Bühne


Theater verdienen an Streiks

Der Streik an der Pariser Oper ist zu Ende, offiziell sollen die 17 ausgefallenen Vorstellungen ein Loch von 3,2 Millionen Euro in die Kassen gerissen haben. Wahrscheinlich handelt es sich hier aber nur um Einnahmeausfälle und nicht um einen Verlust. Denn: bei hochsubventionierten Theatern sind die durch einen Streik gesparten Lohnkosten in der Regel weit höher als die Einnahmeausfälle von der Billettkasse. Die Haupteinnahmen sind die Zuschüsse vom Staat – und die fliessen auch dann, wenn Vorstellungen ausfallen. Ein Streik bedeutet für ein Theater in der Regel ein finanzieller Gewinn — das war auch beim Schauspielhaus-Streik vor der Fall, nur wollte dies öffentlich niemand zugeben.
Dies soll aber keinesfalls ein Aufruf zum Streik sein, Theater sind da, um Theater zu machen und nicht, um mit ausgefallenen Vorstellungen Geld zu sparen.

Kommentar (1) zu “Theater verdienen an Streiks”

  1. Lukrezia Pistol schrieb:

    Eine kleine Anregung zu diesem Thema: Auf http://www.youtube.com/400asa kann man sich über streikende Schauspieler amüsieren. Ein “Must” für alle Soap- Fans!