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	<title>Kommentare zu: Aus für Schiffbau Halle</title>
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	<description>Das war der Blick auf Zürichs Kulturgeschehen mit 566 Artikeln und 1678 Kommentaren (15.06.2006-8.11.2008)</description>
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		<title>Von: rb</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2008/01/13/aus-fur-schiffbau-halle/comment-page-1/#comment-10193</link>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2008 14:29:40 +0000</pubDate>
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		<description>Der Vorwurf an Hartmann bei der Zuschauerstatistik war, dass er Partys, Gastspiele von Komikern etc. mitzählte. Jetzt gehts um etwas ganz anderes: Um Fremdvermietungen, z. B für Produktepräsentationen, Generalversammlungen etc., die viel Geld einbringen sollen.
Für mich sind in diesem Fall die Vorwürfe an Hartmann unverständlich. Solche Anlässe zu akquirieren ist wenn schon Aufgabe des kaufmännischen Direktors. Da es aber bei der kaufmännischen Direktion kürzlich einen turbulenten Wechsel gab, erstaunt es nicht, dass dieser Bereich (noch) nicht recht funktioniert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vorwurf an Hartmann bei der Zuschauerstatistik war, dass er Partys, Gastspiele von Komikern etc. mitzählte. Jetzt gehts um etwas ganz anderes: Um Fremdvermietungen, z. B für Produktepräsentationen, Generalversammlungen etc., die viel Geld einbringen sollen.<br />
Für mich sind in diesem Fall die Vorwürfe an Hartmann unverständlich. Solche Anlässe zu akquirieren ist wenn schon Aufgabe des kaufmännischen Direktors. Da es aber bei der kaufmännischen Direktion kürzlich einen turbulenten Wechsel gab, erstaunt es nicht, dass dieser Bereich (noch) nicht recht funktioniert.</p>
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		<title>Von: angi</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2008/01/13/aus-fur-schiffbau-halle/comment-page-1/#comment-10191</link>
		<dc:creator>angi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2008 12:27:45 +0000</pubDate>
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		<description>Gestern, Mittwoch, schrieb die Süddeutsche Zeitung, Hartmann habe auf die Forderung mehr Veranstaltungen in den Schiffbau zu holen mit den Worten reagiert, er sei kein Eventmanager sondern ein Theaterdirektor. Damit hätte er im Prinzip recht, nur: wenn ich mich recht entsinne, war in Schweizer Tageszeitungen zu lesen, dass er seine Zuschauerstatistik im ersten Jahr dadurch manipulierte, dass er die Besucher genau solcher externen Veranstaltungen zu den Theaterbesuchern dazuzählte. Erst jetzt, nachdem er mit solchen Methoden seine Zuschauerstatistik nicht mehr aufhübschen kann, fällt ihm plötzlich ein, dass er für Events ja eigentlich nicht zuständig ist. Das mutet dann doch merkwürdig an.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern, Mittwoch, schrieb die Süddeutsche Zeitung, Hartmann habe auf die Forderung mehr Veranstaltungen in den Schiffbau zu holen mit den Worten reagiert, er sei kein Eventmanager sondern ein Theaterdirektor. Damit hätte er im Prinzip recht, nur: wenn ich mich recht entsinne, war in Schweizer Tageszeitungen zu lesen, dass er seine Zuschauerstatistik im ersten Jahr dadurch manipulierte, dass er die Besucher genau solcher externen Veranstaltungen zu den Theaterbesuchern dazuzählte. Erst jetzt, nachdem er mit solchen Methoden seine Zuschauerstatistik nicht mehr aufhübschen kann, fällt ihm plötzlich ein, dass er für Events ja eigentlich nicht zuständig ist. Das mutet dann doch merkwürdig an.</p>
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	<item>
		<title>Von: rb</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2008/01/13/aus-fur-schiffbau-halle/comment-page-1/#comment-10054</link>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jan 2008 14:00:06 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, ein hervorragender Kommentar von Wolfgang Reiter: eine kühne aber doch sehr pragmatische Vision für eine neue Zürcher Theaterlandschaft. 
