Bühne, Sonstiges


Opernhaus: Minigewinne mit System

Das Opernhaus hat heute seine Zahlen (pdf) für die Spielzeit 2006/07 präsentiert, alles scheint so ziemlich stabil — ausser, dass endlich der hässliche Internetauftritt erneuert wurde.
Auffallend ist wieder einmal der kleine Gewinn: Fr. 63′000 bei einem Umsatz von rund 130 Millionen. Solche “Schwarze Nullen” haben im Opernhaus System. Hier die Gewinne der letzten vier Jahre (ältere Zahlen habe ich nicht gefunden):

06/07: 63’000
05/06: 23’000
04/05: 184’000
03/04: 34’000

In den letzten Jahren gab es zwischen Aufwand und Ertrag also eine maximale Abweichung von 0,15 Prozent. Kreative Buchaltung?
Jedenfalls: Solche Zahlen sind auch bei andern Kulturinstitutionen eher die Regel als die Ausnahme. Mit knapp positiven Zahlen kann man erstens sagen, dass man verantwortungsbewusst mit dem Geld umgeht und zweitens, dass man am Limit arbeitet und dringend mehr Geld braucht. Alexander Pereira und sein kaufmännischer Leiter Otto Grosskopf verstehen dieses Spiel besonders gut. Das Schauspielhaus hatte damit schon mehr Mühe: Anfang Jahr waren die Verrenkungen in der Buchführung grosses Thema in der Presse.

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