Kunst/Museen, Politik
18. Januar 2008
Rettet der Regierungsrat das Cabaret Voltaire?
Der Regierungsrat will neu jährlich fünf Millionen Franken aus dem Lotteriefonds für Zuschüsse an Kulturinstitutionen frei machen. In einer Mitteilung des Kantons heisst es:
“Die neue Regelung sieht vor, dass der Lotteriefonds (…) jährlich einen Beitrag von höchstens fünf Millionen Franken an die Fachstelle Kultur leistet für die Zusprechung wiederkehrender Betriebsbeiträge zu Gunsten ausgewählter Kulturinstitutionen.”
Man könnte fast meinen, es handle sich dabei um eine “Lex Cabaret Voltaire” – ginge nur ein Teil dieser 5 Millionen Franken an das Dada-Haus, wäre es alle Existenzsorgen los. Nur: das Ganze kommt etwas spät, der Zürcher Gemeinderat debattiert schon am 30. Januar über die Zukunft des Cabaret Voltaire.
philipp meier schrieb:
hui…, da bin ich wahrscheinlich schon viel zu arg übers schwerpunktprogramm von kultur kanton zürich hergezogen, als dass der kanton seine geldschleuse auch nur einen millimeter gen cabaret voltaire öffnen würde… ;)
@rb: du hast scheinbar noch nicht mitgekriegt, dass die vorberatende (kultur)kommission des gemeinderates diesem das, das cabaret voltaire betreffende geschäft von der (privaten) betriebsfinanzierung loszukoppeln. so gesehen müss(t)en wir also bis am 30.1. (eigentlich) nicht die 250′000.- beisammen haben. nur: erstens wird es im gemeinderat bestimmt einfacher durchzukommen, wenn wir das geld (angemessen) beieinander hätten und zweitens war der druck auf potentielle geldgeber nie grösser als jetzt. ergo: es ist gut, wenn diese deadline in den köpfen hängen bleibt.
Geschrieben am 18. Januar 2008 um 16:04Uhr | Permalink