Auch ich sehe es so: der &quot;USP&quot; (im Kulturbereich eher &quot;unverwechselbares Profil&quot; genannt) ist essenziell, obwohl die  Tendenz zur Alle-Machen-Alles-Profillosigkeit in vielen Bereichen/Institutionen unverkennbar ist (ein Beispiel &lt;a href=&quot;http://www.kulturblog.ch/2007/02/08/schauspielhaus-hechtplatz-millers-studio/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, ein hervorragender Kommentar von Wolfgang Reiter: eine kühne aber doch sehr pragmatische Vision für eine neue Zürcher Theaterlandschaft.<br />
Auch ich sehe es so: der &#8220;USP&#8221; (im Kulturbereich eher &#8220;unverwechselbares Profil&#8221; genannt) ist essenziell, obwohl die  Tendenz zur Alle-Machen-Alles-Profillosigkeit in vielen Bereichen/Institutionen unverkennbar ist (ein Beispiel <a href="http://www.kulturblog.ch/2007/02/08/schauspielhaus-hechtplatz-millers-studio/">hier</a>).</p>
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		<title>Von: philipp meier</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2008/01/13/aus-fur-schiffbau-halle/comment-page-1/#comment-10052</link>
		<dc:creator>philipp meier</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jan 2008 13:18:59 +0000</pubDate>
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		<description>und wenn wir schon dabei sind (siehe vorhergehender artikel von rb), dann übersetze ich diesen hervorragenden kommentar von wolfgang reiter in die marketingsprache:
weniger «me too» - mehr «USP»! sprich: die institutionen sollen sich wieder mehr unterscheiden als (an)gleichen. natürlich verbunden mit der hoffnung, dass sich nicht nur räumlich sondern auch finanziell was verändert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>und wenn wir schon dabei sind (siehe vorhergehender artikel von rb), dann übersetze ich diesen hervorragenden kommentar von wolfgang reiter in die marketingsprache:<br />
weniger «me too» &#8211; mehr «USP»! sprich: die institutionen sollen sich wieder mehr unterscheiden als (an)gleichen. natürlich verbunden mit der hoffnung, dass sich nicht nur räumlich sondern auch finanziell was verändert.</p>
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		<title>Von: Wolfgang Reiter</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2008/01/13/aus-fur-schiffbau-halle/comment-page-1/#comment-10049</link>
		<dc:creator>Wolfgang Reiter</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jan 2008 09:56:51 +0000</pubDate>
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		<description>Nicht dass kluge kulturpolitische Konzepte automatisch zu besserem Theater führen. Aber sie  könnten zumindest die Voraussetzungen dafür schaffen. Ich habe schon im Frühjahr 2004 in einem längeren Gespräch mit Jean-Pierre Hoby angeregt, die Halle 2 (ehedem „Box“) mittelfristig dem Theater am Neumarkt zur Verfügung zu stellen, das mit seinem traditionellen (Zunfthaus-)Raum schnell an seine Grenzen stösst, wenn es die geforderten experimentellen Formen wirklich konsequent umsetzen möchte. Und dass ein zweiter, attraktiver Spielort für das Neumarkt es ermöglicht, dass die beiden Zürcher Ensembletheater wieder (wie vor Marthaler und vor dem Schiffbau) in produktive künstlerische Konkurrenz treten, die dem Theater-Standort (um das kulturpolitische Unvokabel auch einmal zu verwenden) gut tun würde (siehe Thalia und Schauspielhaus in Hamburg bzw. Resi und Kammerspiele in München). 
