Politik


Pro Helvetia: Selbst Gegner kassieren

Daniele Muscionico beschreibt heute in der Weltwoche wunderbar pointiert die Auswüchse der Giesskannenförderung der Pro Helvetia. Als Ergänzung zu dem Artikel hier noch ein besonders schöner Fall.
Robert Nef, Präsident des Liberales Instituts in Zürich, äussert sich immer wieder gegen die nationale Kulturförderung und damit auch gegen eine Institution wie die Pro Helvetia — mit teilweise durchaus nachvollziehbaren Argumenten. Er spricht von “kaputtfördern” und findet, Subventionen seien nur auf lokaler bzw. regionaler Ebene zulässig. Nebenher gibt er noch die Schweizer Monatshefte heraus. Und: diese werden von der Pro Helvetia jährlich mit 10′000 Franken unterstützt.

Bühne


A Clockwork Orange: Die Jörg Pohl Show

Foto Leonard Zubler
Sonst ist er immer so etwas wie ein braver Internatsschüler, jetzt darf Jörg Pohl endlich mal so richtig den Bösen spielen — und läuft dabei zu Höchstform auf. “A Clockwork Orange” im Schiffbau wird zur “Jörg Pohl Show”: kraftvoll, rockig, rasant.
Nun gut, einen Stoff auszuwählen, der Stanley Kubrick schon meisterhaft umgesetzt hat, mutet tollkühn an. Und tatsächlich: hat man das Buch von Anthony Burgess und/oder den Film im Hinterkopf, so fällt vor allem auf, was alles weggelassen werden musste. Anstatt nur einen Ausschnitt aus dem Buch herauszugreifen, versucht Regisseur David Bösch die gesamte Geschichte auf die Bühne zu bringen. Durch die vielen Weglassungen geht’s dabei ab und zu etwas gar schnell voran.
Die Kultivierung und Ästhetisierung der Gewalt kommt auf der Theaterbühne wenig zum Tragen; auf durchchoreographierte Kämpfe mit Beethoven-Untermalung wird verzichtet. Dafür wird gerockt — und wie! Alle Darsteller greifen auch zu Instrumenten. Zwar wirkt das irgendwie altbacken (rocken heutige Jugendliche eigentlich noch?), doch mitreissend ist das allemal.
Der Applaus heute an der Premiere war so stark wie selten in dieser Schauspielhaus-Saison. Dies lag vor allem an der starken Leistung von Jörg Pohl, diese Rolle könnte ihm endgültig zum Durchbruch verhelfen. Was hinter den lauten Klängen fast vergessen geht: Was da über Jugend und Gewalt erzählt wird, das liest man heute genau so täglich in den Zeitungen, die Buchvorlage stammt aber von 1962.

Bühne, Sonstiges


Peter Tate: Der Künstler dahinter

Screenshot SF
Gestern beehrte Peter Tate Pippilotti Rists St. Galler Stadtlounge mit seiner Musik-Einlage, Viktor Giocobbo schlägt ihn als nächsten Eurovisions-Sänger für die Schweiz vor — gar nicht so schlecht der Vorschlag, Stefan Raab hats auf ähnliche Weise auch schon dorthin geschafft.
Wer ist dieser Peter Tate? Von allen Seiten wird er hochgelobt, er hat auch schon einen eigenen Fan-Blog. Der Tages Anzeiger scheiterte kürzlich damit, seine wahre Herkunft zu enttarnen, dabei ist Peter Tate alias Phil Hayes in der Freien Theaterszene kein Unbekannter. Er tritt öfters als Performer auf, in letzter Zeit u.a. mit Mass&Fieber oder Salome Schneebeli; letztes Jahr überzeugte er im Fabriktheater mit der Soloperformance “The first cut”. 2003 arbeitete er in “Bad Hotel” im Theaterhaus Gessnerallee auch mit Mike Müller zusammen, soviel zum Thema, Giacobbo habe ihn an einer Hochzeit entdeckt.
Vom TV-Ruhm möchte er offenbar nicht profitieren, seine Homepage, www.philhayes.ch, funktioniert nicht und auch sonst tritt die Figur Peter Tate ausserhalb von Giacobbo/Müller nirgends in Erscheinung. Im November hat Hayes mit einer neuen Soloperformance Premiere in der Gessnerallee; mal schauen, ober er es dann noch schaffen wird, sich die Klatschpresse vom Hals zu halten.

