Bühne, Kunst/Museen


Opernhaus droht Cabaret Voltaire

Das Opernhaus macht sich immer mehr zum Affen. Da ist der 59-jährige Intendant, der sich in aller Öffentlichkeit wie ein frisch verliebter Teenie benimmt, da ist seine 40 39 Jahre jüngere Freundin, die in einem Tagi-Interview erzählt, sie könne gut Eier kochen, und nun droht das Opernhaus auch noch den Verantwortlichen der Kunstaktion Opera Calling (Besprechung hier) mit rechtlichen Schritten. Die Kunstaktion verletze die Interpretenrechte der Musiker und Sänger, sagt der kaufmännische Leiter des Opernhauses heute im Tagi.
Darauf haben das Cabaret Voltaire und die Gruppe Bitnik nur gewartet. Hoffentlich zieht das Opernhaus die “rechtlichen Schritte” nicht nur “in Erwägung”, sondern handelt auch wirklich. Ein Gerichtsfall in dieser Sache dürfte ähnlich unterhaltsam werden wie die Seifenopernhaus-Affäre um Daniela und Alexander.

Zum Thema:
Wanze in der Oper
Neues aus dem Seifenopernhaus

Kommentare (3) zu “Opernhaus droht Cabaret Voltaire”

  1. Diego schrieb:

    Es sind im Fall nur 39 Jahre. ;-)

  2. unkultur schrieb:

    Das Cabaret Voltaire hat den Dreh raus: Die etablierten (Kultur)institutionen an einer empfindlichen Stelle angreifen – die Reaktionen fallen meist wunschgemäss aus. Die Wanze ist das perfekte Symbol für solche Aktionen; ein kleines lästiges Viech, das immer wieder an unerwarteten Stellen auftaucht, hier und da zwickt und sich durch eine geballte Ladung AntiBrumm-Forte (bzw. Drohung mit rechtlichen Schritten) nicht abschrecken lässt. Weiter so!

    unkultur

    P.S. Ich bin auch (fast) ein Kulturblog

  3. rb schrieb:

    “P.S. Ich bin auch (fast) ein Kulturblog” … hab verstanden, der Link ist platziert.