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	<title>kulturblog.ch &#187; Musik</title>
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	<description>Das war der Blick auf Zürichs Kulturgeschehen mit 566 Artikeln und 1678 Kommentaren (15.06.2006-8.11.2008)</description>
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		<title>Hoteljazz mit Rolf Lyssy und Jürg Ramspeck</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 12:33:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[
Jeden Donnerstag spielt in der Hotelbar des Eden au Lac der Filmemacher Rolf Lyssy (rechts) mit seiner Jazzband, Pianist ist der Blick-Kolumnist und frühere Chefredaktor der Weltwoche, Jürg Ramspeck. Während der erfolgreichste Filmemacher und einer der bekanntesten Journalisten des Landes mit ihrer Band sanfte Rhythmen erklingen lassen, sitzt im Publikum die alte Garde des erlauchten Zürcher Kultur- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image836" alt="Foto rb" src="http://www.kulturblog.ch/wp-content/uploads/2008/04/lyssi_jazz.jpg" /><br />
Jeden Donnerstag <a href="http://www.edenaulac.ch/desktopdefault.aspx/tabid-191/438_read-940" target="_blank">spielt</a> in der Hotelbar des Eden au Lac der Filmemacher Rolf Lyssy (rechts) mit seiner Jazzband, Pianist ist der Blick-Kolumnist und frühere Chefredaktor der Weltwoche, Jürg Ramspeck. Während der erfolgreichste Filmemacher und einer der bekanntesten Journalisten des Landes mit ihrer Band sanfte Rhythmen erklingen lassen, sitzt im Publikum die alte Garde des erlauchten Zürcher Kultur- und Gesellschaftslebens, sofern es so etwas überhaupt gibt. An den Tischen wird rege diskutiert, alle scheinen einander zu kennen, hier ist es wohl, wo Gesellschaftsreporterin <a href="http://www.kulturblog.ch/2008/02/28/hildegard-schwaninger-kauft-ihr-warhol-bild/">Hildegard Schwaninger</a> (sie war gestern auch da) einen Teil ihrer Geschichten herhat. <br />
Zuzuschauen, wie die Herren Lyssy und Ramspeck leidenschaftlich an ihren Instrumenten sitzen, ist eine Freude, auch wenn der Sound sehr im hotelkonformen Mainstream bleibt. Aber Vorsicht: in der Getränkekarte heisst es, dass es sich bei den Preisen um &#8220;Konzertpreise&#8221; handelt, diesen Hinweis sollte man ernst nehmen.</p>
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		<title>UBS: 10 Millionen für Lucerne Festival</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 07:09:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Milliarden-Abschreiber der UBS haben offenbar keinen Einfluss auf das Sponsoring der Bank, zumindest nicht was die klassische Musik betrifft. Kürzlich hatte die UBS zwar mitgeteilt, dass sie das Sponsoring-Engagement für das Verbier Festival und das dazugehörende Orchester kündet, in der New York Times sagt jedoch Michael Haefliger, Direktor des Lucerne Festivals, das Geld komme nun &#8220;im selben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Milliarden-Abschreiber der UBS haben offenbar keinen Einfluss auf das Sponsoring der Bank, zumindest nicht was die klassische Musik betrifft. Kürzlich hatte die UBS zwar mitgeteilt, dass sie das Sponsoring-Engagement für das <a href="http://www.verbierfestival.com/" target="_blank">Verbier Festival</a> und das dazugehörende Orchester kündet, in der New York Times <a href="http://www.nytimes.com/2008/04/05/arts/music/05fest.html?ref=arts" target="_blank">sagt</a> jedoch Michael Haefliger, Direktor des Lucerne Festivals, das Geld komme nun &#8220;im selben Umfang&#8221; dem <a href="http://www.lucernefestival.ch/" target="_blank">Lucerne Festival</a> zugute.<br />
Laut New York Times handelt es sich um gut zehn Millionen Franken pro Jahr. Das Tages-Anzeiger-Magazin bezeichnete in einer langen <a href="http://dasmagazin.ch/index.php/melodien-fur-millionen/" target="_blank">Reportage</a> vor ein paar Monaten das Engagement der UBS für das Verbier Festival Orcherstra als &#8221;das grösste Kultursponsoring-Projekt der Welt&#8221;. Die UBS lässt sich Verbier &#8211; bzw. jetzt das Lucerne Festival &#8211; mehr kosten als Alinghi.<br />
