Kunst/Museen
27. Mai 2007
Gottfried Honegger: Kunst gegen Drogen
Das Zürcher Kunst-Urgestein Gottfried Honegger wird 90, aus diesem Anlass ist ihm in der ETH eine Ausstellung gewidmet. Honegger gehört zu den wenigen, die ganz genau wissen, was Kunst ist und soll — nicht nur seine Kunst, sondern Kunst allgemein. Immer, wenn man eine Stimme braucht, die sich gegen eine Kunstaktion oder einen Kunsttrend ausspricht, kann man Gottfried Honegger anrufen, und mit ziemlicher Sicherheit wird er spontan ein druckreifes Pamphlet dagegen halten. So war das auch bei der Affäre um Thomas Hirschhorn oder, mit besonderer Vehemenz, bei der Teddybären-Aktion in Zürich. In dem besagten Teddybären-Interview im Tages-Anzeiger (Ausschnitt hier) behauptete er so ganz nebenbei, dass keines der Tausenden von Kindern, die in seinem Espace de l’art concret in Mouans Sartoux sein kunstpädagogisches Programm besucht hätten, später drogenabhängig wurden.
Darum, wer sich und seine Kinder vor Drogen schützen will, der mache einen Familienausflug an die Ausstellung im ETH-Hauptgebäude.