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	<title>kulturblog.ch &#187; Literatur</title>
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	<description>Das war der Blick auf Zürichs Kulturgeschehen mit 566 Artikeln und 1678 Kommentaren (15.06.2006-8.11.2008)</description>
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		<title>SBVV gegen Ex Libris: Verzweiflungstat</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 11:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, ich geb&#8217;s zu: bei der letzten Ex-Libris-30 Prozent-Rabatt-Aktion auf das gesamte Sortiment habe ich auch zugeschlagen und einige teure Sachbücher bestellt. Aber: wenn ich an der kleinen Buchhandlung vorbeifahre und mich ein Roman interessiert, so ist es mir eigentlich egal, ob er 20 oder 25 Franken kostet.
Nun geht der Buchhändler- und Verlegerverband SBVV also juristisch gegen Ex [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, ich geb&#8217;s zu: bei der letzten Ex-Libris-30 Prozent-Rabatt-Aktion auf das gesamte Sortiment habe ich auch zugeschlagen und einige teure Sachbücher bestellt. Aber: wenn ich an der kleinen Buchhandlung vorbeifahre und mich ein Roman interessiert, so ist es mir eigentlich egal, ob er 20 oder 25 Franken kostet.<br />
Nun geht der Buchhändler- und Verlegerverband SBVV also <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/Zu-tiefe-Preise-Buchhaendler-klagen-gegen-Ex-Libris/story/16109575">juristisch gegen Ex Libris vor</a>. Die Klage ist völlig deplatziert, in mehrfacher Hinsicht. Der SBVV hatte unermüdlich proklamiert, dass durch die Aufhebung der Buchpreisbindung mit Ausnahme der Bestseller die Bücher teurer würden. Deshalb sei die Aufhebung der Buchpreisbindung auch für die Konsumenten schädlich. Ex Libris hat aber die Preise aller Bücher gesenkt &#8211; dadurch verliert der SBVV sein wichtigstes Argument für die Wiedereinführung der Buchpreisbindung.<br />
Bei der Diskussion geht auch vergessen, weshalb die Buchpreisbindung in der Schweiz so stossend war: In der Schweiz wurden viel höhere Preise für die Bücher verlangt als in Deutschland. Die Folge: man bestellte die Bücher bei Amazon.de zum billigen deutschen Tarif. Kein Wunder kam das Geld für die Kampagne des SBVV gegen die Abschaffung aus Deutschland. Der deutsche Verband machte für die Kampagne mehrere Hunderttausen Franken locker &#8212; die Schweizer nahmen dieses Geld erstaunlicherweise dankend an.<br />
Der grösste Profiteur einer Wiedereinführung der Buchpreisbindung wäre nicht der Schweizer Buchhandel, erst recht nicht der Leser, sondern Amazon Deutschland. Anstatt teure, völlig chancenlose Klagen in die Welt zu setzen, sollte der SBVV seine Energie besser in neue Ideen stecken. Zu denken geben sollte dem SBVV auch, dass die innovativsten Buchhändler und Verleger über den verzweifelten Kampf des SBVV um die Buchpreisbindung nur den Kopf schütteln.</p>
<p><em>Nachtrag: </em>Ex Libris hat den Auslöser der Klage, den falschen Preis beim Franz-Hohler-Buch, umgehend korrigiert. Rechts der tiefe Preis im Inserat vom Freitag, links der höhere im Inserat in der Sonntagspresse:<br />
<img id="image962" alt="libris1.jpg" src="http://www.kulturblog.ch/wp-content/uploads/2008/09/libris1.jpg" /></p>
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		<title>Kulturangebot auf dem Lande: Lesebank</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jul 2008 11:44:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>

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		<description><![CDATA[
Gesehen bei Rifferswil ZH. In der Box sind ausschliesslich Kinder- und Jugendbücher.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image941" alt="lesebank1.jpg" src="http://www.kulturblog.ch/wp-content/uploads/2008/07/lesebank1.jpg" /></p>
