Kunst/Museen


Kunstszene Zürich: Mitmachen ist alles

Foto rb
Alle können mitmachen. Das ist im Internet mit den Blogs der Fall, und das ist auch bei der Kunstszene Zürich so. Wer will, kann dort seine Werke präsentieren, eine Selektion gibt es nicht. Und wie bei Blogs gilt auch für die Kunstszene Zürich: Die wenigen Perlen herauszufinden ist zeitaufwändig. Ein Künstler im Sektor 1 der Toni-Molkerei hat dieses Mitmachprinzip am besten verstanden — und gleich in sein Werk aufgenommen. An seinem Stand liegen Malutensilien und Klebstoff bereit, die Besucher können seine Arbeit gleich weiterführen.
Die meisten Werke aber kann man sich höchstens im Flur eines Kirchgemeindehauses vorstellen. Ist dieses Ausstellungsprinzip deshalb schlecht? Nein. Genausowenig wie Blogs schlecht sind, nur weil die meisten von ihnen nicht der Rede wert sind (wobei ja jeder hofft, selber nicht zu dieser Mehrheit zu gehören…).
Und weils hier ums Mitmachen geht, ist oben nicht ein Bild eines Kunstwerks angefügt, sondern eines der unübersehbaren Toilettenwagen vor dem Eingang zur Ausstellung.

Kommentare (3) zu “Kunstszene Zürich: Mitmachen ist alles”

  1. rittiner & gomez schrieb:

    nun gut wir leben in einem kirchgemeindehaus und wir sind stolz auf die kunstwerke die an unseren wänden sind. wir haben aber auch nicht das gefühl, sie wären besser als in anderen häusern.
    die idee des kunstmarktes finden wir sehr gut, auch an der art basel muss man die perlen suchen.

  2. rb schrieb:

    Sie haben recht mit der Art Basel. Wobei die Leute dort in erster Linie nicht nach einer Perle suchen, sondern nach der Preisetikette…

  3. gruppe edvard kunz schrieb:

    Jeder Mensch ist ein Künstler.