Bühne


Hartmann: Gewerkschafter sind “richtig fette Arschlöcher!”

Der Frust sitzt bei Schauspielhaus-Direktor Matthias Hartmann offenbar sehr tief. Konnte sein öffentlicher Angriff gegen Verwaltungsratspräsident Elmar Ledergerber nach der Einigung mit dem technischen Personal noch als emotionaler Schnellschuss abgetan werden, so ist seine Schimpftirade gegen die Unia mehr als nur eine verbale Entgleisung - selbst wenn die Anschuldigungen durchaus berechtigt sind. Laut tagesanzeiger.ch soll er in einem Interview mit Radio24 gesagt haben:

“Die Menschen, die meine angebliche Gage um das Doppelte übertrieben haben und auf Flugblättern in der Stadt verteilt haben, die meinen Namen mit Totenkreuzen beschmiert haben und damit mit Bannern durch die Stadt gelaufen sind, mit todernsten Gesichtern, diesen Menschen nehme ich das herzlich übel. Und ich finde: Es sind richtige fette Arschlöcher!” 

Bereits vor ein paar Wochen hatte Hartmann mehr oder weniger direkt gesagt, er wolle Zürich am liebsten gleich wieder verlassen. Schade für das Schauspielhaus, aber soll man jemanden, der unbedingt gehen will, nicht besser ziehen lassen? Oder wäre dies für Ledergerber, der Hartmann um jeden Preis nach Zürich holen wollte, eine zu grosse Niederlage?

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