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	<title>Kommentare zu: Neumarkt: Frustrierter Direktor packt aus</title>
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	<description>Das war der Blick auf Zürichs Kulturgeschehen mit 566 Artikeln und 1678 Kommentaren (15.06.2006-8.11.2008)</description>
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		<title>Von: philipp meier</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2007/06/07/neumarkt-frustrierter-direktor-packt-aus/comment-page-1/#comment-6716</link>
		<dc:creator>philipp meier</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jul 2007 12:42:45 +0000</pubDate>
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		<description>wer anonym auf den mann (die männer) spielt, der oder die diskreditiert sich selber. es scheint bezeichnend zu sein, dass (auch in diesem blog) v.a. deutsche und österreicher offen zu ihrer meinung stehen können. ach ihr armen schweizerlein, die ihr um euer gedankenzwergengärtchen, euer kulturelles quersubventiönchen und euer milchbuchsparbüchlein fürchtet...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>wer anonym auf den mann (die männer) spielt, der oder die diskreditiert sich selber. es scheint bezeichnend zu sein, dass (auch in diesem blog) v.a. deutsche und österreicher offen zu ihrer meinung stehen können. ach ihr armen schweizerlein, die ihr um euer gedankenzwergengärtchen, euer kulturelles quersubventiönchen und euer milchbuchsparbüchlein fürchtet&#8230;</p>
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		<title>Von: Lara</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2007/06/07/neumarkt-frustrierter-direktor-packt-aus/comment-page-1/#comment-6713</link>
		<dc:creator>Lara</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jul 2007 11:48:14 +0000</pubDate>
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		<description>Lasst doch die Fakten sprechen: Alle die hervorragenden Leute, die gekündigt haben! Eine solche Fluktuation spricht für sich. Dann die vielen &quot;originellen&quot; Stücke, die man nur am Neumarkt sehen kann und die doch längst bekannt sind in Zürich: Schauplatz International, Samuel Schwarz, ist das Risiko? Und wie wurden die vielversprechenden Jungtalente geförtert? Indem sie nach einem Stück fallen gelassen wurde.
Allerdings verwundert all dies nicht, hat doch der Chefdramaturg nie als Dramaturg gearbeitet zuvor und der Direktor bisher nur ganze Stücke eingekauft.
Gut, dass die zwei Jammerlappen das Feld anderen überlassen müssen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lasst doch die Fakten sprechen: Alle die hervorragenden Leute, die gekündigt haben! Eine solche Fluktuation spricht für sich. Dann die vielen &#8220;originellen&#8221; Stücke, die man nur am Neumarkt sehen kann und die doch längst bekannt sind in Zürich: Schauplatz International, Samuel Schwarz, ist das Risiko? Und wie wurden die vielversprechenden Jungtalente geförtert? Indem sie nach einem Stück fallen gelassen wurde.<br />
Allerdings verwundert all dies nicht, hat doch der Chefdramaturg nie als Dramaturg gearbeitet zuvor und der Direktor bisher nur ganze Stücke eingekauft.<br />
Gut, dass die zwei Jammerlappen das Feld anderen überlassen müssen!</p>
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	<item>
		<title>Von: hinweis</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2007/06/07/neumarkt-frustrierter-direktor-packt-aus/comment-page-1/#comment-5990</link>
		<dc:creator>hinweis</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jun 2007 05:51:34 +0000</pubDate>
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		<description>siehe http://www.youtube.com/untertieren , ein versuch, den kulturblog zum sprechen zu bringen. noch nicht wirklich überzeugend.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>siehe <a href="http://www.youtube.com/untertieren" rel="nofollow"></a><a href='http://www.youtube.com/untertieren'>http://www.youtube.com/untertieren</a> , ein versuch, den kulturblog zum sprechen zu bringen. noch nicht wirklich überzeugend.</p>
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	<item>
		<title>Von: dietmar seiler</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2007/06/07/neumarkt-frustrierter-direktor-packt-aus/comment-page-1/#comment-5895</link>
		<dc:creator>dietmar seiler</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jun 2007 13:15:04 +0000</pubDate>
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		<description>liebe marter,
* ich habe doch gar nicht verlautbart, für wen ich dich halte...
