Kunst/Museen


Ruf des Muezzin, Teil 2

Es war eine der stärksten Kunstaktionen des letzten Jahres, als von verschiedenen Kirchtürmen plötzlich der Muezzin zum Gebet rief. Der Künstler Johannes Gees hatte im Auftrag von agent-provocateur.ch die Lautsprecher heimlich auf den Türmen des Zürcher Grossmünsters, des Berner Münsters oder der Klosterkirche Einsiedeln versteckt und zur Gebetszeit rufen lassen (Filme dazu hier und hier).
Jetzt macht Gees die Aktion museumstauglich. Die Originallautsprecher sind zurzeit in der Kunsthaus-Ausstellung “Shifting Identities“ vor einem Panorama religöser Gemälde und Skulpturen aus dem 16. und 17. Jahrhundert aufgestellt. Aus dem Lautsprecher ertönt ein Mix aus einem Ruf des Muezzin und einem innerschweizer Sennen-Betruf.
Hier “Salat #2″ von Johannes Gees (für den Ton auf den kleinen Pfeil unten klicken): 

(c) Johannes Gees

Kommentar (1) zu “Ruf des Muezzin, Teil 2”

  1. philipp meier schrieb:

    meines wissens wurden zwei kunstaktionen/-interventionen im stadtraum, die auf vorschläge von künstler/gruppen im rahmen von shifting identities hätten stattfinden sollen, nicht bewilligt. eine dritte hat stattgefunden und wird in den nächsten tagen immer wieder auftauchen, jedoch nicht durch shifting identities kuratiert (morgen exklusiv beim tages-anzeiger;)