Literatur


Peinlicher Autorenverband

Der Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz AdS lädt zur Generalversammlung und schreibt dazu:

“Im vergangenen Wahlkampf, der so menschenverachtend war wie selten ein Wahlkampf zuvor, haben einige wenige Schriftsteller und Schriftstellerinnen das Schweigen ihrer Kollegen kritisiert. Warum haben Intellektuelle als Meinungsbilder keinen Einfluss mehr auf die Gesellschaft?”

Die Antwort liefert der AdS gleich selbst: wer den letzten Wahlkampf als “so menschenverachtend wie selten ein Wahlkampf zuvor” bezeichnet, der hat von Geschichte keine Ahnung — und zurecht keinen Einfluss. Wie die Weigerung, Oskar Freysinger in den Verband aufzunehmen, ist auch dieser Text zur GV-Einladung selbst für Nicht-SVP-Anhänger nur eines: peinlich.

Kommentare (3) zu “Peinlicher Autorenverband”

  1. bugsierer schrieb:

    “Meinungsbilder” … tsss…

  2. Hans Federkiel schrieb:

    Aber Freysinger ist doch im serbischen Literatenverband!?
    Als polyglotter Pissoirpoet, der sich auch gern zur Tagespolitik äussert (und den man versteht) oder mit Stress in den Ring steigt zum Schwanzvergleich, da steht man doch weit über solch kleinbürgerlichen Gremien von Rosinenkackern wie dem AdS.
    Das muss ich dem Herrn Freysinger sogar als strammer Linker attestieren: der hat Eier!

  3. José schrieb:

    Freysinger – Möchtegern Dichter oder Showpoet, ich habe noch nichts gelesen von Freysinger. Gibt es ein Verzeichnis seiner Werke? Hat Herr Blocher etwa seinen Stil von ihm übernommen oder etwa umgekehrt?