* schon seltsam, wenn man seinem diskussionspartner vorhält, dass er sich für einen zeit nimmt... – aber nur keine angst: wenn ich zehn, fünfzehn minuten eines langen tages dir widme, gehe weder ich verloren noch geht das neumarkt unter.
* nein, wir planen nicht absichtlich produktionen, die keinen interessieren. also nochmal für die bösartigen: man hat gewisse erfahrungswerte, was beim publikum ankommt und was nicht. dabei ist jedoch wesentlich: man kann sich täuschen, und zwar in jede richtung. die frage, die zu stellen ich versucht habe, lautet: soll man von künstlerisch, inhaltlich, politisch... wichtigen vorhaben von vorneherein absehen, wenn es eine gewisse wahrscheinlichkeit, dass sie nicht ankommen? ich sage nicht: «nein» und «auf keinen fall», aber ich glaube, wenn man diese frage grundsätzlich mit «ja» beantwortet, dann kann man sich gleich verabschieden. und genau das passiert zusehends. (und deshalb finde ich treffend, was philipp schreibt.)
* ist mir schon klar, dass man sich sehr angreifbar macht, wenn man möglichst offen und differenziert und angesichts komplexer sachverhalten naturgemäss etwas verkürzt diskutiert – vor allem für jene, die nur auf der suche nach angriffsflächen sind.
* tatsächlich glaube ich, dass diskussionen zur verständigung oder wenigstens zur klärung von standpunkten beitragen können. und manchmal waren es nur gefechte...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>liebe marter,<br />
* ich habe doch gar nicht verlautbart, für wen ich dich halte&#8230;<br />
* schon seltsam, wenn man seinem diskussionspartner vorhält, dass er sich für einen zeit nimmt&#8230; – aber nur keine angst: wenn ich zehn, fünfzehn minuten eines langen tages dir widme, gehe weder ich verloren noch geht das neumarkt unter.<br />
* nein, wir planen nicht absichtlich produktionen, die keinen interessieren. also nochmal für die bösartigen: man hat gewisse erfahrungswerte, was beim publikum ankommt und was nicht. dabei ist jedoch wesentlich: man kann sich täuschen, und zwar in jede richtung. die frage, die zu stellen ich versucht habe, lautet: soll man von künstlerisch, inhaltlich, politisch&#8230; wichtigen vorhaben von vorneherein absehen, wenn es eine gewisse wahrscheinlichkeit, dass sie nicht ankommen? ich sage nicht: «nein» und «auf keinen fall», aber ich glaube, wenn man diese frage grundsätzlich mit «ja» beantwortet, dann kann man sich gleich verabschieden. und genau das passiert zusehends. (und deshalb finde ich treffend, was philipp schreibt.)<br />
* ist mir schon klar, dass man sich sehr angreifbar macht, wenn man möglichst offen und differenziert und angesichts komplexer sachverhalten naturgemäss etwas verkürzt diskutiert – vor allem für jene, die nur auf der suche nach angriffsflächen sind.<br />
* tatsächlich glaube ich, dass diskussionen zur verständigung oder wenigstens zur klärung von standpunkten beitragen können. und manchmal waren es nur gefechte&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: martha</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2007/06/07/neumarkt-frustrierter-direktor-packt-aus/comment-page-1/#comment-5867</link>
		<dc:creator>martha</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2007 19:12:26 +0000</pubDate>
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		<description>@dietmar seiler. ich bin nicht die person, die sie meinen. und ihre liebe suche ich nicht. aber lassen sie uns beim thema bleiben. sie planen also absichtlich produktionen wie &quot;körperzeit&quot;, bei denen es absehbar ist, dass sie nicht auf grosses interesse stossen? anders kann man die obigen zeilen nicht lesen. und das mit einem der bekanntesten und teuersten autoren der deutschen theaterszene? eieiei. ihre argumente entwickeln sich aus dem schreibfluss heraus.