Zum Thema:
Giacobbo/Müller: In den Laptop geguckt

Film


Erfolgsabhängige Filmförderung wie Boni für Banker

Im Jahr 2006 zählten die Schweizer Filme 1,6 Millionen Kinoeintritte, die erfolgsabhängige Filmförderung des Bundes, “Succes Cinema“, belohnte dafür die Produzenten und Kinos mit insgesamt 5,3 Millionen Franken. 2007 erreichten die Schweizer Filme nur noch 810′000 Eintritte, ausbezahlt wurden aber immer noch 5,1 Millionen Franken. Das ist wie bei den Boni der Banker: egal ob Gewinn oder Verlust, die “erfolgsabhängige” Entschädigung landet im Frühjahr zuverlässig auf dem Konto. 

Politik


Kräht der Hahn auf dem Mist…

Pro Helvetia-Direktor Pius Knüsel äussert sich heute im Tages-Anzeiger zur möglichen Integration des Pro-Helvetia-Gesetzes in das Kulturfördergesetz:

“Man könnte sagen, dies ist das Ende der Pro Helvetia. Es gibt aber auch eine andere Interpretation: Wenn die Kommission nun ein Konzept nachliefert, das die Autonomie der Pro Helvetia stärkt, dann ist die Fusion der beiden Gesetze keine Katastrophe.”

Etwas weiter hinten in der Zeitung steht etwas mit ähnlich hoher Aussagekraft:

“Mit 50 Prozent Wahrscheinlichkeit wird der Juni wärmer als normal.”

Kunst/Museen, Sonstiges


Im Trend: Prämien für Ideen

agent-provocateur.ch bietet 20′000 Franken “für eine Aktion, die an einem beliebigen Ort der Schweiz stattfindet und landesweit Aufsehen erregt”. Das Geld ist zurzeit im Schaufenster des Cabaret Voltaire ausgestellt.
Die Öffentlichkeit bei der Suche nach Ideen einzubinden, das ist auch bei der Wirtschaft im Trend. “OpenInnovation” heisst das Stichwort. Da die Verarbeitung von unzähligen Ideen aus dem Volk ziemlich aufwändig ist, will ein Schweizer Start-up-Unternehmen namens openinnovation.ch den Firmen diese Arbeit abnehmen. Wie man auf der Pilot-Seite erkennt, stellt die meistbietende Firma (Credit-Suisse) für eine Idee nur 5000 Franken zu Verfügung. Für einmal ist es lukrativer, für die Kultur als für die Privatwirtschaft zu arbeiten. 

Sonstiges


Zitate des Tages (aus dem Zusammenhang gerissen)

“Es droht der Abstieg in die Nati-B der Kultur.”
André Béchir im Blick

“(…) ich glaube, ich habe besser gespielt [als die Schweizer Fussballnationalmannschaft].”
Urs Widmer im Tages-Anzeiger

“Die beiden im neoklassizistischen Stil erbauten Hallen (Turnhallen, die der Kunsthaus-Erweiterung weichen sollen) wiederspiegeln die staatsbürgerliche Rolle des Turnunterrichts im 19. Jahrhundert.”
Markus Fischer, Präsident des Stadtzürcher Heimatschutzes, in der NZZ

