Sonstiges
31. Januar 2008
Ensuite-Kolumne #5: Quotenfalle
Die kulturblog.ch-Kolumne für die Februar-Ausgabe des Kulturmagazins Ensuite:
Quotenfalle
Ein ganzes Kapitel im Privat-TV-Enthüllungsbuch von Roger Schawinski ist einer selbst produzierten TV-Serie gewidmet, die zwar hervorragende Kritiken erhielt, beim Publikum aber durchfiel. Dabei: dass zwischen Kritik und Quote beim TV eine negative Korrelation die Regel ist, ist nicht wirklich eine neue Erkenntnis. Schon eher, dass wenn ein TV-Format auf die Bühne übertragen wird, dasselbe passiert.
Die erste Folge der Theater-Soap “Absolut Züri” erhielt miserable Kritiken. Die Vorstellungen waren dennoch alle ausverkauft, auch für die zweite Folge gab es schon im Vorfeld kaum noch Karten.
Nach der Premiere der zweiten Folge kam es zu einem bemerkenswerten Sinneswandel: Plötzlich waren alle Kritiken gut. Die Truppe hatte sich tatsächlich gesteigert, doch allein damit ist der Meinungsumschwung nicht zu erklären. Folgen die Journalisten so rasch der Mehrheitsmeinung? Vielleicht. Wobei dann Andrea Bocelli, André Rieu und Rolf Knie die Lieblinge des Feuilletons sein müssten.
Schawinski schreibt über den grossen Zuspruch im Vorfeld der gefloppten Serie: «Diese Lobeshymnen hatten auch mich zutiefst verunsichert.» Gute Kritiken sind für ihn also ein Warnsignal. Müssen die «Absolut Züri»-Macher nun beunruhigt sein? Kaum: Die Publikumsmeinung ist längst nicht so labil wie die Kritikermeinung.
Apropos Soaps: Was ist eigentlich mit der besten Zürcher Serie, der Reality-Soap “Alexander und Daniela: Verliebt in der Opernloge” los? Seit Monaten hört man nichts mehr davon. Wurde sie wegen zu schlechten Quoten abgesetzt? Oder ist sie bloss ein Opfer des US-Autorenstreiks? Hauptdarsteller Alexander P. sagte kürzlich im Blick: “Darüber rede ich nicht!” Schade. Und nachdem Elmar L. als Hauptdarsteller im Thriller “Politiker im Theater-Verwaltungsrat – das ist hart, Mann!” ausgestiegen ist, ist auch dort Sendeschluss. Immerhin: trotz der hohen Quote ist über das Ende jener Serie ist niemand unglücklich.
gruppe edvard kunzt schrieb:
IN UNSEREM GROßEN VATERLAND BRICHT EINE NEUE ÄRA AN, IN DER DIE ARBEITER,
BAUERN UND SOLDATEN DEN KONFUSIONISMUS UND DIE IDEEN VON EDVARD KUNZT
MEISTERN. SOBALD DIE BREITEN MASSEN DIE IDEEN VON EDVARD KUNZT BEHERRSCHEN,
WERDEN DIESE ZU EINEM UNVERSIEGBAREN KRAFTQUELL UND ZU EINER GEISTIGEN
ATOMBOMBE VON UNERMEßLICHER MACHT. WIR GEBEN DER HOFFNUNG AUSDRUCK, DAß
ALLE GENOSSEN GEWISSENHAFT UND INTENSIV STUDIEREN UND IM GANZEN LAND EINEN
NEUEN AUFSCHWUNG DES LEBENDIGEN STUDIUMS UND DER SCHÖPFERISCHEN ANWENDUNG
DES KONFUSIONISTISCHEN MANIFESTES HERBEIFÜHREN WERDEN, DAß SIE UNTER DEM
GROßEN BANNER DER IDEEN VON EDVARD KUNZT DANACH STREBEN WERDEN, UNSER LAND
ZU EINEM GROßEN KONFUSIONISTISCHEN STAAT AUFZUBAUEN.
HELFT UNS, INDEM IHR EUCH SELBST HELFT!
FOLGT UNS! AUF EUCH HOFFEN DIE MILLIONEN!