kommunikationstechnisch interessant ist es, wie sich der chef-dramaturg des neumarkt-theaters in einem solchen blog verlieren kann! diese parallelrealitäten absorbieren doch sehr viel energie und trüben den blick auf die betriebsrealität. hätten sie sich nicht lieber ihren betrieb gekümmert, um ihre kunst, um ihre autoren und schauspieler, als auf solchen blogs zu fechten? ( damit sei nix gegen solche blogs gesagt, wohl aber gegen verführerische marthas, die einen in solche gefechte locken).  ich nehme nicht an, dass dieses gefecht hier eine ausnahme ist. gefechte wie diese waren wohl eher die betriebsrealität des theater neumarkts der letzten jahre. und damit wäre auch der öffentlichkeit ihre zurechtschreibeschrei der realität bewiesen und meine schuldigkeit der oeffentlichkeit gegenüber getan. 
 
@philippe meier. ich kann ihr gefühl gegenüber dem theater sehr gut verstehen: aber wichtig ist mir dieser immer folgender gedanke, wenn es um theater geht: theater sind eben nicht nur diese holzlatten, die die welt bedeuten. theater ist vielmehr eine haltung oder auch eine montagetechnik. es ist das spiel mit posen und imitierten haltungen, die, ineinandermontiert, neue haltungen ergeben (aber sie sind in kunsttheorie sicher versierter als ich). für mich ist aber sicher klar, dass theatralität  sehr sehr selten in den heutigen theaterhäusern vorkommt. dazu haben die schauspiel- und regiestudenten leider oft die falsche ausbildung genossen. eigentlich wäre theater sicher eine sehr lebendige und relevante kunstform. als eigene kunstgattung gibt es theater heute fast nicht mehr, zumindest nicht dort, wo gross THEATER drauf steht. theatralität als haltung ist viel mehr in anderen künsten zu finden, sicher auch auf kulturblogs, sicher auch in ihren wunderbaren zeilen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@dietmar seiler. ich bin nicht die person, die sie meinen. und ihre liebe suche ich nicht. aber lassen sie uns beim thema bleiben. sie planen also absichtlich produktionen wie &#8220;körperzeit&#8221;, bei denen es absehbar ist, dass sie nicht auf grosses interesse stossen? anders kann man die obigen zeilen nicht lesen. und das mit einem der bekanntesten und teuersten autoren der deutschen theaterszene? eieiei. ihre argumente entwickeln sich aus dem schreibfluss heraus.<br />
kommunikationstechnisch interessant ist es, wie sich der chef-dramaturg des neumarkt-theaters in einem solchen blog verlieren kann! diese parallelrealitäten absorbieren doch sehr viel energie und trüben den blick auf die betriebsrealität. hätten sie sich nicht lieber ihren betrieb gekümmert, um ihre kunst, um ihre autoren und schauspieler, als auf solchen blogs zu fechten? ( damit sei nix gegen solche blogs gesagt, wohl aber gegen verführerische marthas, die einen in solche gefechte locken).  ich nehme nicht an, dass dieses gefecht hier eine ausnahme ist. gefechte wie diese waren wohl eher die betriebsrealität des theater neumarkts der letzten jahre. und damit wäre auch der öffentlichkeit ihre zurechtschreibeschrei der realität bewiesen und meine schuldigkeit der oeffentlichkeit gegenüber getan. </p>
<p>@philippe meier. ich kann ihr gefühl gegenüber dem theater sehr gut verstehen: aber wichtig ist mir dieser immer folgender gedanke, wenn es um theater geht: theater sind eben nicht nur diese holzlatten, die die welt bedeuten. theater ist vielmehr eine haltung oder auch eine montagetechnik. es ist das spiel mit posen und imitierten haltungen, die, ineinandermontiert, neue haltungen ergeben (aber sie sind in kunsttheorie sicher versierter als ich). für mich ist aber sicher klar, dass theatralität  sehr sehr selten in den heutigen theaterhäusern vorkommt. dazu haben die schauspiel- und regiestudenten leider oft die falsche ausbildung genossen. eigentlich wäre theater sicher eine sehr lebendige und relevante kunstform. als eigene kunstgattung gibt es theater heute fast nicht mehr, zumindest nicht dort, wo gross THEATER drauf steht. theatralität als haltung ist viel mehr in anderen künsten zu finden, sicher auch auf kulturblogs, sicher auch in ihren wunderbaren zeilen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: philipp meier</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2007/06/07/neumarkt-frustrierter-direktor-packt-aus/comment-page-1/#comment-5858</link>
