Politik


Zürcher Kultur 2025: Wachstumsfaktor und Imageträger

Die Stadt Zürich hat das “Positionspapier Strategien Zürich 2025” herausgegeben, das aufzeigt, in welche Richtung sich die Stadt entwickeln soll. Gemäss dem Papier ist die Kultur in zweierlei Hinsicht von Bedeutung: als Wirtschaftszweig mit Wachstumspotenzial (“Kreativwirtschaft”) und als Standortfaktor (“Das reichhaltige Kulturangebot ist Teil der erstklassigen Lebensqualität Zürichs und beeinflusst als wichtiger Imageträger die Standortentscheide von Personen und Unternehmen”).
Ebenso uninspiriert und armselig wie die Bestandesanalyse sind die Strategien für die Weiterentwicklung des Kulturangebots:

- Die Stadt betreibt weiterhin eine engagierte und breit abgestützte Kulturpolitik.
- Events mit internationaler Ausstrahlung und hochklassige Veranstaltungen sind in Zürich willkommen und werden vermehrt als Imageträger für den Standort genutzt.
- Die Stadt unterstützt vielversprechende private Initiativen für neue Kulturangebote.
- Zürichs Kulturangebot wird international besser vermarktet.

Im Vergleich dazu erscheinen die Strategien für die Kreativwirtschaft richtiggehend visionär:

- Der öffentliche und öffentlich geförderte Kulturbetrieb wird als Impulsgeber für die Kreativwirtschaft verstanden und in Qualität und Vielfalt weiter gefördert.
- Die Vernetzung der Akteure der Kreativszene mit den entsprechenden Ausbildungsstätten und den öffentlichen und privaten Kultureinrichtungen wird aktiv gefördert.
- Die Stadt unterstützt die Kreativszene bei der Suche nach geeigneten, die Vernetzung fördernden Räumlichkeiten.

Kommentare (3) zu “Zürcher Kultur 2025: Wachstumsfaktor und Imageträger”

  1. philipp meier schrieb:

    interessant würde es dann, wenn die folgenden schlüsselbegriffe konkreter formuliert werden müssten: «unterstützt», «gefördert», «betreibt», «genutzt» und «vermarktet».
    an der schnittstelle von kultur und kreativwirtschaft gibt es bekanntlich gleich zwei «vielversprechende private initiativen» für das amtsgebäude am helvetiaplatz: «hotspot helvetia» vom magazin soDA und «kunsthaus aussersihl» von div. akteuren. leider scheinen beide projekte durch die städtische (kultur)politik verwässert zu werden.

  2. Sir Henry schrieb:

    Bitte, bitte, bitte: NICHT “Züricher Kultur”, auch wenn G.K. seine Züricher Novellen geschrieben hat

  3. rb schrieb:

    Huch… schon korrigiert. Danke für den Hinweis, Sir Henry.