Film


Müller-Drossaart braucht 10′000 Fr. pro Monat

Unter Hesse/Müller war Hanspeter Müller-Drossaart Ensemble-Mitglied im Theater am Neumarkt - heute Abend steht er für einen improvisierten Gastauftritt wieder einmal dort auf der Bühne. Ansonsten bleibt dem herausragenden Schauspieler kaum Zeit für Theaterengangements – bekanntlich spielt er zurzeit in fast jedem Schweizer Film eine tragende Rolle. Doch Müller-Drossaart will noch mehr, er will nach Hollywood. Nein, nicht aus beruflichem Ehrgeiz, auch nicht wegen des Glamours - sondern des Geldes wegen, wie er in der Mittelland-Zeitung sagt:

“Zurzeit träumt Müller von Hollywood. ‘Es reizt mich aus ökonomischen Gründen. Ich habe Angst, in zwei Monaten nicht mehr genug zu verdienen.’ Müller ist mit einer holländischstämmigen Frau verheiratet. (…) Die beiden leben in Dietikon und haben zwei kleine Kinder. ‘Für meine Familie muss ich 10 000 Franken pro Monat auftreiben: Miete, Versicherung, Steuern.’ Die Existenzangst ist so gross, dass Müller die Frage nach dem besten Schweizer Regisseur als ‘indiskret’ abtut: ‘Ich möchte weiterhin mit allen arbeiten.’”

Falls es mit Hollywood nicht klappt, kann er es ja nochmals mit der Bühne versuchen. An normalen Stadttheatern bewegen sich die Löhne zwar nahe am Existenzminimum; am Schauspielhaus jedoch verdienen die Top-Leute etwas über 10′000 Franken im Monat - und mit Garantie länger als bloss für die nächsten 2 Monate.

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Kommentare (4) zu “Müller-Drossaart braucht 10′000 Fr. pro Monat”

  1. philipp meier schrieb:

    ein gutes beispiel dafür, den lebensstandart auch dann nicht raufzuschrauben, wenn man zwischendurch mal etwas mehr verdient…, sonst wird man noch zur nutte… ;)
    aber es ist schon so: am unteren ende der mittelschicht ist es eng geworden.

  2. Theo schrieb:

    Das Geld ist ja wichtig, um Kultur zu schaffen, aber im Kulturblog könnte man auch über andere Themen schreiben!
    Gruss Theo

  3. rb schrieb:

    In letzter Zeit war der Blog tatsächlich ein bisschen geldzentriert… aber keine Angst, es werden sicherlich auch wieder andere Themen kommen.

  4. Zappadong schrieb:

    Dummerweise kann auch der Kulturschaffende nicht ohne Einkommen leben ;-)

    Ich gehöre zur Zunft der Schriftsteller, und da ist es von vornherein klar, dass man daneben noch einen Brotjob braucht (nur die wenigsten Schriftsteller in der Schweiz leben von dem, was sie mit ihren Büchern verdienen).

    Jammern will ich darüber nicht. Ist einfach so. Als Schreiberling weiss man im Voraus, worauf man sich einlässt (ausser man ist sehr naiv).

    Zappadong