		<dc:creator>philipp meier</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2007 14:52:29 +0000</pubDate>
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		<description>ah..., genau..., da ging es ja auch noch um etwas anderes: musical vs. (ja..., vs. was eigentlich...?) vs. knochentrockene gehirndehnübungen? vs. intellektuelles rumgeturne? eigentlich dürfte ich hier gar nicht mitreden(-schreiben), denn ich halte bekanntlich ja eh nichts vom theater (diese verdammte letztjahrhundertrige guckkastenscheisse kann mir gestohlen bleiben;)). die dadaisten haben den inhalt auf der bühne demontiert...; und wir sollten nun eigentlich längst die bühnen als solches demontiert haben. so gesehen ist diese diskussion eh irrelevant. wenn ich mich trotzdem zum guckkasteninhalt äussern soll/darf/muss, dann folgendes: weder besucherzahlen noch sexyness stehen für qualität. gut ist, was nicht stört? diese stadt ist infisziert von «xxx, was nicht stört». wenn leere theatersääle stören, dann interessiert mich das. letztendlich würde ich dann aber doch am liebsten den theatersaalleerern zurufen: bringt die kunst zu den leuten und nicht die leute zur kunst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ah&#8230;, genau&#8230;, da ging es ja auch noch um etwas anderes: musical vs. (ja&#8230;, vs. was eigentlich&#8230;?) vs. knochentrockene gehirndehnübungen? vs. intellektuelles rumgeturne? eigentlich dürfte ich hier gar nicht mitreden(-schreiben), denn ich halte bekanntlich ja eh nichts vom theater (diese verdammte letztjahrhundertrige guckkastenscheisse kann mir gestohlen bleiben;)). die dadaisten haben den inhalt auf der bühne demontiert&#8230;; und wir sollten nun eigentlich längst die bühnen als solches demontiert haben. so gesehen ist diese diskussion eh irrelevant. wenn ich mich trotzdem zum guckkasteninhalt äussern soll/darf/muss, dann folgendes: weder besucherzahlen noch sexyness stehen für qualität. gut ist, was nicht stört? diese stadt ist infisziert von «xxx, was nicht stört». wenn leere theatersääle stören, dann interessiert mich das. letztendlich würde ich dann aber doch am liebsten den theatersaalleerern zurufen: bringt die kunst zu den leuten und nicht die leute zur kunst.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: dietmar seiler</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2007/06/07/neumarkt-frustrierter-direktor-packt-aus/comment-page-1/#comment-5854</link>
		<dc:creator>dietmar seiler</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2007 12:34:28 +0000</pubDate>
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		<description>liebe martha!
(ich nehme dich gerne weiterhin so, wie du dich gibst, aber weil mir schon auch die ganze zeit klar ist, dass wir uns kennen, gehe ich mal zum vertraulicheren du über...)
* matthias hartmann ist kein &quot;vergleichsbeispiel&quot; – ich habe nur eine aussage von ihm zitiert, die etwas auf den punkt bringt. (lieber hätte ich natürlich so getan, als stamme der satz von mir, aber ich bin halt schon gut erzogen...) und distanzieren muss ich mich von matthias hartmann auch nur dort, wo mir – siehe oben – vorgeworfen wird, wir würden ihn imitieren. matthias hartmann macht seine sache, und wir machen unsere sache, und ob dahinter auch verschiedene auffassungen von theater stehen, ist hier noch nicht mal das thema.
* ich habe nichts gegen musiktheater. im gegenteil. (und wenn ich jetzt noch dazusagte, dass ich manche musiktheater-formen wesentlich interessanter finde als sprechtheater, dann würde dir dazu sicher ein ganz genialer vorwurf einfallen. also lasse ich es und sage nur: musiktheater ist geil! sprechtheater ist noch viel geiler!)
