Bühne


Frechheit, Martin Suter

Wie ihm die Inszenierung seines Stücks “Mumien” im Theater am Neumarkt gefalle, fragt der Tages Anzeiger den Autoren Martin Suter. Dieser antwortet:

“Ich habe sie nicht gesehen. Soviel ich erfahren, gehört und auch darüber gelesen habe, hat sie [Regisseurin Sandra Strunz] daraus etwas gemacht, das mich weder als Autor noch als Zuschauer interessiert.”

Mister Business-Class-Suter schaut sich also die Uraufführung seines Werks nicht an und zieht dann in der Presse über die Inszenierung her. Frechheit. Obwohl: Dass er seinen Text nicht mehr auf der Bühne sehen will, ist verständlich. Das Werk ist harmlos, die Dialoge selten ergreifend. Was das Stück im Neumarkt rettet ist … die Regie. Jawohl. Sandra Strunz’ Inszenierung ist lustvoll, manchmal etwas zu klamaukhaft, aber sie bringt jene Energie ein, die dem Text abgeht. Dennoch: nach dieser Aussage im Tagi wird sich Strunz wohl hüten, je wieder ein Suter-Stück zu inszenieren.

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Kommentare (2) zu “Frechheit, Martin Suter”

  1. rittiner & gomez schrieb:

    kaum überraschend die reaktion von martin suter, die aber nur über sein innenleben etwas aussagt, nicht aber zur aufführung.

  2. Peter Zumbühl schrieb:

    Es ist wahrhaftig eine Frechheit. Nicht zu glauben, dass ein so erfolgreicher Schriftsteller sich nicht zu benehmen weiss.