Kunst/Museen, Sonstiges
25. März 2008
Schweizer Kunst auf Englisch
Da macht das Kunsthaus Zürich mit “Shifting Identities” eine Ausstellung über junge Schweizer Kunst — und der Titel, die meisten Texte und der Blog zur Ausstellung sind auf Englisch. Das ist kein Einzelfall: vor allem beim zeitgenössischen Tanz und bei der bildenden Kunst haben die Vermittler das Gefühl, Englisch töne moderner, internationaler, urbaner. In der Werbebranche hat man bereits gemerkt, dass dies Unsinn ist, in der Kunst wird man’s irgendwann auch merken.
Bei der Ausstellung im Kunsthaus, wo es um Künstler aus allen Landesteilen (und darüber hinaus) geht, ist die Sprachwahl jedoch auch Ausdruck einer Entwicklung unter jungen Schweizern: wenn sich ein deutsch- und französischsprachiger treffen, so sprechen sie in der Regel nicht mehr Deutsch oder Französisch miteinander, sondern Englisch.
Lukrezia Pistol schrieb:
Und warum? Vielleicht weil der Welsche und der Zürcher sich dann mehr als Teil von einem grösseren Ganzen empfinden und eben nicht nur Teil des engen “Schweizileins”.
Geschrieben am 26. März 2008 um 08:50Uhr | Permalink