* ich bin nicht stolz auf flops. und &quot;körperzeit&quot; ist übrigens ein gutes beispiel. die produktion kam schon ganz anders zustande, als du uns unterstellst. da war keine art von werbestrategie dahinter, sondern der regisseur schlug uns einfach vor, diese geschichte auf die bühne zu bringen, und wir waren begeistert, weil diese karge geschichte unserer meinung nach wesentliche rätsel menschlicher existenz zu fassen kriegt. oder um es noch pathetischer zu sagen: ich glaube, dass wir zeitgenossen die auseinandersetzung mit dem, worum es in &quot;körperzeit&quot; geht (trauer, erinnerung und langsamkeit), bitter nötig haben. deswegen hätten wir dieses projekt auch gemacht, wenn es von einer unbekannten autorin namens martha gekommen wäre (und das gilt sowohl für den ursprünglichen roman wie auch für die stückfassung).
und ich glaube, dass die produktion den künstlerischen anspruch auch eingelöst hat: sie macht (um ein wenig mit deinen worten zu sprechen) utopische freiräume sichtbar und gibt hoffnung. was für mich auch heisst: über diese produktion reden nur mit dem ständigen gedanken im kopf, dass wir de facto nicht hier und nicht anderswo in der besten aller möglichen welten leben. (und damit du mir nicht unterstellst, das wären jetzt nur ausreden: auch kritiker und zuseher nahmen das so wahr; kannst du auf unserer website nachlesen.)
* &quot;körperzeit&quot; war aber jedenfalls auch sperrig und spröde – und damit für viele enorm anspruchsvoll. es war absehbar, dass der abend nicht auf enormes interesse stösst (auch wenn man sich das natürlich immer wünscht und mit aller kraft darauf hinarbeitet). man kann also die konsequenz ziehen und sagen: solche produktionen darf es nicht geben! oder man kann zur kenntnis nehmen, wie sehr sich menschen berühren lassen können und die frage stellen, ob es solche abende nicht AUCH geben MUSS (neben anderen, die gut und sehr gut verkauft sind). und darum geht es mir. (und manchmal erlebt man ja auch überraschungen: wie oft hat man mir nicht ins gewissen geredet, valère novarinas &quot;der rote ursprung&quot; auf keinen fall zu wagen – und dann wurde die produktion ein totaler erfolg...)
* damit will ich nicht sagen, dass es nicht auch bunt und laut und nachdenklich und grinsend und brennend und riechend und swingend und waghalsig zugehen darf und soll. aber manchmal muss ohrenbetäubend leise nachgedacht werden. es wird genug geschrieen.
* ich habe mit keinem wort gesagt, dass texte von glarner, meister, luxinger irgendwelchen qualitativen anforderungen nicht gerecht werden – bitte nachlesen! ich habe nur ganz allgemein festgestellt, dass auftragsstücke auch aus qualitativen gründen abgelehnt werden können. hätte ich das nicht gesagt, hättest du mir wahrscheinlich vorgeworfen, qualität wäre kein thema bei uns...
