Bühne


Opernhaus: Beratungsfirma bereitet Nach-Pereira-Zeit vor

Der Kanton hat die Münchner Beratungsfirma actori beigezogen, um “Langzeitperspektiven für das Opernhaus zu erarbeiten” (Pressemitteilung). Actori ist unter anderem bei der Münchner Staatsoper für das Sponsoring zuständig. Zwei Dinge werden dadurch deutlich:
1. Der Kanton bemüht sich frühzeitig (bzw. rechtzeitig) die Nach-Pereira-Zeit vorzubereiten. Was vor allem heisst: Pereira kann sich nicht sicher sein, dass sein 2011 auslaufender Vertrag verlängert wird — obwohl er bereits angedeutet hat, dass er gerne weiter machen würde. Man darf gespannt sein, ob es der Kanton dann tatsächlich wagen wird, Alexander Pereira gegen den Widerstand der vereinigten Goldküste abzusetzen.
2. Der Kanton macht sich vor allem Sorgen um finanzielle Belange. Die Beratungsfirma soll denn auch verschiedene Finanzierungsmodelle erarbeiten. Mindestens ebenso wichtig wäre die Frage ‘Wofür soll das Opernhaus in Zukunft stehen?’ Das Blöde daran: Die Beantwortung dieser Frage kann nicht outgesourct werden.

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