<p>Gesehen bei Rifferswil ZH. In der Box sind ausschliesslich Kinder- und Jugendbücher.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>BAK: Erfolgsabhängige Förderung am falschen Ort</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 11:12:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesamt für Kultur will eine erfolgsabhängige Buchförderung einführen, nach dem Vorbild von Succes Cinéma. Warum ausgerechnet beim Buch? Beim Film ist eine erfolgsabhängige Förderung nachvollziehbar: aufwändige Produktionen sind meist publikumsträchtiger, mit einer erfolgsabhängigen Förderung ist der Anreiz da, in grössere und teurere Produktionen zu investieren. Auch in der freien Theaterszene könnte eine erfolgsabhängige Förderung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.bak.admin.ch" target="_blank">Bundesamt für Kultur</a> will eine erfolgsabhängige Buchförderung einführen, nach dem Vorbild von <a href="http://www.bak.admin.ch/bak/themen/kulturfoerderung/00486/00602/index.html?lang=de" target="_blank">Succes Cinéma</a>. Warum ausgerechnet beim Buch? Beim Film ist eine erfolgsabhängige Förderung nachvollziehbar: aufwändige Produktionen sind meist publikumsträchtiger, mit einer erfolgsabhängigen Förderung ist der Anreiz da, in grössere und teurere Produktionen zu investieren. Auch in der freien Theaterszene könnte eine erfolgsabhängige Förderung sinnvoll sein, damit weniger und dafür ausgereiftere Produktionen auf die Bühnen kämen.<br />
Doch bei der Literatur? Was kann da eine erfolgsabhängige Förderung bewirken? Dass die Bestsellerautoren noch mehr verdienen? Dass die Verlage dafür belohnt werden, wenn sie nur noch Bücher von erfolgsversprechenden Autoren verlegen? Schreibt ein Schriftsteller plötzlich verständlicher, publikumsnäher oder besser, wenn bei Erfolg eine zusätzliche Geldprämie lockt? Kaum.<br />
Beim Film und beim freien Theater ist das in der Regel anders: Das Fördersystem setzt dort den Anreiz, möglichst viel Aufwand in die Akquise von Fördergeldern zu stecken und möglichst wenig in die Produktion. Eine erfolgsabhängige Förderung kann in jenen Sparten tatsächlich zu einer Qualitätssteigerung führen, bei der Literatur nicht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Peter Stamm über Käse und Literatur</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2008/05/12/peter-stamm-uber-kase-und-literatur/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 May 2008 18:29:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Schriftsteller Peter Stamm machte in einem Vortrag auf die finanzielle Misere seiner Berufsgattung aufmerksam:
&#8220;Das Geld, das die Schweizerische Eidgenossenschaft an Autoren bezahlt entspricht den Direktzahlungen an sechzehn Landwirtschaftsbetriebe. Das mag einer der Gründe sein, weshalb unser Land bekannter ist für seinen Käse als für seine Literatur.&#8221;
Mehr Geld = bessere Literatur? Diese Aussage ist auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schriftsteller Peter Stamm machte in einem <a href="http://www.suisseculture.ch/doss/soz/peter_stamm.htm" target="_blank">Vortrag</a> auf die finanzielle Misere seiner Berufsgattung aufmerksam:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Geld, das die Schweizerische Eidgenossenschaft an Autoren bezahlt entspricht den Direktzahlungen an sechzehn Landwirtschaftsbetriebe. Das mag einer der Gründe sein, weshalb unser Land bekannter ist für seinen Käse als für seine Literatur.&#8221;</p></blockquote>
<p>Mehr Geld = bessere Literatur? Diese Aussage ist auch Stamm wohl nicht ganz geheuer, weshalb er weiter unten im Vortrag ergänzt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es gibt keine Garantie dafür, dass mehr Geld für die Literatur zu besseren Büchern führt, aber vieles spricht dafür. Zeiten grosser künstlerischer Leistungen waren immer auch Zeiten, in denen die Arbeit der Künster geschätzt und angemessen entschädigt wurde.&#8221;</p></blockquote>
<p>Was Peter Stamm sagen möchte, lässt sich in vier Worten zusammenfassen: Gebt mir mehr Geld! Sein Frust ist nachvollziehbar: Als einer der bekanntesten und erfolgreichsten Schriftsteller der Schweiz verdient er (laut eigener Aussage) nicht mehr als ein Lehrer. Aber dass mit einer Umverteilung des Geldes aus dem Käseland ein Literaturland würde, das ist nur Käse.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Muschg und die Verdummung</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2008/05/04/muschg-und-die-verdummung/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 May 2008 18:24:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Adolf Muschg hat an den Solothurner Literaturtagen seinem Zorn freien Lauf gelassen, den Literaturkritikern die Leviten gelesen und darüber geklagt, wie alles schlimmer werde. Gemäss Tages-Anzeiger sagte er:
Der Markt setze sich überall massiv durch, auch im kulturellen Bereich, und bewirke Barbarisierung und Verdummung.