Glückliches Lucerne Festival, kann man da nur sagen. Und: Spätestens jetzt hat der spröde wirkende Michael Haefliger den <a href="http://www.opernhaus.ch" target="_blank">Opernhaus</a>-Intendanten Alexander Pereira als Sponsoring-König enttront. Nur in Sachen junge Freundin ist Pereira noch ungeschlagen.</p>
<p><em>Zum Thema:<br />
</em><a href="http://www.kulturblog.ch/2007/08/29/mehr-privates-geld-als-in-luzern-als-in-zurich/" target="_blank"><em>Mehr privates Geld in Luzern als in Zürich?</em></a><br />
<a href="http://www.kulturblog.ch/2007/10/25/klassik-subventionen-freundschaftsdienst-an-die-banken/"><em>Klassik-Subventionen: Freundschaftsdienst an die Banken</em></a></p>
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		<title>Zürcher Orchester: Probleme mit Transparenz?</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2008/04/01/zurcher-orchester-probleme-mit-transparenz/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Apr 2008 19:52:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Schauspielhaus, Opernhaus, Kunsthaus und auch einige kleinere Institutionen veröffentlichen einen ausführlichen Geschäftsbericht im Internet. Das ist praktisch, will man etwas nachsehen, hat man sämtliche relevanten Zahlen gleich verfügbar. Beim Schauspielhaus stehen sogar die Geschäftsberichte der vergangenen paar Jahre zum Download bereit, wodurch auch Vergleiche möglich sind.
Die zwei hochsubventionierten Orchester von Zürich, das Tonhalle-Orchester und das Kammerorchester ZKO, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schauspielhaus, Opernhaus, Kunsthaus und auch einige kleinere Institutionen veröffentlichen einen ausführlichen Geschäftsbericht im Internet. Das ist praktisch, will man etwas nachsehen, hat man sämtliche relevanten Zahlen gleich verfügbar. Beim Schauspielhaus stehen sogar die Geschäftsberichte der vergangenen paar Jahre zum Download <a href="http://www.schauspielhaus.ch/www/155.asp" target="_blank">bereit</a>, wodurch auch Vergleiche möglich sind.<br />
Die zwei hochsubventionierten Orchester von Zürich, das <a href="https://www.tonhalle-orchester.ch/" target="_blank">Tonhalle-Orchester</a> und das <a href="http://www.zko.ch/" target="_blank">Kammerorchester</a> ZKO, erachten eine solche Transparenz nicht für nötig. Wer dort die Zahlen möchte und den gedruckten Geschäftsbericht gerade nicht zur Hand hat, muss sich mühselig durchfragen. <br />
Die Zahlen nur schwer zugänglich zu machen, hat sich bisher für die Orchester gelohnt. Während beim Schauspielhaus jede Auflösung von stillen Reserven irgendwann zum Medienthema wird, bleiben die Orchester weitgehend unbehelligt. So hat bei der Tonhalle niemand untersucht, ob und wie die teure Ablösung des Intendanten Tyrgve Nordwall verbucht wurde; viele Fragen blieben in jener Affäre offen (siehe <a href="http://www.kulturblog.ch/2006/12/19/tonhalle-wie-teuer-ist-das-gegenseitige-einvernehmen/" target="_blank">hier</a>). Auch beim kriselnden ZKO wäre es interessant, die Zahlen der letzten paar Jahre vergleichen zu können. Deshalb: Eine Veröffentlichung von detaillierten Zahlen im Internet sollte bei Kulturinstitutionen eine Bedingung für den Bezug von Subventionen sein.</p>
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		<title>Adrian Marthaler: Heimliches SF-Orchester?</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2008/03/24/adrian-marthaler-heimliches-sf-orchester/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 14:12:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einem Jahr verliess Adrian Marthaler, Bruder von Christoph Marthaler, das Schweizer Fernsehen. Von 1999 bis 2004 war er Programmdirektor, danach Kulturleiter. Er wolle sich als &#8220;unabhängiger Kulturschaffender&#8221; betätigen, war die Begründung für den Rücktritt.
