Kunst/Museen, Politik


Cabaret Voltaire: Keine RAF T-Shirts mehr

Das Cabaret Voltaire solle sich mehr auf die Kunst anstatt auf Politik konzentrieren, sagte Jean-Pierre Hoby im Tagi zu den RAF T-Shirts im Cabaret Voltaire. Kunst minus Politik, was bleibt da übrig? Vielleicht Rolf Knie? Trotzdem, nachdem er schon wegen der Graffiti-Aktion von einer Politikerin unter Druck gesetzt wurde, hat Cabaret-Voltaire-Direktor Philipp Meier die T-Shirts nun zurückgezogen. “Diese T-Shirts wurden und werden massiv überbewertet”, schreibt er in einer Pressemitteilung.
Von aussen, wenn man nicht selber Angst ums Geld haben muss, ist es einfach zu kritisieren. Und dennoch, in Verbindung mit diesem Vorfall hier, wird klar, dass auch für Dadaisten gilt: Geld regiert die Kunst.

Nachtrag, 23.05: Das Cabaret Voltaire nimmt die T-Shirts wieder in seinen Shop auf. Ein Exemplar kaufen darf aber nur, wer zuvor einen Katalog mit 50 Fragen ausgefüllt hat. Die Fragen reichen von ‘Gibt es gute Gründe für einen Mord?’ bis ‘Ist Brigitte Mohnhaupt eine schöne Frau?’. Alle Fragen bei rebell.tv.

Zum Thema:
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Kommentare (2) zu “Cabaret Voltaire: Keine RAF T-Shirts mehr”

  1. rafael schrieb:

    Ja das ist schade, aber Realität, dass Kunst schnell auch zu Geld gemacht wird und Ideen und Unkonventionelles von den Medien absorbiert und instrumentalisiert wird. Platz für Freie Querulanten ist also spärlich gesäht.

  2. /sms ;-) schrieb:

    he was soll, das rafael? “geld ist nicht nur mittel zur freiheit” (was ich bisher angenommen habe.) aber mir wird aktuell gerade beigebracht, dass auch stimmt: “freiheit ist mittel zu geld!” – je devianter umso millionen. (bei den huch!68ern hats jedenfalls funktioniert…)

    enjoy capitalism: http://blog.rebell.tv/p3951.html