Verdummung? Haben wir das nicht schon Tausende Male gehört? Weshalb sind gerade Intellektuelle so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Adolf Muschg hat an den Solothurner Literaturtagen seinem Zorn freien Lauf gelassen, den Literaturkritikern die Leviten gelesen und darüber geklagt, wie alles schlimmer werde. Gemäss Tages-Anzeiger <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/buecher/867027.html" target="_blank">sagte</a> er:</p>
<blockquote><p>Der Markt setze sich überall massiv durch, auch im kulturellen Bereich, und bewirke Barbarisierung und Verdummung.</p></blockquote>
<p>Verdummung? Haben wir das nicht schon Tausende Male gehört? Weshalb sind gerade Intellektuelle so anfällig dafür, die Vergangenheit zu verklären und für die Zukunft schwarz zu sehen? Obwohl dies nachweislich völlig falsch ist?<br />
Zum Glück sind nicht alle älteren Intellektuellen so. Neben Muschg ist es geradezu eine Wohltat, Hugo Loetscher zuzuhören, der selbst den Jugendslang mit einer positiven Neugier verfolgt und bei dem man nie auch annähernd das Gefühl hat, dass er den Wandel automatisch als Verschlechterung aufnimmt. Wenn man von Loetscher etwas hört, so ist es (fast) immer lustvoll und hoch intelligent. Bleibt die Frage: Warum ist Muschg in den Medien so viel präsenter als Loetscher?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schweizer Buchpreis: Noch eine Auszeichnung</title>
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		<pubDate>Thu, 01 May 2008 11:58:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern mokierte sich die FAZ über die Literaturpreisflut im deutschsprachigen Raum &#8212; und an dem selben Tag melden der Schweizer Buchhändler- und Verlegerverband SBVV und der Verein Literaturfestival Basel, dass im November erstmals ein &#8220;Schweizer Buchpreis&#8221; verliehen wird, dotiert mit 50&#8242;000 Franken.
Die FAZ meint zu den vielen Preisen:
&#8220;Hunderte von öffentlichen und privaten Literaturpreisen nämlich sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EA29275D90AD24A7EBCC8CC4FA5556A40~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton" target="_blank">mokierte</a> sich die FAZ über die Literaturpreisflut im deutschsprachigen Raum &#8212; und an dem selben Tag <a href="http://www.news.ch/307958/detail.htm" target="_blank">melden</a> der Schweizer Buchhändler- und Verlegerverband SBVV und der Verein Literaturfestival Basel, dass im November erstmals ein &#8220;Schweizer Buchpreis&#8221; verliehen wird, dotiert mit 50&#8242;000 Franken.<br />
Die FAZ meint zu den vielen Preisen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Hunderte von öffentlichen und privaten Literaturpreisen nämlich sind auf die deutschsprachige Literatur niedergegangen, haben sie sanft unter sich begraben. Meldung um Meldung sendet ein Literaturredakteur in den Orbit, manchmal fünf am Tag. Sie verstopfen nicht nur den Stehsatz.&#8221;</p></blockquote>
<p>Auch ich hatte mir schon überlegt, wie lange man bei einer Tageszeitung in den Kurzmeldungen täglich eine erfundene Preisvergabe mit einem erfundenen Preisträger vermelden könnte, bis es jemand merkt. Wahrscheinlich mehrere Jahre.<br />
Zurück zum Schweizer Buchpreis. Da hinter der Vergabe der Verband steckt, so ist das Ziel des Preises wohl nicht nur, einen verdienten Autor<strike>en</strike> auszuzeichnen; die Verleihung soll wohl auch Promotionszwecken dienen. Dasselbe machen auch die Filmleute mit dem Schweizer Filmpreis oder die Bühnensparten mit ihrem Preisen.<br />
Am besten wäre, all diese nationalen Kulturpreise zusammenzulegen und an demselben Galaabend zu vergeben, der vom TV übertragen wird. Damit wäre allen gedient: die Beachtung wäre für alle höher und die lastige Preisverleiherei auf einen Tag pro Jahr beschränkt. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Peinlicher Autorenverband</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2008/04/29/peinlicher-autorenverband/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 19:12:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz AdS lädt zur Generalversammlung und schreibt dazu:
&#8220;Im vergangenen Wahlkampf, der so menschenverachtend war wie selten ein Wahlkampf zuvor, haben einige wenige Schriftsteller und Schriftstellerinnen das Schweigen ihrer Kollegen kritisiert. Warum haben Intellektuelle als Meinungsbilder keinen Einfluss mehr auf die Gesellschaft?&#8221;
