Oper in der Fanzone: Besser als Fussball

Dem Opernhaus ist mit der Übertragung der Carmen-Premiere in der Fanzone am Bellevue ein Coup gelungen. Der Ansturm war grösser als an manchen Vorrunden-Spielen, alle Sitzplätze wären besetzt, Hunderte von Leuten mussten stehen oder auf dem Boden Platz nehmen. Damit ist klar: einer der grössten Profiteure der Euro ist das Zürcher Opernhaus. Die Kosten für die neuen Schallschutzfenster und für diese geniale PR-Aktion einer Gratis-Opern-Übertragung übernahm die Stadt. Der Nutzen, der das Opernhaus daraus zieht, reicht weit über die Euro hinaus.
Schauspielhaus-Direktor Matthias Hartmann hat die “Carmen” auf Hochglanz poliert, aalglatt wie ein Spoerli-Ballett kommt seine Inszenierung daher — für eine Grossleinwand-Übertragung ideal. Nur eine kurze Bild-Ton-Verzögerung trübte an dem wunderbaren Sommerabend den Genuss der Bizet-Ohrwürmer, doch wenn man beim Zuschauen ein paar Carlsberg-Biere zu sich nahm, war dies kaum mehr bemerkbar.
Eigentlich sollte das Opernhaus nun einen Schritt weitergehen und seinen Chor und den Escamillo beim Euro-Finale zur Verfügung stellen, damit die bei jedem Tor der Spanier das “Toreador”-Lied anstimmen können.
Zum Thema:
EM & Pereira: Unnötig geschimpft
unkultur schrieb:
Sag ich doch: Kultur, werde der neue Sport!
Geschrieben am 29. Juni 2008 um 01:47Uhr | Permalink
edvard kunzt schrieb:
Zur schweizerischen Kulturförderung
Der Eidgenössische Wettbewerb für Kunst wird seit 1994 jedes Jahr im Vorfeld der Art Basel durchgeführt. Die Erregung entsteht dabei beispielsweise durch das Beobachten des Ausscheidungsvorgangs, den Anblick von Kunst oder auch durch direkten Körperkontakt. Jedes Jahr reichen über 600 Kunstschaffende, ArchitektInnen und VermittlerInnen unter 40 Jahren für die erste Runde ein Dossier ein. Auch das Aufhalten des Ausscheidungsvorgangs bis zum Kontrollverlust und die dadurch entstehenden Gefühle können zum Lustgewinn führen. Rund 80 Arbeiten werden anschliessend für die zweite Runde ausgewählt und in der Ausstellung «Swiss Art Awards» gezeigt, die gleichzeitig zur Art in der Messe Basel stattfindet. Die eigene oder fremde Kunst wird dabei häufig auf dem eigenen oder fremden Körper verschmiert. Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten vom Schleimhautkontakt mit Kunst absehen.
Helft uns, indem ihr euch selbst helft!
Folgt uns! Auf euch hoffen die Millionen!
GRUPPE EDVARD KUNZT
Geschrieben am 29. Juni 2008 um 11:50Uhr | Permalink
Axel F. schrieb:
Hallo !
Die Spanier werden aber kein Tor mehr schiessen, deshalb wären der Chor und Escamillo ARBEITSLOS.
Gruß Axel
Geschrieben am 29. Juni 2008 um 12:53Uhr | Permalink
rb schrieb:
Was schlagen Sie vor, Axel, welche Arie soll die Opernhaus-Crew bei einem Tor der Deutschen anstimmen? Eine Wagner-Hymne? Oder hat Beethoven noch etwas eingängiges auf Lager, was noch nicht von der EU in Beschlag genommen wurde?
Geschrieben am 29. Juni 2008 um 13:28Uhr | Permalink
Axel F. schrieb:
Hallo !
Am besten was man auch auf den Fußball an sich beziehen kann. Vieleicht folgendes:
http://www.klassikradio-shop.de/musik/dein-ist-mein-ganzes-herz.2077.html
Gruß Axel
Geschrieben am 29. Juni 2008 um 14:01Uhr | Permalink
Ticketing schrieb:
Wirklich eine schöne Idee! So erschliesst man neue Besuchergruppen!
Geschrieben am 8. Juli 2008 um 19:30Uhr | Permalink