Bühne


Andreas Thiel: Moslems sind schwul

Foto Vinzenz Wyser
Früher waren die Juden die Israelis die Bösen, jetzt sind es die Moslems. Andreas Thiel hat in “Politsatire 2″ die Fronten gewechselt. Na ja, Ariel Sharon muss auch in diesem Programm wieder einiges einstecken, er teilt im Himmel den Sektor der Massenmörder mit Arafat, Mussolini, Mao etc. Doch Israel ist kaum mehr ein Thema – die Nachbarn umso mehr.
Die meisten Moslems sind homosexuell, sagt Thiel, deshalb würden jene, die eine Frau haben, sie aus Scham zu Hause verstecken. Um beim Thema zu bleiben: “Was bietet der Islam der Frauenbewegung? Etwa ein genereller Mummenschanz?” Doch: “Lassen wir die Moschee im Dorf.”
Ein wenig Platz bleibt auch für Schweizer Themen, für Doris Leuthard zum Beispiel, oder – ein Glanzstück – die Tagebücher von Joseph Deiss und Werner De Schepper (endlich wird offiziell, was alle bereits wussten: Deiss entnahm jeweils dem BLICK, was er zu entscheiden hatte).
Ja, der Thiel ist einfach gut. Ein Humor wie Borat - aber wohlformuliert und eloquent. Was Roger Köppels Weltwoche in der Medienlandschaft ist, ist Andreas Thiels Politsatire in der Kleinkunstszene. Gestern war Premiere der zweiten Folge im Hechtplatz. Hingehen.

Kommentare (16) zu “Andreas Thiel: Moslems sind schwul”

  1. unkultur schrieb:

    Das nächste Mal stossen wir aber beim Apéro miteinander an!

  2. rb schrieb:

    Gerne. Aber wie erkennt man eine Frau Unkultur?

  3. unkultur schrieb:

    Ich pflege an Veranstaltungen ein Arabertuch, ein Che Guevara-Shirt, meine Machete und Kampfstiefel zu tragen – und wenn das nicht auffällig genug ist, werde ich Dich schon erkennen.

  4. rb schrieb:

    Ah, du bist das!!!

  5. m ohne p schrieb:

    Zwar habe ich Thiels Stück nicht gesehen, aber die Verunglimpfung ganzer Bevölkerungsgruppen – Juden, Moslems, Jugos – hat für mich mit Politsatire nichts tun. Schon der Titel hält mich vom Theaterbesuch ab… hoffentlich viele andere Leute auch.

  6. Uersel schrieb:

    Ich war gestern im Theater am Hechtplatz um mir Andres Thiel neuestes Programm zu Gemüte zu führen.
    Ein Satiriker der Extraklasse, spitz formuliert, scharfzüngig, zum Teil verletztend jedoch immer bedacht, den Dialog unter den Menschen zu aktivieren. In unserer Gesellschaft braucht es viel Mut solche Themen aufzugreifen und öffentlich zur Schau zu stellen. Ich denke, unsere liberale Schweiz lässt dies uneingeschränkt zu, das nennt man noch Pressefreiheit.
    Es lebe die Schweiz und Andreas Thiel

  7. Emilian Buza schrieb:

    Na hoffentlich führt das jetzt nicht auch noch zu einem Satirestreit internationaler Ausmaße…

  8. Philipp schrieb:

    Ein genialer Mensch – mehr davon und die Menschen würden wieder den Verstand einschalten

  9. eine muslimin schrieb:

    der einzige der “schwul” ist ist Andreas Thiel!schau dich mal an schämst dich nicht einmal sowas zu sagen!!!!!

  10. Dorothee Strebel schrieb:

    endlich wieder mal gescheites, pointiertes Kabarett! Es ist schon eine Weile her, dass wir im “Extra”in Zürich die Vorstellung Andreas Thiels genossen haben- jeder Satz hat gesessen (und für uns Feiämter, die Doris Leuthard persönlich kennen die Seitenhiebe ein zusätzlicher Gag!) Mein Mann und ich sind ältere Semester- 62 – und unsere Sehnsucht nach endlich wieder intellektuellem gescheitem Kabarett wurde endlich befriedigt- danke Andreas! Uebrigens -auf ihn aufmerksam gemacht hat uns unser 24-jährige Sohn. Er war von der Vorstellung in Bern begeistert und riet uns dringend, hinzugehen. Wir habens nicht bereut. Freuen uns auf eine CD der Politsatire 2 und auf ein neus Programm.

  11. edith schrieb:

    Châpeau Andreas Thiel für “Politsatire 2″! Sie sind das Beste was ich hier in Basel – etwas anspruchsvoll durch unseren eigenen Humor – je gehört und genossen habe. Da kann selbst der aktuell abgesackte Harald Schmidt nur noch den Hut nehmen! Noch mehr Komplimente?

  12. marc stalder schrieb:

    Mongolische Eisenbahn vom 15.12.07
    Sehr geehrter Herr Thiel

    Ich habe Ihren Sand gesiebt und dabei allerlei gefunden; jedoch wenig Satirisches.
    Sie scheinen aus einer Art von Betroffenheit heraus zu schreiben, die mir nicht ganz klar wird.
    Wahrscheinlich deshalb nicht, weil geistige Brillanz ganz auf Ihrer Seite ist. Deshalb helfen Sie mir: Was soll es bedeuten, dass die Rede im Zusammenhang mit Bundesratswahlen auf Taschenmunition kommt und warum diese nur für 5 Minuten deponiert werden soll? Und: was ist an beidem satirisch?

    In Erwartung einer Aufklärung verbleibe ich mit freundlichen Grüssen,
    Marc Stalder

  13. andy schrieb:

    hi , in arabischen ländern sind moslem und wie in anderen ländrn leben dort genauso viele schwule. dazu fordert dieser zustand strenge religion also verbote und gebote und es leben da viele männer die entweder oft zu huren gehen oder miteinander es treiben.ich fahre oft nach tunesien und marokko und dort gibt es sehr viele männer , die schwul sind , die ich persönlich kenne. ich selber lebe offen seit jahren schwul mit meinem freund und ich bin bekennder christ wie mein freund auch.

  14. checker schrieb:

    Sie meinen, dass die muslimischen Männer schwul sein aber wie kommt es dann, dass die muslimischen Familien mehr Kinder haben als christliche oder jüdische. Jetzt könnte ich auch sagen christen sind schwul oder !!!!!!!!!!!!!!!

  15. ManU schrieb:

    ja, wer wird eigentlich jetzt diskriminiert, die Schwulen, die Muslime, die schwulen Muslime oder sogar die Heterosexuellen Familien Väter… ?

  16. Markus schrieb:

    Andreas Thiel, der grösste grosskotzige Schwätzer aller Zeiten……dass jenste Leute sowas wie ihn auch noch komisch finden, passt gut zum heutigen Zeitgeist, welcher sich hoffentlich bald endlich mal selbst besiegt haben wird.