Politik


SP: 100 Millionen Franken mehr in die Giesskanne

Nach der SVP hat auch die SP ihr Positionspapier zur Kulturpolitik veröffentlicht. Sie fordert “mindestens rund 100 Millionen Franken” mehr für Kultur, die dann nach dem Giesskannenprinzip verteilt werden.

“Ohne Erhöhung des Kulturbudgets sind weder eine attraktive Museumspolitik, eine erfolgreiche Filmpolitik, eine koordinierte Buch- und Musikförderpolitik noch eine gezielte Unterstützung von schweizweit bedeutenden Kulturangeboten möglich.”

Die SP will sowohl die Einkünfte einfacher Künstler sichern (“So ist die soziale Sicherheit der Kunstschaffenden als Grundsatz im KFG festzuhalten, muss aber im Sozialrecht, Arbeitsrecht und Steuerrecht konkretisiert werden”), als auch Herrn Pereiras “Leuchtturm” noch ein bisschen mehr Geld geben. Strukturell hat die SP nichts zu bieten, die bestehenden Organe (Pro Helvetia etc.) sollen wie bisher weiterbestehen.
Anstatt Prioritäten zu setzen, bleibt die SP bei der unrealistischen Forderung, dass einfach alle mehr Geld erhalten sollen – sogar jene, die schon sehr viel haben. Die Pro Helvetia soll zwar gestärkt werden, doch es fehlt eine kühne Forderung, z. B. dass der Stiftung die gesamte nationale Kulturförderung übertragen wird (also auch der Film). Ein mutloses Papier.

Kommentare (2) zu “SP: 100 Millionen Franken mehr in die Giesskanne”

  1. Paddy schrieb:

    Ich find’ die SP wirklich überzeugend. Da noch mehr Geld, dort noch mehr Geld. Und fast immer für Dinge, von denen ich nix habe oder die mir nix sagen. Und ich bin steuerzahlender Schweizer Bürger. *bäh*

  2. rafael schrieb:

    Ich habe selber noch nie Geld bekommen und bin sehr kreativ und kulturschaffned, ebenfalls sehr links eingestellt, links von der SP, bei der ich auch mal war. Von dieser Idee halte ich aber wenig. Kulturschaffen ist ein Gewerbe. Die Kunst ein Produkt, welches vernünftigerweise auch im aktuellen Marktgeschehen integriert werden sollte. Und wenn Jemand mehr Geld zur Kulturförderung, sprich z.B Film bekommt heisst das längst nicht, dass da was qualitativeres abfallen wird. Die teuersten und höchstsubventionierten Filme sind sicher nicht die besten. Und ob das Thema für den Wahlkampf taugt bezwifle ich ebenfalls.