Vielleicht sollte man das – wie es in rb’s Kommentar anklingt - für die Zukunft sogar noch radikaler andenken: Das Schauspielhaus konzentriert sich auf die Aufgaben eines Stadttheaters und erhält neben der Pfauen-Bühne das Theater am Neumarkt als zweite Spielstätte (dessen Raum sich hervorragend für kammerspielartige Aufführungen und neue Dramatik eignet, für die es kein allzu grosses Zuschauerpotential gibt). Im Schiffbau (Halle 1 und 2) wird im Gegenzug ein neues Theater gegründet, das die theaterpolitischen Aufgaben des Neumarkt-Theaters an diesem Ort und mit diesen Räumen besser erfüllen kann. Das würde auch „kulturgeographisch“ Sinn machen, nicht nur der kurzen Wege zwischen Pfauen und Neumarkt wegen; sondern weil das angestammte Schauspielhauspublikum sich lieber im Kreis 1 bewegt, das sich für experimentelle Arbeiten und radikalere ästhetische Projekte interessierende Klientel aber dort nur schwer hinzulocken ist.
Zu fürchten aber ist, dass rb Recht behält mit seiner Vermutung über einen Theaterrückzug auf Raten. Und er könnte noch deutlicher ausfallen. Aus dem Verwaltungsrat des Theaters am Neumarkt war letztes Jahr zu vernehmen: Wenn Weber/Sanchez nicht den geforderten Publikumserfolg einfahren, dann „lassen wir das Neumarkt an die Wand fahren“.  Das wäre natürlich auch ein kulturpolitisches „Konzept“: Das Schauspielhaus beschneiden, das Neumarkt schliessen, in der trügerischen Hoffnung, damit die Gesamtauslastung der Zürcher Theater zu steigern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht dass kluge kulturpolitische Konzepte automatisch zu besserem Theater führen. Aber sie  könnten zumindest die Voraussetzungen dafür schaffen. Ich habe schon im Frühjahr 2004 in einem längeren Gespräch mit Jean-Pierre Hoby angeregt, die Halle 2 (ehedem „Box“) mittelfristig dem Theater am Neumarkt zur Verfügung zu stellen, das mit seinem traditionellen (Zunfthaus-)Raum schnell an seine Grenzen stösst, wenn es die geforderten experimentellen Formen wirklich konsequent umsetzen möchte. Und dass ein zweiter, attraktiver Spielort für das Neumarkt es ermöglicht, dass die beiden Zürcher Ensembletheater wieder (wie vor Marthaler und vor dem Schiffbau) in produktive künstlerische Konkurrenz treten, die dem Theater-Standort (um das kulturpolitische Unvokabel auch einmal zu verwenden) gut tun würde (siehe Thalia und Schauspielhaus in Hamburg bzw. Resi und Kammerspiele in München).<br />
Vielleicht sollte man das – wie es in rb’s Kommentar anklingt &#8211; für die Zukunft sogar noch radikaler andenken: Das Schauspielhaus konzentriert sich auf die Aufgaben eines Stadttheaters und erhält neben der Pfauen-Bühne das Theater am Neumarkt als zweite Spielstätte (dessen Raum sich hervorragend für kammerspielartige Aufführungen und neue Dramatik eignet, für die es kein allzu grosses Zuschauerpotential gibt). Im Schiffbau (Halle 1 und 2) wird im Gegenzug ein neues Theater gegründet, das die theaterpolitischen Aufgaben des Neumarkt-Theaters an diesem Ort und mit diesen Räumen besser erfüllen kann. Das würde auch „kulturgeographisch“ Sinn machen, nicht nur der kurzen Wege zwischen Pfauen und Neumarkt wegen; sondern weil das angestammte Schauspielhauspublikum sich lieber im Kreis 1 bewegt, das sich für experimentelle Arbeiten und radikalere ästhetische Projekte interessierende Klientel aber dort nur schwer hinzulocken ist.<br />
Zu fürchten aber ist, dass rb Recht behält mit seiner Vermutung über einen Theaterrückzug auf Raten. Und er könnte noch deutlicher ausfallen. Aus dem Verwaltungsrat des Theaters am Neumarkt war letztes Jahr zu vernehmen: Wenn Weber/Sanchez nicht den geforderten Publikumserfolg einfahren, dann „lassen wir das Neumarkt an die Wand fahren“.  Das wäre natürlich auch ein kulturpolitisches „Konzept“: Das Schauspielhaus beschneiden, das Neumarkt schliessen, in der trügerischen Hoffnung, damit die Gesamtauslastung der Zürcher Theater zu steigern.</p>
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