Sonstiges


Blogs als Projektbegleitung

Das Tanzfestival Steps hat einen, die Tabu-Reihe des Theater am Neumarkt ebenfalls und auch das Projekt Shifting Identities des Zürcher Kunsthauses: Die Kulturbranche hat den Blog als Begleit- bzw. Dokumentationsmedium für Projekte entdeckt. Da die Projekte zeitlich beschränkt sind, werden wohl auch die Blogs nach Ende der Veranstaltungen eingestellt. 
Die drei Blogs verfolgen unterschiedliche Konzepte: Auf dem Steps-Blog beschreibt der Leiter Darstellende Künste von Migros Kulturprozent, Christoph Haering, aus seiner Sicht den Verlauf des Festivals; der Blog von Shifting Identities dient vor allem der Ankündigungen von Veranstaltungen; auf dem Tabu-Blog werden die Themen, die auf der Bühne behandelt werden, weiter diskutiert.
Die Erfahrung mit dem Kulturblog hat gezeigt: Es braucht vor allem Zeit, um eine Stammleserschaft aufzubauen, die genügend gross ist, damit ansprechende Diskussionen möglich werden. Bei einem temporären Blog ist diese Zeit kaum vorhanden. Insofern sind die Voraussetzungen für solche Projektblogs eher schwierig: sobald eine Stammleserschaft aufgebaut ist, ist das Projekt zu Ende. Es könnte also eine weise Entscheidung von Steps sein, gar nicht erst eine Kommentarfunktion aufzuschalten.
Eher erfolgsversprechend wäre ein ständiger Direktionsblog. Ein Direktor eines Kulturbetriebs, der kontinuierlich über seine Arbeit, die Proben und die Debatten am Haus schreibt, könnte einen grossen Beitrag zur Zuschauerbindung leisten.

Kommentare (5) zu “Blogs als Projektbegleitung”

  1. Thinkabout schrieb:

    gute Idee!
    Kultur muss wieder viel mehr nach dem Motto der NGO’s agieren:
    Tue Gutes und sprich darüber.
    Sei Kreativ und erzähle davon.

  2. roger schrieb:

    eigentlich mache ich doch genau das, seit fast 3 jahren ;-)

  3. /sms ;-) schrieb:

    die aufmersamkeitsökonomie ist auf der ebene des gerüchtemanagements auch bei den etablierten häusern angekommen. bald wird auch das opernhaus silbergraue herren mit mms-fähigen handies unterstützen (am hemdkragen ein diskretes swisscom-logo vielleicht?). von roger eingeführt! thinkabout!

  4. roger schrieb:

    @ sms. danke, jetzt weiss ich endlich, wie “Opernhaus” geschrieben wird. Aber dabei lassen wir es wohl ;-) oder anders: liegt nicht in meinem kulturellen Interessensgebiet.

  5. philipp meier schrieb:

    moment mal! das swisscom-logo auf dem hemdkragen möchte ich als erster haben! (dem opernhaus überlasse ich gerne die logos von der ubs oder von der cs)