Wer den Schlaf entbehren konnte, hatte letzte Nacht auf 3sat die Gelegenheit, Marthalers künstlerisches Schaffen zu betrachten: Von 1.20 Uhr bis 6.30 Uhr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einem Jahr verliess Adrian Marthaler, Bruder von Christoph Marthaler, das Schweizer Fernsehen. Von 1999 bis 2004 war er Programmdirektor, danach Kulturleiter. Er wolle sich als &#8220;unabhängiger Kulturschaffender&#8221; betätigen, war die Begründung für den Rücktritt.<br />
Wer den Schlaf entbehren konnte, hatte letzte Nacht auf 3sat die Gelegenheit, Marthalers künstlerisches Schaffen zu betrachten: Von 1.20 Uhr bis 6.30 Uhr wurden seine Visualisierungen berühmter klassischer Kompositionen ausgestrahlt.<br />
In der <a href="http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/musik/118758/index.html" target="_blank">3sat-Ankündigung</a> steht, dass Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert in C-Dur vom &#8220;Kammerorchester des Schweizer Fernsehens&#8221; gespielt wurde. Nur: Weder ich noch <a href="http://www.google.ch/search?num=100&#038;hl=de&#038;q=%22Kammerorchester+des+Schweizer+Fernsehens%22&#038;btnG=Suche&#038;meta=" target="_blank">Google</a> haben in einem andern Zusammenhang je von einem &#8220;Kammerorchester des Schweizer Fernsehens&#8221; gehört. Da stellt sich die Frage: Hat sich Marthaler während den 37 Jahre im Leutschenbach heimlich ein Orchester zugelegt?</p>
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		<title>ZKO: Pleite-Orchester mit grössten Inseraten</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2008/02/16/zko-pleite-orchester-mit-grossten-inseraten/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:21:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das Zürcher Kammerorchester ZKO ist pleite, hätte der Stadtrat die Sanierung in der Höhoe von mehreren hunderttausend Franken nicht genehmigt, wäre das Orchester wohl vor dem Aus gestanden. Dem letzten Direktor, Aviel Cahn, war die eigene Karriere wichtiger als das Orchester, er verliess das ZKO nach etwas mehr als einem Jahr wieder.
Einen Spitzenrang in Zürich nimmt das ZKO in Sachen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image749" alt="Inserat aus Tages-Anzeiger" src="http://www.kulturblog.ch/wp-content/uploads/2008/02/zko.jpg" /><br />
Das <a href="http://www.zko.ch" target="_blank">Zürcher Kammerorchester ZKO</a> ist pleite, hätte der Stadtrat die Sanierung in der Höhoe von mehreren hunderttausend Franken nicht genehmigt, wäre das Orchester wohl vor dem Aus gestanden. Dem letzten Direktor, Aviel Cahn, war die eigene Karriere wichtiger als das Orchester, er verliess das ZKO nach etwas mehr als einem Jahr wieder.<br />
Einen Spitzenrang in Zürich nimmt das ZKO in Sachen Werbung ein. Zur Einführung des neuen Dirigenten, Muhai Tang, startete das Orchester im Herbst 2006 eine riesige Kampagne mit ganz- und doppelseitigen Inseraten in der Presse. Zu sehen war der Dirigent, der eine grosse Welle Dirigiert. Eineinhalb Jahre später folgt die nächste Kampagne, diesmal ist eine elegante Achterbahn aus Musiknoten zu sehen, wiederum auf teuren, grossflächigen Inseraten. Kaum eine andere Kulturinstitution kann sich so etwas leisten.<br />
Tamedia-Mitbesitzer Hans Heinrich Coninx ist der Präsident des Vereins Zürcher Kammerorchester. Gut möglich, dass er dem ZKO günstige Werbe-Tarife im Tages-Anzeiger ermöglicht. Dass aber ein Pleite-Orchester, das von der Stadt mit viel Geld aufgepeppelt werden muss, die grössere Werbekampagne als das viel grössere Tonhalle-Orchester fährt, lässt doch aufhorchen.</p>
<p><em>Zum Thema:<br />
<a href="http://www.kulturblog.ch/2006/10/30/kammerorchester-inserat-fur-fr-15928/">Kammerorchester: Inserat für 15&#8242;928 Franken</a></em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rote Fabrik: Ehre ohne eigenes Zutun</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2008/02/13/rote-fabrik-ehre-ohne-eigenes-zutun/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 10:11:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst/Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Einladung an das Berliner Theatertreffen ist die höchste Ehre, die ein deutschsprachiges Theater erfahren kann. Nebst dem Schauspielhaus ist dieses Jahr auch die Rote Fabrik mit Marthalers &#8220;Platz Mangel&#8221; eingeladen. Dass ein alternatives Kulturzentrum an das Stadttheatertreffen fahren darf, ist aussergewöhnlich. Ein Zeichen dafür, dass die Rote Fabrik endgültig Teil des bürgerlichen Kulturestablishments geworden ist? 
