Bühne
31. Januar 2008
Hanspeter Müller-Drossaart: Kabarettbühne statt Hollywood

Aus ökonomischen Gründen würde er gerne nach Hollywood gehen, sagte der Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart vor einem Jahr. Denn: er brauche für den Lebensunterhalt seiner Familie mindestens 10′000 Franken pro Monat.
Nach Hollywood hat es Müller-Drossaart noch nicht geschafft, dafür auf die Kabarettbühne. Mit “Obsi-Nitsi“ präsentierte er gestern im Casinotheater Winterthur sein erstes Soloprogramm. Zwar ist er da eher ein Imitator als ein Kabarettist — er imitiert mit seinen Figuren fast alle Schweizer Dialekte – das macht er perfekt, grosse Klasse. Doch man staunt eher, als dass man lacht. Bei den Texten hätte er anstatt alles selber zu schreiben besser jemanden zu Hilfe geholt; so bleiben seine Figuren harm- und belanglos.
Sicherlich, dieses Spiel macht ihm Freude, das merkt man. Doch auch vom Ökonomischen her könnte sich sein Wechsel ins Kabarett auszahlen. Kabarettisten und Komiker können sehr gut verdienen — wenn sie einen gewissen Bekanntheitsgrad haben und sich dann für Firmenanlässe buchen lassen.
/sms ;-) schrieb:
10′000 schweizer franken für eine kreativ leben wollende familie in der schweiz: das ist doch eine höchst bescheidene zahl. ist immerhin massenmedial einer der bekanntesten tv-promis! muss schon sagen. wusste nicht, dass die so einfach zu leben bereit sind… und dann ist der sogar noch bereit selbst etwas auszuprobieren? er lässt sich also nicht nur rollen auf den leib schneidern? wow… sind diese promis so richtigrichtige unternehmer? gar keine unterlasser? wow… sehr sümpatisch! danke für die mitteilung!
ps: falls es dir nichts ausmacht: könntest du auch mal den suboptimalen businessplan von rebell.tv kommentieren? würde mich interessieren, wo du siehst, wo wir simpelst einfach mehr kohle einfahren könnten! (erzählst du es mir heute abend bei nekes im cv in die kamera?) – ifröimi :-)
Geschrieben am 31. Januar 2008 um 09:18Uhr | Permalink