Kunst/Museen


Kinder im Warteraum

Foto rb
Passt dies als Weihnachtseintrag? Diese zwei Kinder stehen seit Tagen im Zürcher Helmhaus. Sie sind nicht aus Fleisch und Blut, sondern nur Puppen – und Teil der Installation “Transparent Kindergartens Above Streets” von Robert Estermann (ob er mit Josef verwandt ist, entzieht sich meiner Kenntnis).
Ausgestellt sind lauter Ankäufe der Stadt. Nicht schöne Bilder für die Beamtenbüros, sondern mehrheitlich Installationen. Kürzlich habe ich die Forderung gehört, die Stadt solle seine Video-Installationen in die Warteräume der Ämter stellen. Gute Idee. Dort hat man viel Zeit, die bewegten Bilder zu betrachten und zu reflektieren. Doch wahrscheinlich landen all die Bildschirme und Beamer anstatt in den Amtsstuben bald einmal in Lagerräumen – für immer. Dies hat wenigstens einen Vorteil: die Beamten können die Werke nicht wie auch schon irgendwann klammheimlich mit nach Hause nehmen.

Kommentar (1) zu “Kinder im Warteraum”

  1. Tobias Humm schrieb:

    Die Idee mit den Videoinstallationen in den Wartezimmer müsste man aufgreifen! Weiss überigens was mit so einer Installation geschieht, wenn ein Beamer kaputt ist? muss das dan trotzdem aufbewahrt werden, oder dar es entsorgt werden. Oder erst, wenn der Bild- oder Tonträger futsch ist? Diese Frage wird in den nächsten Jahren die kunstwelt bewegen, und sicher auch bald die Gerichte. KAnn man Steuergelder dazu aufwenden, um kaputte kunstwerke zu konservieren?