Sonstiges


Hartmann und Harnoncourt: Zwei km/h Differenz

In der NZZ gibt es die biedere Kolumne “Was ist schweizerisch?”, prominente ausländische Zeitgenossen dürfen dort schreiben, was wir alle schon wussten: Schweizer sind pünktlich, verschlossen, arbeitsam aber doch sympathisch oder zumindest ansatzweise interessant. Der Dirigent und Mozart-Spezialist Nikolaus Harnoncourt meint in der Kolumne von gestern noch einen andern Aspekt gefunden zu haben:

“‘Schweizerisch’ bedeutet für mich zum Beispiel eine Autokolonne auf einer sonst leeren Strasse; man fährt 52 km/h, einem Auto nach. Wir verlieren irgendwann die Geduld, fahren vor (60 km/h sind erlaubt); im ersten Wagen das typisch altschweizerische Genick mit weissen Haaren; ‘ich fahre, wie ich fahre’.”

Nur blöd, dass Schauspielhaus-Direktor Matthias Hartmann zwei Wochen zuvor an der selben Stelle geschrieben hatte:

“Dass auf der Seestrasse am Mythenquai immer alle 50 Kilometer pro Stunde fahren, auch da, wo die erlaubte Höchstgeschwindigkeit bei 60 Kilometern pro Stunde liegt, das finde ich typisch schweizerisch.”

Immerhin: Bei Harnoncourt fahren die Schweizer zwei km/h schneller als bei Hartmann.

Film


Locarno vs. Zurich Film Festival: Nächste Runde

Mit geschwellter Brust verkündete das Zurich Film Festival vor einem Jahr, dass das US-Branchenblatt Variety an dem jungen Festival einen Preis verleiht. Nun zieht das Filmfestival Locarno nach, das einflussreiche Magazin verleiht dort neu den ”Variety Piazza Grande Award“.
Es ist bekannt, dass das hochsubventionierte Festival von Locarno die neue Konkurrenz aus Zürich fürchtet. Der “Variety Piazza Grande Award” ist nicht die erste Reaktion von Locarno auf das Zürcher Festival. Der Fall zeigt: Auch im Kulturbereich belebt Konkurrenz das Geschäft.

Zum Thema:
Filmfeste: Rom vs. Venedig wie Zürich vs. Locarno
Will Locarno dem Zurich Film Festival eins auswischen?

Kunst/Museen


ewz.selection: Das Ende der Berufsfotografie?

Der Du-Alleinredaktor Walter Keller stellt im Heft zur ewz.selection die Berufsfotografie in Frage. Aufgrund von Handybildern und Leserreportern sei die Unterscheidung von Amateur und Profi unscharf geworden:

“Warum soll eine Firma noch eine Agentur und einen Fotografen beauftragen, wenn der Chef mit dem Grafikpraktikanten am Screen gleich die ganze Werbekampagne gestalten kann?” 

Eine Antwort, was die Fotokunst heute bedeutet, formuliert der Kunstkritiker Peter Plagens einige Seiten weiter hinten:

“Als Galeriematerial unterscheiden sich Fotografien jetzt nicht grundlegend von Gemälden, die gänzlich durch die Vorstellungskraft eines Künstlers hervorgebracht wurden, abgesehen davon, dass ihnen die Berührung der Hand und die Oberflächenvariationen des Gemäldes Fehlen.”

Tatsächlich ist es so, dass einem bei der sehr sehenswerten Ausstellung im Unterwerk Selnau die Fotografien oft an Gemälde erinnern. Zum Beispiel an Gerhard Richter (Bilder von Erika Maak) oder an Historiengemälde (Bilder von Christian Lutz). Was weiter auffällt: hinter fast jeder Arbeit steht ein durchdachtes Konzept, das zum Teil eine lange Vorbereitungszeit voraussetzt. Auch darin unterscheidet sich (gute) Berufsfotografie von Handyfotos. 

