trends
Aktuelle Gewaltexzesse von Jugendlichen verstören Eltern, Behörden und Gleichaltrige. Fun-Phänomene wie die unsinnigen Stunts von «Jackass», die gefilmten Übergriffe namens «Happy Slapping» und der schockierende Fall von Seebach haben etwas gemein: Wenn Jugendliche über die Stränge hauen, ist meistens ein Handy als elektronisches Auge mit dabei, mit dem die Aktion aufgezeichnet und später ausgetauscht wird. Was steckt hinter dem irritierenden Trend, Exzesse zu dokumentieren?
Geschrieben am 21. November 2006 um 13:18Uhr | Permalink
rb schrieb:
Angesichts der Bedeutung, die diese Filmchen erlangt haben, muss man das Zurich Film Festival für sein Gespür loben: bereits letztes Jahr hatte es ein Handy-Filmwettbewerb (ZFF Mobile Movie Award) lanciert.
Geschrieben am 21. November 2006 um 13:54Uhr | Permalink
rafael schrieb:
Der Vorfall ist eine Katastrophe. Die Sache mit den Videohändys aber ist nicht neu. Seit es diese Technik gibt wurde sie oft in den Medien verhandelt. Jetzt geht es wieder einmal darum herauszufinden, warum Kinder solche Gewaltdelikte begehen und in welcher Verbindung ein solcher Vorfall auf die Gesellschaft als Solches geschoben werden kann.
Geschrieben am 22. November 2006 um 19:24Uhr | Permalink
Pav schrieb:
Mir scheint, die Tage des “asexuellen” Kindes sind gezählt. Sie waren gar nie da. Diese Phantasie entspringt vielmehr einem erwachsenen Gehirn. Einmal mehr werden Kinder unterschätzt. Und wenn sich diese lieben Kleinen nicht sich so verhalten, wie erwartet, dann löst das in der Erwachsenenwelt ein grosses Aha-Erlebnis aus. Es geht darum den Kindern einen realen (und legalen) Bezug zur Sexualität zu vermitteln und nicht darum, sie vollständig davon zu trennen.
Geschrieben am 23. November 2006 um 10:46Uhr | Permalink