Jauslins Peinlichkeit
Kürzlich stellte kulturblog.ch fest, dass der Chef des Bundesamts für Kultur, Jean-Frédéric Jauslin, seit einem halben Jahr keine Rede mehr im Internet veröffentlicht hat. Mittlerweile wurde die Rubrik “Reden” aus der BAK-Site sogar entfernt. Liest man die Kommentare zur Verleihung des Schweizer Filmpreises, versteht man warum. Michael Sennhauser schreibt in seinem Filmblog:
“So richtig toll war die Verleihung der Schweizer Filmpreise auch in diesem Jahr nicht. Susanne Kunz führte energisch durch die 76 Minuten unaufhaltsamer Preistreiberei, man verzichtete auf Rahmenprogramm und Unterhaltungseinlagen (wenn wir mal von der ziemlich absurden Wortakrobatik von Bundesamt-für-Kultur-Chef Jauslin absieht, die auf …’Wahnsinn’ endete und auch so wirkte).”
Das St. Galler Tagblatt hat dies ähnlich erlebt:
“Anders als letztes Jahr geht die von Susanne Kunz ohne Firlefanz moderierte Show ohne Peinlichkeiten über die Bühne, sieht man von Jean-Frédéric Jauslin, Direktor des Bundesamtes für Kultur ab, der wortreich den neuen, von Sylvie Fleury entworfenen Quarz enthüllt.”
Die Reden nicht zu veröffentlichen ist der erste Schritt, der nächste wäre, gar nicht mehr zu reden…
Zum Thema:
Warum redet Jauslin nicht mehr?
Sind Kulturinstitutionen Renditeobjekte?
Die Studie über die Bedeutung, bzw. die Ausstrahlung des Cabaret Voltaire und anderer Zürcher Kulturinstitutionen wurde hier ausführlich diskutiert. In Wien legen nun die Bundestheater eine ganz andere Studie vor, die aber das selbe bezwecken soll: Die Zuschüsse vom Staat zu legitimieren.
Laut der Studie brächten die “Investitionen” in die Theater “eine sehr gute Rendite”, d.h. es fliesse mehr Geld zurück, als hineingesteckt wird. Die Studie sorgt dafür, dass sich die Theater gegenseitig ausspielen, wie der Zeitung “Der Standard” zu entnehmen ist:
“[Staatsopern]-Direktor Ioan Holender wies bei der Präsentation aber gleich auf eine Ungerechtigkeit hin: Die Staatsoper sorgt mit einer Basisabgeltung von 55,8 Millionen Euro für eine Wertschöpfung von 253,8 Millionen, das Burgtheater, mit 45 Millionen subventioniert, löste aber nur eine solche in der Höhe von 110,4 Millionen aus.”
Was sagt diese Studie aus? Auch das an Publikumsschwund leidende Zürcher Tonhalle-Orchester wollte vor einigen Jahren mit einer solchen Studie bewiesen haben, dass sich ihre Subventionen für die Stadt lohnen. Selbst Sozialvorsteherin Monika Stocker hat mit derselben Methode aufgezeigt, dass ein Grossteil der ausbezahlten Sozialhilfe wieder zurückfliesst — weshalb sie den Aufruhr um die hohe Missbrauchszahl wohl noch immer nicht verstehen kann. Nach dieser “Umwegrentabilitäts”-Rechnung wäre es auch rentabel, wenn der Staat mir eine Millione Franken schenken würde, schliesslich gebe ich das Geld in Zürich wieder aus.
Doch selbst wenn diese Rechnung stimmen würde: Dass sich Kulturinstitutionen als Renditeobjekte legitimieren, ist schlicht blödsinnig. Wenn man in ein Renditeobjekt investieren will, gibt es bessere Möglichkeiten (UBS ausgenommen…). Da ist mir bei allen Vorbehalten die Interbrand Zintzmeyer & Lux Studie über das Cabaret Voltaire noch lieber, die nicht eine monetären Wirkung aufzeigen will, sondern eine Wirkung nach künstlerischen Kriterien.
Rettet der Regierungsrat das Cabaret Voltaire?