Sonstiges


Circus Knie: Ode an die alte Bestuhlung

knie_bestuhlung.jpg
Manchmal kann man sich nostalgischen Sehnsüchten nicht entziehen, das gilt insbesondere bei einer quasi rituellen Handlung wie dem Zirkusbesuch.
So kommt es einem Schock gleich, wenn man dieser Tage auf dem Sechseläutenplatz das Chapiteau des Circus Knie betritt und die neue Bestuhlung erblickt. Die gepolsterten Bänke in den hinteren Reihen und die wunderbaren alten Holzstühle mit Stoffpolsterung auf den vorderen Plätzen mussten hässlichen Allerwelts-Plastik-Klappsitzen weichen.
Früher, als die Bänke noch unnummeriert waren, da forderten die Platzanweiser bei vollem Zelt die Besucher jeweils auf, näher zusammenzurücken. Für junge Verliebte war dies oft ein willkommener Grund zu erstem Körperkontakt; so dichtgedrängt mit weit über zweitausend Leuten mit den Trapezkünstlern mitzufiebern und über die Clowns zu lachen, war ein einmaliges Erlebnis. Dann kamen die Platznummern auf den Bänken, jetzt die Schalensitze — es herrscht schon fast sterile Atmosphäre.
Und auch für die privilegierten Gäste hat sich einiges geändert. So etwas wie Logen gibt es nicht mehr, alle müssen ihren Hintern auf billigen Plastik setzen. Wo soll da die monegassische Fürstenfamilie noch einen adäquaten Platz finden? Zumindest was die Bestuhlung betrifft gilt nun: Ob Zirkuszelt oder Fussballstadion ist einerlei.

Bühne


Andreas Thiel: Alles gewonnen, was jetzt?

In der Schweiz gibt es drei bedeutende Kabarettpreise, und bei der Grösse des Landes erhält im Verlaufe seines Lebens jeder Schweizer Kabarettist jeden dieser Preise in der Regel ein Mal. Andreas Thiel hat bereits mit 37 Jahren all diese Preise erhalten: den Schweizer Preis des “Salzburger Stiers” 1999, den “Goldenen Thunfisch” 2004, den “Cornichon” darf er dieses Wochenende an den Oltner Kabaretttagen entgegennehmen. Jetzt heisst’s für Thiel: warten. Bis die “Ehrungen fürs Lebenswerk” Einzug halten, dauerts noch mindestens 20 Jahre.

Zum Thema:
Andreas Thiel: Moslems sind schwul

Literatur


Peter Stamm über Käse und Literatur

Der Schriftsteller Peter Stamm machte in einem Vortrag auf die finanzielle Misere seiner Berufsgattung aufmerksam:

“Das Geld, das die Schweizerische Eidgenossenschaft an Autoren bezahlt entspricht den Direktzahlungen an sechzehn Landwirtschaftsbetriebe. Das mag einer der Gründe sein, weshalb unser Land bekannter ist für seinen Käse als für seine Literatur.”

Mehr Geld = bessere Literatur? Diese Aussage ist auch Stamm wohl nicht ganz geheuer, weshalb er weiter unten im Vortrag ergänzt:

“Es gibt keine Garantie dafür, dass mehr Geld für die Literatur zu besseren Büchern führt, aber vieles spricht dafür. Zeiten grosser künstlerischer Leistungen waren immer auch Zeiten, in denen die Arbeit der Künster geschätzt und angemessen entschädigt wurde.”

Was Peter Stamm sagen möchte, lässt sich in vier Worten zusammenfassen: Gebt mir mehr Geld! Sein Frust ist nachvollziehbar: Als einer der bekanntesten und erfolgreichsten Schriftsteller der Schweiz verdient er (laut eigener Aussage) nicht mehr als ein Lehrer. Aber dass mit einer Umverteilung des Geldes aus dem Käseland ein Literaturland würde, das ist nur Käse.