Geschrieben am 1. Februar 2008 um 11:35Uhr | Permalink
gonzo schrieb:
@GEK: spieglein, spieglein an der wand, wer nervt die blogszene im ganzen land…
Geschrieben am 1. Februar 2008 um 16:11Uhr | Permalink
philipp meier schrieb:
@gonzo: da lässt sich «die blogszene im ganzen land» aber einfach nerven. wenn dem so ist, dann wäre es wohl besser, wenn die blogszene das bloggen bleiben liesse. was wollen die denn mit ihren kommentarfeldern bezwecken…?
oder umgemünzt auf die beiden kommentare zu obigen eintrag von rb: beide geben mir zu denken, der eine einfach etwas mehr; darfst gerne raten, welcher der beiden…
Geschrieben am 1. Februar 2008 um 17:50Uhr | Permalink
Theo schrieb:
Den 1. Kommentar würde ich löschen.
Geschrieben am 4. Februar 2008 um 09:51Uhr | Permalink
philipp meier schrieb:
@theo: wieso?
Geschrieben am 4. Februar 2008 um 10:25Uhr | Permalink
Theo schrieb:
es ergibt keinen Sinn. Es ist keine Reaktion auf den Eröffnungsbeitrag, sondern ein irgendein Manifest. Unleserlich weil Versal und unlogisch umbrochen, weil es aus einem anderen Dokument in das Textfeld hineinkopiert wurde.
Gruss T
Geschrieben am 4. Februar 2008 um 12:24Uhr | Permalink
Lukrezia Pistol schrieb:
Man gebe den Feuilletonisten nicht so viel Gewicht und spiele zu Beginn einer Intendanten-Ära die Stücke die auch Publikum bringen= bessere Bilanz. Achtung: der momentane Arbeitsplatz sollte dabei aber nicht nur Sprungbrett für die nächste Anstellung sein. Man solte auch zu einem späteren Zeitpunkt die Stücke spielen, die Publikum bringen und daneben halt noch seinem ganz persönlichen Kunstgeschmack frönen.(Betty Bossi für alle die Subventioniertes mögen und auch solches leiten wollen.)
@Theo: Ja, denen gehört wirklich ein paar an die Ohren…..hahaha…
Geschrieben am 4. Februar 2008 um 13:02Uhr | Permalink
philipp meier schrieb:
@theo: «es ergibt keinen sinn.» dann ist es dada, oder?!
Geschrieben am 4. Februar 2008 um 13:10Uhr | Permalink
Theo schrieb:
@philipp: “dann ist es dada, oder” … es ist nicht alles Sinnlose dada. Und auch nicht jeder Blog auf kulturblog Kultur.
Geschrieben am 4. Februar 2008 um 14:05Uhr | Permalink
gruppe edvard kunzt schrieb:
Außerhalb des eigentlichen Ohres liegen jedoch die Nervenbahnen, die zum Hörzentrum des Hirns führen, sowie das Hörzentrum selbst. Sind diese beeinträchtigt, so kann auch bei einem funktionsfähigen Ohr die Schallwahrnehmung beeinträchtigt sein.
Geschrieben am 4. Februar 2008 um 21:32Uhr | Permalink
Theo schrieb:
Manche Gebiete sind Jahr für Jahr unterschiedlich stark betroffen, andere nur gelegentlich.
Geschrieben am 5. Februar 2008 um 09:00Uhr | Permalink
edvard kunzt schrieb:
Dein Vorname, Theo, bedeutet Geschenk Gottes und kommt aus dem Griechischen. Es ist ein traditioneller Name, der nie wirklich im Trend war, aber auch nie in Vergessenheit geraten ist. Er passt zu fast jedem Familienname. Namenstag ist der 09.November. Bekannte Namensträger sind neben Päpsten, Herrschern, Heiligen und Patriarchen der erster Bundespräsident Theodor Heuss und der deutscher Philosoph und Komponist Theodor W. Adorno.
Geschrieben am 5. Februar 2008 um 10:55Uhr | Permalink
Theo schrieb:
@edvard
Theophil nicht Theodor
und noch ein Künstler-Medientipp heute im Tagi, die Kolumne auf dem Sportteil unter dem Titel: “Yakin, Künstler auf der Waage”. Dada?!
Geschrieben am 5. Februar 2008 um 13:15Uhr | Permalink
friedrich schrieb:
Theophil-online ist eine ökumenische Online-Zeitschrift für ReligionspädagogInnen mit Interesse an lebensweltorientierter Theologie. Die Idee zu diesem Projekt entstand aus der Arbeit in der Lehrerausbildung vor Ort. Unser Anspruch: keine abgehobenen Abhandlungen zu Spezialfragen, sondern geistreiche Beiträge zu allgemein interessierenden Themen – wissenschaftlich verantwortet, aber nicht akademisch!
Geschrieben am 5. Februar 2008 um 23:57Uhr | Permalink