Film
24. Mai 2008
Erfolgsabhängige Filmförderung wie Boni für Banker
Im Jahr 2006 zählten die Schweizer Filme 1,6 Millionen Kinoeintritte, die erfolgsabhängige Filmförderung des Bundes, “Succes Cinema“, belohnte dafür die Produzenten und Kinos mit insgesamt 5,3 Millionen Franken. 2007 erreichten die Schweizer Filme nur noch 810′000 Eintritte, ausbezahlt wurden aber immer noch 5,1 Millionen Franken. Das ist wie bei den Boni der Banker: egal ob Gewinn oder Verlust, die “erfolgsabhängige” Entschädigung landet im Frühjahr zuverlässig auf dem Konto.
Thomas H. schrieb:
Diese «Boni» landen nicht automatisch auf den Konti der Produzenten und Kinos: «Die Fördergelder von Succes Cinema fliessen in neue Projekte, in die Herstellung und in die Promotion von neuen Schweizer Filmen.» Für den Bezug müssen die entsprechenden Formulare für Drehbuch, Projektentwicktlung, Herstellung oder Verleih ausgefüllt werden. Und für das Erfolgsjahr 2006 hätten eigentlich mehr Fördergelder ausbezahlt werden müssen, allerdings steht einfach nicht mehr Geld für Succes Cinema zur Verfügung…
Geschrieben am 24. Mai 2008 um 12:50Uhr | Permalink
rb schrieb:
Stimmt natürlich. Es geht hier nur um das Paradox, dass bei dieser “erfolgsabhängigen” Förderung der ausgeschüttete Betrag bei halb so vielen Zuschauern praktisch unverändert bleibt…
Geschrieben am 25. Mai 2008 um 00:03Uhr | Permalink
Thomas H. schrieb:
Das Paradox ist aber eben umgekehrt: Bei doppelt so vielen Besuchern hat sich die Summe nicht verdoppelt.
Geschrieben am 25. Mai 2008 um 09:52Uhr | Permalink
Manfred M. schrieb:
Nur vergessen die Autoren, dass 2006 die Gesamtsumme wegen des Erfolgs um 20% gekürzt worden ist. Wie ist das also mit dem Paradox?
Geschrieben am 27. Mai 2008 um 00:25Uhr | Permalink