Bühne


Absolut Züri: Quotenhit

Dass es bei TV-Produktionen oft eine negative Korrelation zwischen Feuilleton-Kritik und Quote gibt (je besser die Kritiken, desto tiefer die Quote), daran hat man sich gewöhnt. Kopiert das Theater ein TV-Format, so überträgt sich dies offenbar auf die Bühne. Bei ersten Folge der Theatersoap “Absolut Züri” waren die Kritiken desolat, dennoch sind alle Vorstellungen ausverkauft. Und werden es wohl auch bis zum Schluss bleiben. Denn: Die depressive Helena meint es ernst, sie will ein Kind vom schwulen Rolf. Und Rolf scheint bis jetzt gar nicht so abgeneigt. Wird Helena zu ihrem Kind kommen? Wer will da schon die nächste Folge verpassen?

Zum Thema:
Absolut Züri: Urbanes Volkstheater

Kommentare (2) zu “Absolut Züri: Quotenhit”

  1. Wolfgang Reiter schrieb:

    Lieber Rico, sind in Deinen Ausgaben der heutigen NZZ bzw. des heutigen Tages-Anzeigers andere Kritiken zu lesen als in meinen? Die, die ich gelesen habe, sind nicht desolat. Wie auch immer: Die Vorstellungen der 2.Folge waren schon vor der Premiere (also auch vor Erscheinen der Kritiken) ausverkauft. Daher heute nachts (22.30 Uhr) eine Zusatzvorstellung! Das sollte uns doch als “Absolut Züri”-Partner freuen.

  2. rb schrieb:

    Ich beziehe mich auf die Kritiken der ersten Folge (werde das in den Haupttext noch einfügen). Natürlich freut es mich, dass die Vorstellungen so gut verkauft sind — das zeigt auch, dass der Einfluss der Kritik in vielen Fällen doch ziemlich beschränkt ist (was übrigens auch ich als Kritiker ganz gut so finde).
    Und: das oben ist nicht ironisch gemeint, ich bin tatsächlich gespannt wie es weitergeht…