Kunst/Museen, Politik


Doris Fiala und 20 Minuten-Leser wollen Cabaret Voltaire abstrafen

Die Hirschhorn-Affäre wiederholt sich. Mitten in Zürich. FDP-Präsidentin Doris Fiala hat dem Stadtrat ein Postulat übergeben, wonach die Subventionen für das Cabaret Voltaire gestrichen werden sollen. Als Strafe für die Graffiti-Aktion der britischen Künstlergruppe C6. “Wenn Dada derart gaga handelt, sind Gelder besser für die Entfernung allfälliger illegaler Schmierereien einzusetzen”, sagte Fiala gegenüber 20 Minuten.
Das Pendlerblatt hat gleich eine Umfrage gestartet — und siehe da, auch die Mehrheit der 20min.ch Umfragemitmachern antwortet auf die Frage, ob das Cabaret Voltaire weiterhin subventioniert werden soll, mit nein (Stand 12:30 Uhr):
20min_umfrage.jpg

Die Subvention zugunsten des Cabaret Voltaire besteht darin, dass die Stadt den Betreibern das historische Gebäude an der Spiegelgasse kostenlos zur Verfügung stellt. Die Betriebskosten übernimmt zum grossen Teil die Swatch Group. Was würde eine Streichung der Subventionen bedeuten? Dass die Stadt dem Cabaret Voltaire zukünftig die Miete in Rechnung stellt? Oder sich gleich einen andern Mieter sucht?
Dada, in Zürich geboren, ist eine der einflussreichsten Kunstbewegungen des 20. Jahrhunderts. Will nun Doris Fiala tatsächlich für etwas Wahlkampfpropaganda das Cabaret Voltaire opfern? Frau Fiala, das ist gaga!

Zum Thema:
Graffiti-Beauftragte: Kunst ist mir Wurst

Kommentare (15) zu “Doris Fiala und 20 Minuten-Leser wollen Cabaret Voltaire abstrafen”

  1. unkultur schrieb:

    Unglaublich, was Doris Fiala von sich gibt – und gut fürs Cabaret Voltaire! ich mache mir keine Sorgen; das Cabaret Voltaire wird weiterhin subventioniert werden und erhält durch solche – bewusst provozierte – Attacken nebenbei willkommene Publizität. Weiter so!

  2. philipp meier schrieb:

    hier eine kleine rechenübung: das cabaret voltaire erhält von der stadt zürich subventionen in einem umfang von 1/10 von dem, was die stadt jährlich für die entfernung von graffitis aufwendet. unser (zugegeben etwas verschlüsselte) vorschlag war eigentlich, dass wir die stadt zürich zu einer differenzierten («kuratorischen») entfernung der graffitis motivieren könnten; mit dem ziel, mindestens den betrag bei der graffiti-entfernung einzusparen, den die stadt für die miete der cabarettistischen räumlichkeiten aufwendet.
    @unkultur: danke für die blumen. die «medienpartner» spielen fast zu gut mit…

  3. sven schrieb:

    ich hätte nicht gedacht, dass nach dem hirschbock von bieri nochmals jemand auf die idee kommt, kunstaktionen mit subventionskürzungen bestrafen zu wollen. voll daneben, nichts gelernt, ein regelrechtes fialasko. sie sollte mal ständerat bieri anrufen, der hat seine anti helvetia strafaktion bitterbös bereut hat…

  4. Dem Dada soll das Geld entzogen werden : Der Mensch ohne Vorurtheil schrieb:

    [...] (Gefunden bei: http://www.kulturblog.ch/2007/05/10/doris-fiala-und-20-minuten-leser-wollen-cabaret-voltaire-abstrafen/ [...]

  5. Antoine Kuske schrieb:

    Es ist immer wieder erstaundlich wie wenig die Zürcher PolitikerIn dazu lernen.
    Seit den Tagen von ‘Sigi the Piggy’ hat sich nicht wirklich viel verändert.

  6. jeani remettre schrieb:

    frau fiala hat recht.das cabaret soll geschlossen werden.die linken lutscher bekommen alles bezahlt,so wie früher in der ddr.

  7. dorakoster schrieb:

    ja gut,schliesst das cabaret ,im rathaus ist es sogar gratis.

  8. Linker Lutscher schrieb:

    Wer hier mit Kunstaktionen die die schönen Vorgärtchen verwüstet, wird früher oder später immer mit Subventionskürzung bestraft. Es ist dabei ziemlich egal, ob die, die darüber entscheiden, nun links oder rechts stehen. Rache ist zeit- und parteilos.
    Erstaunlich jedoch ist, mit welchen kleinkarierten, belanglosen Anliegen eine Partei Wahlkampfpropaganda macht. Ich bin positiv überrascht, dass doch 77% dies auch so sehen.

  9. jeani remettre schrieb:

    hallo linker lutscher,alle,auch die parteilosen werden sehr bald am letzten eiswürfel lutschen.dada,gaga oder sonst was wahnsinniges von menschen erdachtes wird zur grossen vereinigung,selbst wenn es nur schnee von gestern ist. du hast recht mit deiner aussage,rache ist zeitlos,die rache der vier elemente zum beispiel.wir treffen uns im schmelzwasser unserer taten. ich schenke dir eine schwimmweste ohne parteibuch,und eine meiner federn für einen unbeschwehrten flug ,weg vom gruppendruck.dorakoster oiseau bleu alias jeani remettre.

  10. knaller schrieb:

    ernst heller die krienserzwetschge,so nennt man ihn in kriens,er würde gerne zu gunsten seiner nery stiftung auftreten.dada blabla aus dem vatikan.bedingung. hübsche ministranten denen er das zusammengeschwindelte geld in gottes mamen wieder heimlich zusteckt. cabaret vatikan.rache ist zeitlos.

  11. ernst heller schrieb:

    ich würde gerne eine schau abziehen im namen gottes.brauche das geld für meine kleinen jungs.cabaret vatikan.

  12. knaller schrieb:

    das gehirn eines intellektuellen ist eine subventionierte giftküche.

  13. anti schlatter schrieb:

    beat schlatter könnte seine zigarettenstummel auf die köpfe der voltair gäste schmeissen .die besucher vom rindermarkt in zürich finden es nicht witzig oder komisch was der aufgedunsene angebliche komiker da aus dem fenster schmeisst.gaga bla bla –entschlattert das fernsehen und die bühnen.

  14. unglaublich schrieb:

    kaum sind die Subventionen gesprochen, wird in der neuen Börse vom subventionierten Cabaret Voltaire Geld verbrennt. Das geht doch nicht!

  15. Subventionen schrieb:

    Das verbrannte Geld kam wohl nicht aus dem Subventionstopf. Abgesehen davon wurde schon an der Expo02 in Harald Szeemanns Austellung Geld geschreddert – in Nationalbanken ein ganz normaler Vorgang und niemand schreit «Skandal!»