Bühne


Neumarkt: Abschluss mit Liebe

 
Am Schluss kommen Direktor Wolfgang Reiter (rechts) und Chefdramaturg Dietmar Seiler mit Kochschürze rein, stellen mit den Schauspielern Tische und Bänke auf, stehen hinter den Grill und beginnen zu kochen. Alle Gäste Tafeln zusammen mit dem Neumarkt-Team. Sogar der Zürcher Kulturchef Jean-Pierre Hoby setzte sich zu Tisch, zwar half er nicht wie die andern Gäste beim Zubereiten mit, dennoch kann seine Anwesenheit als positives Signal zum Ende der Intendanz von Wolfgang Reiter gewertet werden — nach all den Turbulenzen ist dies nicht selbstverständlich.
Zuvor sah man eine Wortcollage bzw. eine Installation mit Texten aus Roland Barthes “Fragmente einer Sprache der Liebe”. Bei der gefängnisartigen Anordnung ist nie ganz klar, was drinnen und was draussen ist. Die Zuschauer bewegen sich, sind Teil der Installation, der Raum wird vollständig ausgenutzt. Mit der Pianobegleitung wird diese Abschlussproduktion zu einem stimmungsvollen Erlebnis – bei der aber ganz im Stil von Wolfgang Reiters bisherigen Intendanz der Fokus beim Text bleibt.
Falls dieser Bericht etwas gar wirr daher kommen soll, so liegt das am guten Wein der zum Essen serviert wird. Jedenfalls: so behält man die die Ära Reiter gerne in Erinnerung.

Keine Kommentare möglich.