Literatur


Bücher wandern ins Netz

In der Zeitungsbranche ist die elektronische Verbreitung der Inhalte ein Riesenthema – in der Buchbranche ist es diesbezüglich noch ruhig. Versuche mit elektronischen Büchern sind bisher gescheitert - wer will schon seine Bett- oder Parklektüre am Bildschirm lesen? Die Gelassenheit der Buchbranche gegenüber den neuen Medien dürfte bald zu Ende sein. Die Hemmschwelle für die elektronische Publikation von Literatur nimmt mehr und mehr ab: Zurzeit veröffentlicht Nobelpreisträgerin Elfride Jelinek einen Roman auf dem Internet, und in Japan boomt die Literatur auf dem Mobiltelefon, wie die Süddeutsche heute berichtet.
Natürlich, das Papier wird all das überleben. Doch die übliche Verwertungskette (Hardcover, Taschenbuch, evtl noch Hörbuch) kommt ins Wanken. Wenn die Buchbranche gegenüber den neuen Medien dieselbe Abwehrhaltung einnimmt, wie bei der Buchpreisbindung, steht ihr eine harte Zeit bevor. 

Kommentar (1) zu “Bücher wandern ins Netz”

  1. intensivleser schrieb:

    In der Zeitungsbranche war die Verbreitung der Inhalte ein riesen Thema, da haben ein paar Jahre alle alles aufs Netz gestellt, wie sichs gehört. Wissen ist für alle da. Allerdings ist heute jede Rechereche auf dem Internet auch zu bezahlen.
    Bücher aufs Netz, ja immer ein Lob an das Gutenbergprojekt.
    Der Buchhandel geht damit sowenig kaputt wie die Plattenindustrie.
    Aber die Menschen haben wenigstens Zugang zur Kultur, wenigstens die wenigen mit Internetanschluss.
    Wenn ich also Jelinek auf dem Handy lese und ich finde es gut kauf ich ihr Buch, das kann ich dann in Ruhe lesen, dort wo ich will, nicht im Bus auf dem Arbeitsweg, oder morgens um 4 im Nachtbus…….
    Alle Literatur aufs Netz!!!!!!!