Bühne
5. November 2007
Schauspielhaus: Vom Verschieben
Zu Beginn der Direktion Christoph Marthaler am Schauspielhaus mussten dauernd Premieren verschoben werden, da man sich in der Planung verrechnet hatte — was mit ein Grund für den Abonnentenexodus war. Und Matthias Hartmann muss in dieser Saison schon zum zweiten Mal die Anfangszeit eines Stücks kurzfristig vorverschieben, bzw. eine fixe Anfangszeit festlegen. “The Defenders” von William Forsythe war ursprünglich als Installation mit durchgehendem Einlass gedacht, ist nun aber ein Stück mit klarem Anfang und Ende.
Im Gegensatz zum “Sommernachtstraum”, als die Anfangszeit um 30 Minuten vorverlegt wurde, hat diesmal die Kommunikation gut geklappt, an der Premiere von gestern kam kaum jemand zu spät. Und auch sonst: Kunst ist nun mal nicht zu 100 Prozent planbar — und das ist gut so.
-> An der Stelle noch der Hinweis auf eine laufende Diskussion über Matthias Hartmann am Schauspielhaus.
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