So [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Einladung an das <a href="http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/03_theatertreffen/tt_start.php" target="_blank">Berliner Theatertreffen</a> ist die höchste Ehre, die ein deutschsprachiges Theater erfahren kann. Nebst dem Schauspielhaus ist dieses Jahr auch die <a href="http://www.rotefabrik.ch" target="_blank">Rote Fabrik</a> mit Marthalers &#8220;Platz Mangel&#8221; eingeladen. Dass ein alternatives Kulturzentrum an das Stadttheatertreffen fahren darf, ist aussergewöhnlich. Ein Zeichen dafür, dass die Rote Fabrik endgültig Teil des bürgerlichen Kulturestablishments geworden ist? <br />
So einfach ist das nicht. Denn: Die Rote Fabrik kommt ohne eigenes Zutun zur Theatertreffen-Einladung. Marthaler brachte für &#8220;Platz Mangel&#8221; sein gesamtes Team mit, niemand aus dem Umfeld der Roten Fabrik hatte irgend etwas mitzureden. Marthalers Produzent hat alles Geld selber aufgetrieben &#8212; die Fabrikler hatten nur den Raum freizuhalten und den Kartenverkauf zu organisieren.<br />
Das ist an sich kein Problem. Doch man würde sich wünschen, die Rote Fabrik würde mit dem normalen Programm mehr von sich reden machen. Abgesehen von der Marthaler-Produktion kann ich mich in den letzten Jahren nur an zwei Ereignisse erinnern, bei denen die Rote Fabrik Stadtgespräch war: Beim Plakat zur Faschismus-Ausstellung und bei der Beltrametti-Produktion von 400asa.<br />
Sonst hört man vor allem, dass gewisse Künstler über viele Jahre in ihren billigen Ateliers sitzen bleiben und den Weg für Neues versperren. Akzente setzt der St. Galler Gemeinderat und Poetry-Slammer Etrit Hasler, er macht eine eigenständige, starke Fabrikzeitung &#8212; doch wer kennt schon die Fabrikzeitung? Nicht beurteilen kann ich das Musik-Programm.<br />
Die Einladung ans Theatertreffen bringt der Roten Fabrik international Publizität. Wer weiss, vielleicht verleiht dies der Fabrik neuen Schwung &#8212; es wäre dringend nötig.</p>
<p><em>Zum Thema:<br />
<a href="http://www.kulturblog.ch/2007/12/09/marthalers-zweites-versprechen/">Marthalers zweites Versprechen</a><br />
<a href="http://www.kulturblog.ch/2007/08/22/plakatstreit-hoby-als-allmachtige-instanz/">Plakatstreit: Hoby als allmächtige Instanz</a></em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Klassik-Subventionen: Freundschaftsdienst an die Banken</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2007/10/25/klassik-subventionen-freundschaftsdienst-an-die-banken/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Oct 2007 08:32:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Zürich steckt in der Klassik-Falle. Das Kammerorchester braucht viel zusätzliches Geld, ansonsten muss es schliessen, und auch die Tonhalle-Musiker wollen höhere Löhne, was bei über 100 Musikern nicht billig wird. Warum nimmt die Stadt diese Investitionen auf sich, obwohl die Zuschauerzahlen im klassischen Konzertbetrieb kontinuierlich sinken und selbst Persönlichkeiten wie Gérard Mortier, Direktor der Pariser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zürich steckt in der Klassik-Falle. Das Kammerorchester braucht viel zusätzliches Geld, ansonsten muss es schliessen, und auch die Tonhalle-Musiker wollen höhere Löhne, was bei über 100 Musikern nicht billig wird. Warum nimmt die Stadt diese Investitionen auf sich, obwohl die Zuschauerzahlen im klassischen Konzertbetrieb kontinuierlich sinken und selbst Persönlichkeiten wie Gérard Mortier, Direktor der Pariser Oper, finden, diese Kunstform gehöre abgeschafft? Die Antwort könnte hier liegen:<br />
<img id="image582" alt=klassik_inserate.jpg src="http://www.kulturblog.ch/wp-content/uploads/2007/10/klassik_inserate.jpg" /><br />
Die Banken lieben die Klassik als Werbesujet und als Kulisse für Kundenevents. Klassische Musik tut niemandem weh und die Form einer Geige oder eines Flügels ist zugegebenermassen sehr ästhetisch. Die starken Subventionserhöhungen für die Klassische Musik dürfen durchaus auch als Freundschaftsdienst der Stadt an den Bankenplatz verstanden werden.</p>
<p><em>Zum Thema:<br />