Der Regierungsrat will neu jährlich fünf Millionen Franken aus dem Lotteriefonds für Zuschüsse an Kulturinstitutionen frei machen. In einer Mitteilung des Kantons heisst es:
“Die neue Regelung sieht vor, dass der Lotteriefonds (…) jährlich einen Beitrag von höchstens fünf Millionen Franken an die Fachstelle Kultur leistet für die Zusprechung wiederkehrender Betriebsbeiträge zu Gunsten ausgewählter Kulturinstitutionen.”
Man könnte fast meinen, es handle sich dabei um eine “Lex Cabaret Voltaire” – ginge nur ein Teil dieser 5 Millionen Franken an das Dada-Haus, wäre es alle Existenzsorgen los. Nur: das Ganze kommt etwas spät, der Zürcher Gemeinderat debattiert schon am 30. Januar über die Zukunft des Cabaret Voltaire.
Cabaret Voltaire darf auf Volksabstimmung hoffen
Sollte der Stadtrat demnächst den Kredit für das Cabaret Voltaire erneuern, so will die SVP das Referendum dagegen ergreifen. Eine Volksabstimmung wäre das Beste, was dem Cabaret Voltaire passieren kann. Erstens würde dies dem Dada-Haus zu einer unbezahlbaren Publizität verhelfen, zweitens wären mit einer gewonnenen Volksabstimmung alle Legitimationsfragen vom Tisch. Und dass die Abstimmung zu gewinnen ist, zeigen die Resultate der letzten drei städtischen Kulturabstimmungen, bei denen es um viel höhere Beträge ging:
2000: Umbau Kunsthaus, 73% ja
2002: Erhöhung Subventionen Schauspielhaus, 53 % ja
2004: Zürcher Filmstiftung, 54 % ja
Wenn man bedenkt, wie klein der Anteil der Bevölkerung ist, die die Kulturinstitutionen nutzen, so sind diese Resultate erstaunlich. Für das Cabaret Voltaire dürfte ein ähnliches Resultat zu erwarten sein, wie 2002 beim Ja für das Marthaler-Schauspielhaus.
(siehe auch rebell.tv)
Zum Thema:
Cabaret Voltaire in Not
Warum redet Jauslin nicht mehr?
Wenn der Direktor des Bundesamts für Kultur, Jean-Frédéric Jauslin, redet, so ist man ob seiner charmanten Vielsprachigkeit so angetan, dass der Inhalt seiner Rede in den Hintergrund tritt. Auf dem Internet kann man seine Reden nachlesen. Und so sieht seine Redebilanz 2007 aus:
Von Januar bis Juli hielt er in der Regel jeden Monat eine Rede, dann hört es auf. Warum ist Jauslin in der zweiten Jahreshälfte verstummt? Ist ihm die Redelust vergangen? Oder wurden die Reden, weil zu langweilig, einfach nicht mehr aufs Netz gestellt?
Kauft sich Markus Notter mit Steuergeldern Theaterrollen?
An Silvester ist Regierungsrat Markus Notter im Theater Rigiblick aufgetreten (mit ihm u.a. Regierungsrätin Regine Aeppli und Stadtrat Martin Vollenwyder). Demnächst ist Notter wieder auf der Bühne zu sehen, in einer Gastrolle der Theatersoap “Absolut Züri“. Zufall? Notters Fachstelle für Kultur hat das Theater Rigiblick im Jahr 2006 mit einem sechsstelligen Betrag unterstützt, “Absolut Züri” hat sie einen fünfstelligen Betrag zugesprochen.
Bei TV-Soaps sind Gaststars durchaus üblich. Auch dass sich normale Leute einen Auftritt erkaufen können, kommt immer wieder vor. Was von dem bei Markus Notters Auftritten zutrifft, darf sich jeder selber ausdenken.
Blocher-Abwahl: Der Jubel der Kulturleute
Thomas Hirschhorn will wieder in der Schweiz ausstellen, “die Ärzte” verschenken ihr Album und Matthias Hartmanns Schäfchen auf der Pfauenbühne erhalten eine ganz neue Bedeutung. Die Kulturleute sind ob der Abwahl Christoph Blochers in Jubelstimmung. Am meisten jubeln dürfte aber der Theaterproduzent Lukas Leuenberger. