Kunst/Museen
2. November 2007
Migros Museum: Schlingensiefs Leben kompakt

Es wirkt, als habe Christoph Schlingensief seinen gesamten künstlerischen und privaten Werdegang in das Migros Museum für Gegenwartskunst gesteckt. Da sind Filme von seiner Kindheit, Erinnerungen an den verstorbenen Vater, Teile von Bühnenbildern, Fotos früherer Aktionen — und das alles mehrfach überblendet, geschnitten und in einen Endlosloop gebracht. Die Installationen mit den Unmengen an einfach zusammengeflickten Elementen erinnern sehr an die Räume Thomas Hirschhorns.
Ganz ruhig, als wäre er in Zürich nie vor Ärger krank geworden, führte er heute die Presseleute durch die Ausstellung. Nachdem Schlingensief am Dienstag im Cabaret Voltaire auf eher peinliche Weise seine Mutter blossgestellt hatte, so ist hier ein starker Schlingensief zu sehen. Einer, der die Grenzen der Kunstgattungen, von Anfang und Ende, von Kunst und Nichtkunst auflöst. Hingehen.
Zum Thema:
Christoph Schlingensief in der Dada-Gemeinde
Johanna schrieb:
Schlingensief-Erkrankung – Truman-Show
Ich weine dem rechten Unterdrücker Christoph Schlingensief und Ausbeuter der Ideen anderer (Johnny de Brest z.B.) keine Träne nach. Burn Christoph Burn! Auf so einen Gott kann man gut verzichten. Aber leider: Ist eh alles ein Riesenschwindel mit seiner Erkrankung!
Geschrieben am 18. August 2008 um 18:48Uhr | Permalink
Kulturmanagement schrieb:
Ihr Kommentar ist geschmacklos und beleidigend.
Ich beneide die Schweiz um diese wunderbare Ausstellung.
Geschrieben am 27. August 2008 um 11:38Uhr | Permalink
/sms ;-) schrieb:
der schlingel von seiner mutter blossgestellt? wow :-)
Geschrieben am 31. August 2008 um 19:05Uhr | Permalink