Die Antwort liefert der AdS gleich selbst: wer den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz AdS lädt zur Generalversammlung und <a href="http://www.a-d-s.ch/home/index.php?id=514&#038;backPID=395&#038;tt_news=655" target="_blank">schreibt</a> dazu:</p>
<blockquote><p>&#8220;Im vergangenen Wahlkampf, der so menschenverachtend war wie selten ein Wahlkampf zuvor, haben einige wenige Schriftsteller und Schriftstellerinnen das Schweigen ihrer Kollegen kritisiert. Warum haben Intellektuelle als Meinungsbilder keinen Einfluss mehr auf die Gesellschaft?&#8221;</p></blockquote>
<p>Die Antwort liefert der AdS gleich selbst: wer den letzten Wahlkampf als &#8220;so menschenverachtend wie selten ein Wahlkampf zuvor&#8221; bezeichnet, der hat von Geschichte keine Ahnung &#8212; und zurecht keinen Einfluss. Wie die Weigerung, Oskar Freysinger in den Verband aufzunehmen, ist auch dieser Text zur GV-Einladung selbst für Nicht-SVP-Anhänger nur eines: peinlich.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Lukas Bärfuss und die sexuellen Eskapaden von Entwicklungshelfern</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2008/04/08/lukas-barfuss-und-die-sexuellen-eskapaden-von-entwicklungshelfern/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 08:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Dank Lukas Bärfuss wird zurzeit intensiv über den Sinn und Unsinn von Entwicklungshilfe gesprochen, zum Beispiel heute wieder auf einer ganzen Seite im Tages-Anzeiger. Die ganze Diskussion dreht sich darum, ob die Entwicklungshilfe und -helfer Mitschuld am Völkermord in Ruanda tragen, bzw. ob Entwicklungshilfe an sich kontraproduktiv ist.
Ein ganz anderes Problemfeld der Entwicklungshilfe wird im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dank <a href="http://www.wallstein-verlag.de/9783835302716.html" target="_blank">Lukas Bärfuss</a> wird zurzeit intensiv über den Sinn und Unsinn von Entwicklungshilfe gesprochen, zum Beispiel heute wieder auf einer ganzen Seite im <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/varia/858975.html" target="_blank">Tages-Anzeiger</a>. Die ganze Diskussion dreht sich darum, ob die Entwicklungshilfe und -helfer Mitschuld am Völkermord in Ruanda tragen, bzw. ob Entwicklungshilfe an sich kontraproduktiv ist.<br />
Ein ganz anderes Problemfeld der Entwicklungshilfe wird im Buch zwar angedeutet, bisher hat es aber niemand aufgenommen: David Hohl, der Entwicklungshelfer im Roman, ist in Ruanda tagelang mit seinen sexuellen Eskapaden mit seiner einheimischen Geliebten beschäftigt, sodass man sich fragt, wann der überhaupt noch arbeitet. Über mehrere Seite breitet Bärfuss detailreich das Sexleben Hohls aus.<br />
Eigentlich wäre das noch kein Problem. Nur, so wie Leute von der Hilfswerke-Front berichten, sei genau dies mit ein Motiv vieler Entwicklungshelfer für ihren Einsatz in der Fremde: ihre sexuellen Fantasien ausleben zu können. Fast überall gebe es Entwicklungshelfer, die ihre Macht und die Armut der Bevölkerung ausnützten und zum Teil mehrere Frauen in ihren Häusern hielten. Dass die ausländischen Helfer in den entsprechenden Ländern einen so schlechten Ruf haben, liege nicht zuletzt an diesem Verhalten. Die Ausschweifungen der Mitarbeiter erachten auch die Organisationen intern als grosses Problem &#8212; an die Öffentlichkeit darf das aber nicht.<br />
Die Romanfigur David Hohl nützt seine Machtposition nicht aus, seine Geliebte ist äusserst stark, er hat sich eher ihr zu fügen als umgekehrt. Dennoch: die (sexuelle) Beziehung nimmt einen wichtigen Stellenwert ein, was durchaus Grund wäre, diesen Aspekt der Entwicklungshilfe einmal zur Debatte zu stellen.</p>
<p><em>Zum Thema:<br />
<a href="http://www.kulturblog.ch/2008/03/12/lukas-barfuss-auch-als-romancier-aufs-richtige-thema-gesetzt/">Lukas Bärfuss: Auch als Romancier aufs richtige Thema gesetzt</a></em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Freysingers Buchwerbung</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2008/04/02/freysingers-buchwerbung/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Apr 2008 11:18:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[kulturblog.ch hat aus geheimer Quelle das Werbeplakat für ein neues Buch von Nationalrat und Autor Oskar Freysinger erhalten:

(Das Bild zeigt Ruth Schweikert mit Kind bei ihrem Iran-Besuch vor einem Jahr, Screenshot rebell.tv).  
