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Keine Kultur mehr und keiner merkts

Auf die Frage, was die Auswirkungen wären, wenn alle Kultursubventionen gestrichen würden, sagt der angesehene frühere Feuilletonchef der Basler Zeitung, Hans-Joachim Müller, im ProLitteris-Magazin “Gazetta”:

“Die Mehrzahl der Leute würde gar nichts merken.”

Bitter. (Müller ist notabene ein grosser Verfechter von Kultursubventionen.)

Kommentare (4) zu “Keine Kultur mehr und keiner merkts”

  1. Pavel schrieb:

    Wohl würden sie es merken! Dann gäbs 365 Mal im Jahr Phantom der Oper im Opernhaus. Oder Cats. Oder besser: Einen gaaaanz grossen Starbucks. Px

  2. philipp meier schrieb:

    @pavel: die mehrzahl der leute gehen nicht in die oper (und auch nicht ins theater oder museum). deshalb würde die mehrzahl der leute gar nichts merken, wenn die kultursubventionen gestrichen würden. die würden sich wahrscheinlich sogar über eine starbucks-filiale im opernhaus freuen, denn dann könnten sie endlich für einen lumpigen 8-franken-caramel-macchiato das tolle ambiente geniessen…;)

  3. luxo schrieb:

    auch, die, die sich nicht angeblich nicht für “kultur” interessieren, wollen auf die dauer nicht in einer welt “ohne kultur” leben

  4. Lukas Vogelsang schrieb:

    …aber leider ist diese These tatsächlich zu bedenken! Zu schnell gewöhnt sich der Mensch an einen Zustand. Ob mit oder ohne Kultur – es geht ja sonst alles weiter und ist vielleicht einfach weniger fordernd. Traurige Tatsache… (und zudem gibt’s Möglichkeiten für Neues…)