<a href="http://www.kulturblog.ch/2007/10/24/kulturleitbild-klassische-musik-grosster-profiteur/">Kulturleitbild: Klassische Musik grösster Profiteur</a></em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unanständiges Klassik-Publikum</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2007/10/04/unanstandiges-klassik-publikum/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Oct 2007 08:06:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Jugend habe keinen Anstand mehr, heisst es allenthalben. Doch wie sieht es in der letzten Bastion des Bildungsbürgertums, der Tonhalle, aus? NZZ-Leser Hugo Engeler (67) beschwert sich in einem Leserbrief:
&#8220;Nach einem schönen Konzert in der Zürcher Tonhalle verklingt der letzte Akkord, Applaus brandet auf. Aber gleichzeitig beginnt in den Balkonreihen ein Gedränge. Erstaunlicherweise sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Jugend habe keinen Anstand mehr, heisst es allenthalben. Doch wie sieht es in der letzten Bastion des Bildungsbürgertums, der <a href="http://www.tonhalle.ch" target="_blank">Tonhalle</a>, aus? NZZ-Leser Hugo Engeler (67) beschwert sich in einem Leserbrief:</p>
<blockquote><p>&#8220;Nach einem schönen Konzert in der Zürcher Tonhalle verklingt der letzte Akkord, Applaus brandet auf. Aber gleichzeitig beginnt in den Balkonreihen ein Gedränge. Erstaunlicherweise sind es vor allem ältere Konzertbesucher, die zu den Seitenausgängen hetzen. (&#8230;) Nur in Zürich beobachtete ich diese unerfreuliche Drängelei. (&#8230;) Etwas mehr Zeit, Respekt und Anstand wären gefragt.&#8221;</p>
</blockquote>
<p>Wenn sich nicht einmal mehr die Tonhalle-Besucher anständig zu benehemen wissen, wer dann? Vielleicht haben sich auch einfach die Verhältnisse geändert: Die grauhaarigen Tonhalle-Besucher die sind wahren Rebellen von heute &#8212; und die Rote-Fabrik-Gänger das neue, angepasste Establishment.</p>
<p><em>Zum Thema:<br />
<a href="http://www.kulturblog.ch/2006/12/08/absurder-applaus/">Absurder Applaus</a><br />
<a href="http://www.kulturblog.ch/2006/09/26/strafe-fur-falsch-klatscher/">Strafe für Falsch-Klatscher?</a></em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mehr privates Geld in Luzern als in Zürich?</title>
		<link>http://www.kulturblog.ch/2007/08/29/mehr-privates-geld-als-in-luzern-als-in-zurich/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 13:36:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst/Museen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[In Zürich soll das Kunsthaus für geschätzte 150 Millionen Franken erweitert werden; Luzern plant ein ein neues, auf zeitgenössische Musik ausgerichtetes Opernhaus für 100 Millionen Franken. Die Kunsthaus-Erweiterung wird je zur Hälfte aus öffentlichen und privaten Geldern finanziert, so der Plan &#8212; in Luzern bezahlen Private alles. Warum lassen sich in Luzern locker 100 Millionen Franken aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Zürich soll das Kunsthaus für geschätzte 150 Millionen Franken <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/zuerich/785514.html" target="_blank">erweitert</a> werden; Luzern plant ein ein neues, auf zeitgenössische Musik ausgerichtetes <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/785508.html" target="_blank">Opernhaus</a> für 100 Millionen Franken. Die Kunsthaus-Erweiterung wird je zur Hälfte aus öffentlichen und privaten Geldern finanziert, so der Plan &#8212; in Luzern bezahlen Private alles. Warum lassen sich in Luzern locker 100 Millionen Franken aus privaten Mitteln auftreiben und in Zürich bloss 75 Millionen?<br />
Der Zürcher Stadtrat muss bald über den Projektierungskredit für die Kunsthaus-Erweiterung entscheiden. Falls er sich für dieses Prestige-Projekt entscheidet (was sehr wahrscheinlich ist), dann sollte er die Zustimmung zumindest an die Bedingung knüpfen: was Luzern kann, kann Zürich auch.</p>
<p><em>Zum Thema:<br />
</em><a href="http://www.kulturblog.ch/2007/08/20/kunsthaus-christoph-becker-und-die-weltliga/"><em>Christoph Becker und die Weltliga</em></a></p>
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		<title>Paul-Burkhard-Dok als Züri-Nostalgie</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Aug 2007 14:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern wurde das renovierte Kino Alba wiedereröffnet, Jean-Pierre Hoby hielt eine Rede, und auch Markus Notter genoss in Begleitung seiner Kulturbeauftragten Susanna Tanner die Häppchen und den Gratisfilm.