* ich liebe autoren. ich liebe auch die zuschauer, die regisseure, die bühnenbildner, die kostümbildner, die musiker, die schauspieler, die mitarbeiter des hauses (und alle genannten gruppen jeweils auch in der weiblichen form... :–) ). und ich liebe auch dich, liebe martha.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>liebe martha!<br />
(ich nehme dich gerne weiterhin so, wie du dich gibst, aber weil mir schon auch die ganze zeit klar ist, dass wir uns kennen, gehe ich mal zum vertraulicheren du über&#8230;)<br />
* matthias hartmann ist kein &#8220;vergleichsbeispiel&#8221; – ich habe nur eine aussage von ihm zitiert, die etwas auf den punkt bringt. (lieber hätte ich natürlich so getan, als stamme der satz von mir, aber ich bin halt schon gut erzogen&#8230;) und distanzieren muss ich mich von matthias hartmann auch nur dort, wo mir – siehe oben – vorgeworfen wird, wir würden ihn imitieren. matthias hartmann macht seine sache, und wir machen unsere sache, und ob dahinter auch verschiedene auffassungen von theater stehen, ist hier noch nicht mal das thema.<br />
* ich habe nichts gegen musiktheater. im gegenteil. (und wenn ich jetzt noch dazusagte, dass ich manche musiktheater-formen wesentlich interessanter finde als sprechtheater, dann würde dir dazu sicher ein ganz genialer vorwurf einfallen. also lasse ich es und sage nur: musiktheater ist geil! sprechtheater ist noch viel geiler!)<br />
* ich bin nicht stolz auf flops. und &#8220;körperzeit&#8221; ist übrigens ein gutes beispiel. die produktion kam schon ganz anders zustande, als du uns unterstellst. da war keine art von werbestrategie dahinter, sondern der regisseur schlug uns einfach vor, diese geschichte auf die bühne zu bringen, und wir waren begeistert, weil diese karge geschichte unserer meinung nach wesentliche rätsel menschlicher existenz zu fassen kriegt. oder um es noch pathetischer zu sagen: ich glaube, dass wir zeitgenossen die auseinandersetzung mit dem, worum es in &#8220;körperzeit&#8221; geht (trauer, erinnerung und langsamkeit), bitter nötig haben. deswegen hätten wir dieses projekt auch gemacht, wenn es von einer unbekannten autorin namens martha gekommen wäre (und das gilt sowohl für den ursprünglichen roman wie auch für die stückfassung).<br />
und ich glaube, dass die produktion den künstlerischen anspruch auch eingelöst hat: sie macht (um ein wenig mit deinen worten zu sprechen) utopische freiräume sichtbar und gibt hoffnung. was für mich auch heisst: über diese produktion reden nur mit dem ständigen gedanken im kopf, dass wir de facto nicht hier und nicht anderswo in der besten aller möglichen welten leben. (und damit du mir nicht unterstellst, das wären jetzt nur ausreden: auch kritiker und zuseher nahmen das so wahr; kannst du auf unserer website nachlesen.)<br />
* &#8220;körperzeit&#8221; war aber jedenfalls auch sperrig und spröde – und damit für viele enorm anspruchsvoll. es war absehbar, dass der abend nicht auf enormes interesse stösst (auch wenn man sich das natürlich immer wünscht und mit aller kraft darauf hinarbeitet). man kann also die konsequenz ziehen und sagen: solche produktionen darf es nicht geben! oder man kann zur kenntnis nehmen, wie sehr sich menschen berühren lassen können und die frage stellen, ob es solche abende nicht AUCH geben MUSS (neben anderen, die gut und sehr gut verkauft sind). und darum geht es mir. (und manchmal erlebt man ja auch überraschungen: wie oft hat man mir nicht ins gewissen geredet, valère novarinas &#8220;der rote ursprung&#8221; auf keinen fall zu wagen – und dann wurde die produktion ein totaler erfolg&#8230;)<br />
* damit will ich nicht sagen, dass es nicht auch bunt und laut und nachdenklich und grinsend und brennend und riechend und swingend und waghalsig zugehen darf und soll. aber manchmal muss ohrenbetäubend leise nachgedacht werden. es wird genug geschrieen.<br />
* ich habe mit keinem wort gesagt, dass texte von glarner, meister, luxinger irgendwelchen qualitativen anforderungen nicht gerecht werden – bitte nachlesen! ich habe nur ganz allgemein festgestellt, dass auftragsstücke auch aus qualitativen gründen abgelehnt werden können. hätte ich das nicht gesagt, hättest du mir wahrscheinlich vorgeworfen, qualität wäre kein thema bei uns&#8230;<br />
* ich liebe autoren. ich liebe auch die zuschauer, die regisseure, die bühnenbildner, die kostümbildner, die musiker, die schauspieler, die mitarbeiter des hauses (und alle genannten gruppen jeweils auch in der weiblichen form&#8230; :–) ). und ich liebe auch dich, liebe martha.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: philipp meier</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2007/06/07/neumarkt-frustrierter-direktor-packt-aus/comment-page-1/#comment-5845</link>
		<dc:creator>philipp meier</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jun 2007 09:22:22 +0000</pubDate>
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		<description>heyssa..., wie mir das hier gefällt! 
da kann ein(e) martha voller feuer und energie satz an satz reihen, um dann doch ziemlich simpel damit zu schliessen, dass er/sie doch einfach nur so richtig ganz dicke fest geliebt werden möchte. 
