Politik, Sonstiges


Subventionierter Porno: Idee für Rätoromanen?

In Spanien reibt man sich die Augen: die Regierung Kataloniens subventionierte einen katalanischen Porno-Film – aus Sprachgründen. Dass in der Schweiz noch niemand auf die Idee gekommen ist; ein Porno-Film mit rätoromanischem Gestöhn! Auch dafür liessen sich wohl problemlos die üppig gefüllten Subventionstöpfe für die vierte Landessprache anzapfen.

Kommentare (7) zu “Subventionierter Porno: Idee für Rätoromanen?”

  1. mep schrieb:

    Sehr geistreich der Beitrag! Fehlt bloss noch ein Link zum Original. SVP

  2. philipp meier schrieb:

    hat sex nix mit geist am hut? zum onanieren braucht es zumindest viel fantasie, oder? aber: was hat das mit sprache zu tun? hier eröffnen sich viele geistreiche fragen… :)
    aufruf: quetscht bitte den kulturbloggenden kulturblogger nicht in die ausgeleierte linkskulturelle post-68-er schiene…; das wäre dann nur noch gähn…
    also @rb: weiter so…!!! :)

  3. mep schrieb:

    Ach, philip du richtest dich an mich? Darf ich dann zurückfragen, was genau der Beitrag mit Sex zu tun hat? Mit Sprache hat es insofern zu tun, dass diese hier dazu benutzt wird, sich über eine Minderheit lustig zu machen, in einem Tonfall der hierzulande mittlerweile wohlbekannt ist und aus der Küche jener Phrasendrescher stammt, auf die ich in meinem Link verwiesen habe.
    Weshalb du hier Schienen siehst, kann ich nur vermuten, vielleicht weil du selber in einem nicht mehr ganz frischen, staatlich subventionierten DADA-Züglein durch die Kulturlandschaft schaukelst?

  4. Thinkabout schrieb:

    Ich weiss nicht, ob die Subventionsgelder für die rätoromanische Sprache wirklich verpulvert sind? Ich weiss nur, dass ich die Sprache sehr gerne höre – und dass ich alles unterstütze, was die Sprachen- und Kulturvielfalt in der Schweiz stützt und am Leben erhält.
    Tendentiell scheinen mir zudem Menschen, die schon auf Grund ihrer Minderheit gezwungen sind, Fremdsprachen zu lernen, überdurchschnittliches Talent für kreativen Ausdruck zu entwickeln.
    Die Spitze gegen die Subventionsspritze kann ich daher nicht nachvollziehen – und der Rest geht sowieso irgendwie an mir vorbei. Kein Treffer, summa sumarum.

  5. philipp meier schrieb:

    @mep: ui…, das wird ja immer geistreicher hier. jetzt auch noch deine frage, ob porno was mit sex zu tun hat. ähm…, bin da nicht unbedingt der spezialist für; aber…, ja ich denke schon.

    wir dürfen uns hier aber gerne auch über die andere frage dieses (massiv überbewerteten) artikelis unterhalten: wieviel ist uns eine kultur wert? ab wann führt wohlmeinende (im bestens sinne)unterstützung zu künstlicher musealisierung? wo verschwindet warum kultur…, und wo entstehen wie neue kulturen? ich gehe grundsätzlich davon aus, dass die menschen nicht dumm sind. darum: ein solcher artikel bietet die chance, ein bekanntes «problem» in ein (neues) licht zu setzen. wer regelmässig den kulturblog liest, weiss, dass hier keinerlei braune gülle auf die digitalen felder ausgeführt wird.

    zum schluss nochmals @mep: das schmalbrüstig subventionierte dada-züglein (stadt zahlt gerade mal die miete) wird von einer starken lokomotive namens SWATCH gezogen (in deinen augen wahrscheinlich ein böser weltkonzern). es gibt jedoch eine spannende parallele zwischen den dadaisten selig und der swatch: ausländer (grösstenteils) begründeten die erste globale kunstbewegung der moderne der schweiz; und ausländer retteten die schweizer uhrenindustrie! die welt ist verdammt nochmals komplexer, als für oder gegen die svp zu sein…

  6. philipp meier schrieb:

    und gleich nochmals kurz @mep: lies mal den artikel und meinen kommentar zum «abnickergremium tonhalle-gesellschaft». ist das nun rinks oder lechts…?

  7. mep schrieb:

    Philipp, ich gehöre nicht zu den regelmässigen Lesern dieses Blogs und das mag ein Fehler sein. Das Thema des OP könnte vielleicht Fragen aufwerfen, z. B. in Anlehnung an U. P. Engelers Artikel, welcher vor einigen Wochen in der Weltwoche erschienen ist. In dieser Form tut er es aber sicher nicht. Ich sehe da bloss Häme und Zynismus. Ich empfehle dir eine Reise ins Unterengadin, du wirst dort eine interessante kulturelle Erfahrung machen und vielleicht bemerken, dass die Sprache doch nicht ganz so museal ist wie es von aussen scheint. Du wirst dort auf Leute treffen, welche sich ganz ohne Subventionen in ihrer Muttersprache miteinander unterhalten.

    Der Umstand übrigens, dass dir sonnenklar ist, dass in meinen Augen die Sonnenuhr gut und SWATCH böse ist, bestätigt mir, dass ich auf dem lichtigen Weg bin.

    Gruss!