Film
9. August 2007
Samirs Streit mit Andrea Staka
Letztes Jahr gewann Andrea Staka mit “Das Fräulein” in Locarno den Goldenen Leoparden. Ein grosser Erfolg auch für ihren Produzenten, den Filmemacher Samir mit seiner Produktionsfirma Dschoint Ventschr. In der letzten SonntagsZeitung wurde Samir gefragt, weshalb es kein neues Projekt für Staka gebe. Samir:
“Ich habe Andrea Staka schon vor den Dreharbeiten zum ‘Fräulein’ Vorschläge gemacht. Aber Autorenfilmer sind kreative Leute, die ihre eigenen Vorstellungen davon haben, wie und wann sie ihre Filme machen wollen. Das sind keine Roboter.”
Vor allem haben sie ihre eigenen Vorstellungen davon, wie und wann sie bezahlt werden wollen. Von Andrea Staka war gemäss Bund in Locarno folgendes zu vernehmen:
“Als ich ein Honorar verlangte, wurde ich abgewiesen. Seither verkehren meine Produzenten [also Samir] und ich über Anwälte.”
Sie verkehren nur noch über Anwälte miteinander? Und ich dachte, das gibts nur im Film.
unkultur schrieb:
“…Das sind keine Roboter” – eine interessante Aussage. Einerseits muss man es als Kompliment an sie auffassen; andererseits enthüllt es, mit was für Leuten er am liebsten zusammenarbeiten würde.
Geschrieben am 10. August 2007 um 07:43Uhr | Permalink
rb schrieb:
Fairerweise muss man anfügen, dass diese Aussage («Das sind keine Roboter») hier etwas aus dem Zusammenhang gerissen ist. Im Interview ging es um Vorwürfe von BAK-Filmchef Nicolas Bideau an Samir, da Staka noch kein neues Projekt vorliegen habe. Der nächste Satz von Samir lautet entsprechend: «Bideaus Vorwürfe sind bloss ein Ausdruck von Ignoranz.» – Was natürlich noch lange nicht heissen muss, dass Samir nicht gerne mit (billigen) Robotern zusammenarbeiten würde…
Geschrieben am 10. August 2007 um 09:01Uhr | Permalink
unkultur schrieb:
Aha. Dann sieht’s natürlich wieder ganz anders aus! So kann man den Leuten unbeabsichtigt das Wort im Mund umdrehen.
Geschrieben am 10. August 2007 um 10:15Uhr | Permalink
isra schrieb:
Auch filmreife Konflikte des Alltags spielen sich auf SFDRS Film Niveau ab: unterhaltsam und mässig nachhaltig.
Geschrieben am 4. Oktober 2007 um 21:57Uhr | Permalink