Gezeigt wurde vorab &#8220;O mein Papa&#8221; von Felice Zenoni, ein Dokumentarfilm über den &#8220;erfolgreichsten Schweizer Komponisten&#8221; Paul Burkhard (Kinostart: 13. September). Der Film zeichnet nach, wie Burkhard als Theatermusiker am Zürcher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern wurde das renovierte <a href="http://www.arthouse.ch/kino/alba" target="_blank">Kino Alba</a> wiedereröffnet, Jean-Pierre Hoby hielt eine Rede, und auch Markus Notter genoss in Begleitung seiner Kulturbeauftragten Susanna Tanner die Häppchen und den Gratisfilm.<br />
Gezeigt wurde vorab &#8220;<a href="http://www.omeinpapa.ch/" target="_blank">O mein Papa</a>&#8221; von Felice Zenoni, ein Dokumentarfilm über den &#8220;erfolgreichsten Schweizer Komponisten&#8221; Paul Burkhard (Kinostart: 13. September). Der Film zeichnet nach, wie Burkhard als Theatermusiker am Zürcher Schauspielhaus mit Brecht und Dürrenmatt arbeitete, wie er als Unterhaltungs-Komponist Triumphe feierte und wie aus dem schwulen Protestanten im Alter ein frommer Katholik wurde. Was als reine Züri-Nostalgie beginnt, inklusive der üblichen Verklärung der Schauspielhaus-Zeit während und nach dem Zweiten Weltkrieg, wird zum intimen und berührenden Portrait.<br />
Zwischendurch dürfen all die heutigen Schlagersternchen, von Leonard über Nubya bis Michael von der Heide, Lieder von Paul Burkhard nachsingen. Im Studio wurden die Stimmen weichgespült wie bei volkstümlichen Schlagern, Resultat ist ein aalglattes Geträller, was kaum im Sinne Burkhards sein kann (CD soll bald erscheinen).<br />
Doch zurück zur Nostalgie, der auch ich mich im Zusammenhang mit Paul Burkhard nicht entziehen kann: Als 15-Jähriger wurde ich bei einem Casting im Stadttheater St. Gallen dazu ausgewählt, in den Zirkusszenen der Burkhard-Operette &#8220;Der schwarze Hecht&#8221; als Jongleur mitzuwirken. Mit aufgeklebtem Schnauz und Glitzerhemd stand ich mehr als 20 Mal voller Enthusiasmus auf der grossen Stadttheater-Bühne, schmiss Bälle und Keulen durch die Luft und sang beim Finale &#8220;O mein Papa&#8221; mit &#8211; oder tat zumindest so.<br />
<img id="image506" alt="(c) rb" src="http://www.kulturblog.ch/wp-content/uploads/2007/08/schwarze_hecht.jpg" /><br />
(Ja, ja, ich bin der ganz rechts &#8212; nein, das Kostüm durfte ich nicht behalten.)</p>
<p>Nicht, dass ich seither je wieder freiwillig eine solche Operette besucht hätte &#8212; aber immerhin bin ich im Theater- und Kulturbereich hängen geblieben. Und somit hatte Paul Burkhard einen nicht unbedeutenden Einfluss auf meinen Werdegang.</p>
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