Zum Thema:
Ruth Schweikert mit Kopftuch
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>kulturblog.ch hat aus geheimer Quelle das Werbeplakat für ein neues Buch von Nationalrat und Autor <a href="http://www.ofreysinger.ch" target="_blank">Oskar Freysinger</a> erhalten:</p>
<p><img id="image824" alt=schweikert1.JPG src="http://www.kulturblog.ch/wp-content/uploads/2008/04/schweikert1.JPG" /></p>
<p>(Das Bild zeigt Ruth Schweikert mit Kind bei ihrem Iran-Besuch vor einem Jahr, Screenshot <a href="http://rebell.tv" target="_blank">rebell.tv</a>).  </p>
<p><em>Zum Thema:<br />
<a href="http://www.kulturblog.ch/2007/03/12/ruth-schweikert-mit-kopftuch/">Ruth Schweikert mit Kopftuch</a></em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Annemarie Schwarzenbach: Entdeckung zum Jubiläum</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2008/03/22/annemarie-schwarzenbach-entdeckung-zum-jubilaum/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Mar 2008 21:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[
Möchte ein Autor auch nach seinem Tod im Gespräch bleiben, so müsste man ihm raten, unveröffentlichte Manuskripte zu verstecken. Sodass nach dem Tod immer wieder ein Forscher eine Entdeckung vermelden kann, die dann zu einem runden Todes- oder Geburtsjahr veröffentlicht wird.
Eine solche Entdeckung ist Annemarie Schwarzenbachs &#8220;Eine Frau zu sehen&#8220;, kürzlich im Nachlass aufgefunden von Alexis Schwarzenbach, dem Grossneffen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image809" alt="schwarzenbach.jpg" src="http://www.kulturblog.ch/wp-content/uploads/2008/03/schwarzenbach.jpg" /><br />
Möchte ein Autor auch nach seinem Tod im Gespräch bleiben, so müsste man ihm raten, unveröffentlichte Manuskripte zu verstecken. Sodass nach dem Tod immer wieder ein Forscher eine Entdeckung vermelden kann, die dann zu einem runden Todes- oder Geburtsjahr veröffentlicht wird.<br />
Eine solche Entdeckung ist Annemarie Schwarzenbachs &#8220;<a href="http://www.keinundaber.ch/buecher_und_records/buecher/schwarzenbach_eine_frau_zu_sehen/index.html" target="_blank">Eine Frau zu sehen</a>&#8220;, kürzlich im Nachlass aufgefunden von Alexis Schwarzenbach, dem Grossneffen der Autorin. Zu ihrem <a href="http://www.stadt-zuerich.ch/internet/zuerichkultur/home/institutionen/home/redirect_sho/strauhof/home/archiv/0.html" target="_blank">100. Geburtstag</a> wurde der Text nun bei Kein und Aber veröffentlicht.<br />
Es handelt sich um eine kurze, leidenschaftliche Coming-Out-Geschichte, die Schwarzenbach im Alter von 21 Jahren geschrieben hat.</p>
<blockquote><p>&#8220;(..) ich erstaune vor der schönen und leuchtenden Kraft ihres Blickes, und nun begegnen wir uns, eine Sekunde lang, und ich fühle unwiderstehlich den Drang, mich ihr zu nähern, herber, schmerzlicher noch, dem ungeheuren Unbekannten zu folgen, das sich wie Sehnsucht und Aufforderung in mir regt &#8211;&#8221;</p></blockquote>
<p>Wie die junge Ich-Erzählerin vor der Begegnung mit ihrer Angebeteten zittert, wie man bis zum letzten Satz nicht weiss, ob die Liebe Erfüllung findet oder nicht, macht das Büchlein zu einer Entdeckung, die sich gelohnt hat, entdeckt zu werden. <br />
Da kann man nur hoffen, dass beim nächsten Schwarzenbach-Jubiläum der nächste Text von ihr auftaucht&#8230;</p>
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