Sonstiges


Was Autoren und Komponisten von der bildenden Kunst lernen können

Der Kunstmarkt boomt, wurde ein bildender Künstler einmal vom Markt entdeckt, so kann er gutes Geld verdienen. Bei Autoren und Komponisten ist das anders, selbst wenn diese eine gewisse Berühmtheit erlangt haben, reichen ihre Einkünfte vom Schreiben oder Komponieren kaum zum Überleben.
Weshalb dieser Unterschied? Vordergründig scheint er klar: Bildende Künstler können greifbare, nicht reproduzierbare Werke zum Kauf anbieten; bei Autoren und Komponisten ist das Werk erst durch die Aufführung oder den Druck zwischen Buchdeckeln vollendet, Aufführungen sind zudem flüchtig und nicht so einfach greifbar.
Schaut man sich aber genauer an, wie der Markt bei der zeitgenössischen bildenden Kunst funktioniert, so könnten sich andere Kunstformen durchaus ein Vorbild daran nehmen. Bei der Konzeptkunst ist es die Idee, die zählt, das sichtbare Endprodukt ist eher zweitrangig. Um die Werke dennoch markttauglich zu machen, haben Künstler wie Sol le Witt das Zertifikat erfunden. Verkauft wird nicht mehr ein fertiges Werk, sondern nur eine Anleitung bzw ein Eigentumszertifikat dazu. Eigentlich könnte jeder einen Sol le Witt an die Wand malen, ein Original ist es aber nur, wenn man ein Zertifikat dafür erworben hat. Das Erstaunliche: der Kunstmarkt glaubt daran und zahlt hohe Preise für solche Zertifikate.
Wenn Sammler bereit sind, für Kunst-Zertifikate viel Geld auszugeben, warum sollten sie es auch nicht für Zertifikate von Musik- oder Theaterstücken sein? Die Autoren oder Komponisten könnten ihr Werk zum Verkauf anbieten, der Käufer erhält dann so etwas wie ein signiertes Original-Manuskript, darf das Stück von jenem Zeitpunkt an sein Eigen nennen und es weiterverkaufen. Die Rechtslage müsste geklärt werden, aber es könnte durchaus sein, dass dem Urheber gewisse Rechte vorbehalten bleiben, zum Beispiel, wo das Werk aufgeführt wird, evtl kann er auch tantiemenberechtigt bleiben. Aber bei jeder Aufführung würde klar gekennzeichnet sein, wem das Werk gehört. Das dürfte für Kulturliebende reiche Leute als Anreiz reichen, sich eine Sammlung an Kompositionen oder (Theater-)Texte anzulegen — genau so, wie es die Sammler von bildender Kunst auch tun.
Bisher gehörten die Urheber, also die Autoren und Komponisten, zu den am schlechtesten Verdienenden in der ganzen Produktionskette. Diesem Missstand könnte man mit dem Werksverkauf vielleicht ein Ende setzen.

Bühne


Neue Köpfe im Theater am Neumarkt

Mit dem Direktionswechsel im Theater am Neumarkt Ende der Spielzeit verlassen sämtliche administrativen und künstlerischen Mitarbeiter das Haus. Nur die Techniker und die Leute der Billettkasse bleiben. 
Langsam sickert durch, wer im neuen Team sein wird. Esther Widmer, bisher Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendtheaterverbandes astej, wird kaufmännische Leiterin und löst den geschassten Kurt Scheidegger ab. Eine der zwei Dramaturgenstellen übernimmt Martin Bieri, zurzeit im Fabriktheater mit Schauplatz International im Einsatz (siehe Live-Theaterkritik). Bieri, radikal im Denken, ist der richtige Mann für eine starke Profilierung des Hauses, er dürfte in der Truppe von Rafael Sanchez und Barbara Weber eine gewichtige Rolle spielen. Schon einmal war er im Theater am Neumarkt zu sehen, in der ersten Spielzeit von Wolfgang Reiter erarbeitete Schauplatz International mit dem Neumarkt-Ensemble ein Projekt. Die Gruppe machte sich damals bei einem Teil des Neumarkt-Teams unbeliebt, weil sie auf der Bühne die Löhne sämtlicher Neumarkt-Mitarbeiter ausplauderte.