@dietmar/w.reiter: wir schweizer haben grosse mühe, wenn wir offen(oder gar öffentlich) kritisiert werden. wir haben eben dann das gefühl, dass wir nicht geliebt werden. ich weiss jedoch auch, dass dies ein missverständnis ist. es gab in der schweiz mal grosse intellektuelle, die das kleine land mit den engen bergtälern und den viele gefängniswärtern liebten..., und trotzdem, oder eben gerade deshalb, kritisierten. wir sollten wieder lernen, dass kritik äussern ein liebesbeweis ist. dann müssten wir uns auch nicht hinter pseudonymen verstecken...;)))</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>heyssa&#8230;, wie mir das hier gefällt!<br />
da kann ein(e) martha voller feuer und energie satz an satz reihen, um dann doch ziemlich simpel damit zu schliessen, dass er/sie doch einfach nur so richtig ganz dicke fest geliebt werden möchte.<br />
@dietmar/w.reiter: wir schweizer haben grosse mühe, wenn wir offen(oder gar öffentlich) kritisiert werden. wir haben eben dann das gefühl, dass wir nicht geliebt werden. ich weiss jedoch auch, dass dies ein missverständnis ist. es gab in der schweiz mal grosse intellektuelle, die das kleine land mit den engen bergtälern und den viele gefängniswärtern liebten&#8230;, und trotzdem, oder eben gerade deshalb, kritisierten. wir sollten wieder lernen, dass kritik äussern ein liebesbeweis ist. dann müssten wir uns auch nicht hinter pseudonymen verstecken&#8230;;)))</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wolfgang Reiter</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2007/06/07/neumarkt-frustrierter-direktor-packt-aus/comment-page-1/#comment-5839</link>
		<dc:creator>Wolfgang Reiter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2007 21:44:02 +0000</pubDate>
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		<description>@ „Martha“, alias Samuel Schwarz, kommt doch endlich aus der Deckung! Du hast am Neumarkt (in der Regie deiner Frau, die bis Ende der Saison bei uns im Ensemble ist) die Schillersche Elisabeth als wunderbare Drag-Queen gespielt. Jetzt kannst du deine Rolle wieder ablegen. Du bist doch – um Unterschied zu sehr vielen deiner Kollegen - dafür bekannt, offen deine Meinung zu sagen. Dann lass uns doch auch diese Diskussion ohne Pseudonym-Schild ausfechten. Wenn du aus der Deckung kommst, lieber Sam, bin ich dazu bereit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ „Martha“, alias Samuel Schwarz, kommt doch endlich aus der Deckung! Du hast am Neumarkt (in der Regie deiner Frau, die bis Ende der Saison bei uns im Ensemble ist) die Schillersche Elisabeth als wunderbare Drag-Queen gespielt. Jetzt kannst du deine Rolle wieder ablegen. Du bist doch – um Unterschied zu sehr vielen deiner Kollegen &#8211; dafür bekannt, offen deine Meinung zu sagen. Dann lass uns doch auch diese Diskussion ohne Pseudonym-Schild ausfechten. Wenn du aus der Deckung kommst, lieber Sam, bin ich dazu bereit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: martha</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2007/06/07/neumarkt-frustrierter-direktor-packt-aus/comment-page-1/#comment-5835</link>
		<dc:creator>martha</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2007 19:15:50 +0000</pubDate>
