Musik, Politik


Klassik-Subventionen: Freundschaftsdienst an die Banken

Zürich steckt in der Klassik-Falle. Das Kammerorchester braucht viel zusätzliches Geld, ansonsten muss es schliessen, und auch die Tonhalle-Musiker wollen höhere Löhne, was bei über 100 Musikern nicht billig wird. Warum nimmt die Stadt diese Investitionen auf sich, obwohl die Zuschauerzahlen im klassischen Konzertbetrieb kontinuierlich sinken und selbst Persönlichkeiten wie Gérard Mortier, Direktor der Pariser Oper, finden, diese Kunstform gehöre abgeschafft? Die Antwort könnte hier liegen:
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Die Banken lieben die Klassik als Werbesujet und als Kulisse für Kundenevents. Klassische Musik tut niemandem weh und die Form einer Geige oder eines Flügels ist zugegebenermassen sehr ästhetisch. Die starken Subventionserhöhungen für die Klassische Musik dürfen durchaus auch als Freundschaftsdienst der Stadt an den Bankenplatz verstanden werden.

Zum Thema:
Kulturleitbild: Klassische Musik grösster Profiteur

Kommentare (2) zu “Klassik-Subventionen: Freundschaftsdienst an die Banken”

  1. unkultur schrieb:

    Genau. Gerade grossen, international ausgerichteten Firmen in Zürich liegt viel an den “Leuchttürmen” als Garant für die Standortattraktivität. Naheliegend wäre es doch, diesen finanzkräftigen Selbstvermarktungs-Giganten einen bedeutend grösseren Anteil an den für sie attraktiven Leuchttürmen zu überlassen und dafür den Strahl der öffentlichen Förderung stärker auf kleinere Projekte zu richten.

  2. Play schrieb:

    Wie immer scharf und witzig beobachtet und auf den Punkt gebracht. Daher mal ein dickes Lob. Kulturblog gehört zu meinen täglichen Must-reads. Weiter so:-)