Bühne, Sonstiges


Euro 08: Kultur-Aristokratie gegen Fussball-Pöbel

Opernhaus-Intendant Alexander Pereira befürchtet, dass seine Zuschauer während der EM durch die grölenden Fussballfans vor seinem Palast gestört werden könnten. “Wenn so viele Leute auf einem zu kleinen Platz herumtrampeln, gibt es das absolute Chaos”, wird er im Tages-Anzeiger zitiert.
Die Wiener Kultur-Aristokratie ist mit demselben Problem konfrontiert. In der österreichischen Hauptstadt ist eine Fanmeile direkt vor dem Burgtheater vorgesehen, Intendant Klaus Bachler fordert ein Ausweichquartier.
Dass die Theater ihr Programm der EM anpassen, kommt offenbar nicht in Frage – eine solche Flexibilität wäre für Kulturleute etwas zu viel verlangt. Wer nun voreilig ob deren Arroganz den Kopf schüttelt, der sollte sich zumindest bewusst sein: ausserhalb der EM sind sowohl in Wien wie in Zürich die Theatergänger gegenüber den Fussballbesuchern in der Mehrzahl.

Zum Thema:
Zürich: Theater beliebter als Fussball

Kommentar (1) zu “Euro 08: Kultur-Aristokratie gegen Fussball-Pöbel”

  1. rb schrieb:

    Nachtrag: Auch die Nachrichtenagentur SDA schreibt kulturblog.ch ab liest kulturblog.ch.