Politik
26. September 2007
Kölner Plakatverbot: Zürich als Vorbild?

Die Stadt Köln verbietet dem örtlichen Schauspiel mit einem Plakat zu werben, auf dem eine gefesselte Frau abgebildet ist (Bild links). Es sei gewaltvererrlichend, befand der Kulturdezernent.
Zuletzt haben wir ähnliches in Zürich erlebt. Sowohl bei den RAF-T-shirts aus dem Cabaret Voltaire wie beim Plakat zur Fascho-Ausstellung in der Roten Fabrik intervenierte die Politik und forderte einen Rückzug. Zwar kam es nicht wie in Köln zu einem Verbot, dies vielleicht darum, weil in Zürich die Kulturinstitutionen nach ersten Warnungen zumindest teilweise einlenkten.
Wer weiss, vielleicht haben die Interventionen des Zürcher Präsidialdepartements die Kölner zu ihrem Schritt inspiriert. Das währe wahrlich kein Grund, stolz zu sein.
Zum Thema:
Plakatstreit: Hoby als allmächtige Instanz
Cabaret Voltaire: Keine RAF-T-shirts mehr
_* schrieb:
wenn es denn so wäre: die kölner hätten etwas genauer hinschauen sollen…; denn die zürcher gehen da eine spur subtiler vor…; böse zungen nennen ein solches vorgehen auch «repressive toleranz» (o.s.ä.)
Geschrieben am 27. September 2007 um 15:24Uhr | Permalink