Bühne


Grüezi, Frau Frey

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Nein, gleich zur Schweizer Hauptstadt wird Zürich durch die Wahl Barbara Freys zur Direktorin des Schauspielhauses gewiss nicht, auch wenn die österreichische Zeitung Der Standard dies behauptet. Dennoch: eine international erfolgreiche Regisseurin und erst noch eine Schweizerin - für Stadtpräsident Elmar Ledergerber ist Barbara Frey eine Ideal-Vorzeige-Lösung. Zudem hat sie noch nie ein Theater geleitet und wird – so wohl der Wunsch Ledergerbers – einfacher zu steuern sein als ihre Vorgänger. Barbara Frey ist tatsächlich keine Stefanie Carp. Wer weiss, vielleicht findet der Stapi nun endlich einen Verwaltungsratspräsidenten und kann diese lästige Aufgabe abgeben.
Doch was geschieht künstlerisch? Was ich bisher von Barbara Frey gesehen habe, war hervorragendes Handwerk. Ausserdem kennt sie von ihrer Arbeit an den grossen Häusern die üblichen Anwärter auf einen Platz am Berliner Theatertreffen persönlich. Grosse Namen wird’s also weiterhin geben. Aber wird sie auch Neuentdeckungen präsentieren? Leute, die nach einer neuen Theatersprache suchen? Hoffen wir’s.

Kommentar (1) zu “Grüezi, Frau Frey”

  1. Thinkabout schrieb:

    Auch ich sage Ihr Grüezi. Solides Handwerk sollte nicht zu gering geachtet werden: Vor allem dann, wenn es dem Theaterbesucher dadurch erlaubt, vor allem die Intensität des Originals zu erleben, statt die Originalität des Regisseurs, die vielleicht gar nicht gefragt ist?
    Geben wir Ihr allen Kredit, den wir uns auch wünschen, wenn wir Grosses versuchen wollen.
    Ich bin auf jeden Fall gespannt!