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		<description>@dietmar seiler. ich bleibe bei der polemik. dies ist doch auch das forum dafür. unfair werde ich nicht. komischerweise holen sie dann doch matthias hartmann als vergleichsbeispiel herbei, aber nur, wenn es ihnen in den kram passt.  kurz vorher wollten sie noch unbedingt eigene fehler machen wollen. und: was soll diese arroganz gegenüber dem musiktheater? sind sie etwa stolz auf ihre flops wie &quot;körperzeit&quot;, die mit dem populären kokettieren, es aber nicht schaffen, mehr leute anzuziehen ( ich sass in einer vorstellung mit sechs leuten).  für &quot;körperzeit&quot; wurde übrigens genau nach den von ihnen geschmähten marktwirtschaftlichen prinzipien für viel viel geld ein starautor mit einem hohem virtuellen ranking eingeflogen ( wie man das in der werbung macht).  ist das nun die art stück, die ihren anscheinend so hohen qualitativen anforderungen gerecht  wird? anforderungen, denen die texte  glarner, meister, luxinger nicht gerecht wurden? . ich finde, sie reden sich völlig heraus. niemand will, dass das theater durchökonomisiert wird. im gegenteil. die leute suchen nach utopien, nach freien denkräumen, nach kühnen würfen. wenn sie das nun nicht im neumarkt, sondern mehr beim musical finden, ist das nicht die schuld dieser leute. die zuschauer wollen haltungen sehen. die zuschauer wollen mit etwas konfrontiert werden, das irgendwie mit ihnen zu tun hat, mit etwas das brennt, mit etwas das schnauft, mit etwas, das riecht, mit etwas, das swingt, mit etwas, das über sich selber nachdenkt, mit etwas, das tanzt.  dazu braucht es handwerk. auch autorenhandwerk.  sie müssen das, was das hechplatztheater an farbigkeit und lustigkeit bietet mit waghalsigen gedanken oder poesie toppen! niemand will, dass im neumarkt gesteppt wird und gegrinst. aber es muss öffentlich gedacht werden! und zwar so, dass man es auch mal hört.  sie müssen die autoren lieben, herr seiler! so fest, dass diese gute texte schreiben für sie. diesem thema sollten sie nicht ausweichen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@dietmar seiler. ich bleibe bei der polemik. dies ist doch auch das forum dafür. unfair werde ich nicht. komischerweise holen sie dann doch matthias hartmann als vergleichsbeispiel herbei, aber nur, wenn es ihnen in den kram passt.  kurz vorher wollten sie noch unbedingt eigene fehler machen wollen. und: was soll diese arroganz gegenüber dem musiktheater? sind sie etwa stolz auf ihre flops wie &#8220;körperzeit&#8221;, die mit dem populären kokettieren, es aber nicht schaffen, mehr leute anzuziehen ( ich sass in einer vorstellung mit sechs leuten).  für &#8220;körperzeit&#8221; wurde übrigens genau nach den von ihnen geschmähten marktwirtschaftlichen prinzipien für viel viel geld ein starautor mit einem hohem virtuellen ranking eingeflogen ( wie man das in der werbung macht).  ist das nun die art stück, die ihren anscheinend so hohen qualitativen anforderungen gerecht  wird? anforderungen, denen die texte  glarner, meister, luxinger nicht gerecht wurden? . ich finde, sie reden sich völlig heraus. niemand will, dass das theater durchökonomisiert wird. im gegenteil. die leute suchen nach utopien, nach freien denkräumen, nach kühnen würfen. wenn sie das nun nicht im neumarkt, sondern mehr beim musical finden, ist das nicht die schuld dieser leute. die zuschauer wollen haltungen sehen. die zuschauer wollen mit etwas konfrontiert werden, das irgendwie mit ihnen zu tun hat, mit etwas das brennt, mit etwas das schnauft, mit etwas, das riecht, mit etwas, das swingt, mit etwas, das über sich selber nachdenkt, mit etwas, das tanzt.  dazu braucht es handwerk. auch autorenhandwerk.  sie müssen das, was das hechplatztheater an farbigkeit und lustigkeit bietet mit waghalsigen gedanken oder poesie toppen! niemand will, dass im neumarkt gesteppt wird und gegrinst. aber es muss öffentlich gedacht werden! und zwar so, dass man es auch mal hört.  sie müssen die autoren lieben, herr seiler! so fest, dass diese gute texte schreiben für sie. diesem thema sollten sie nicht ausweichen!</p>
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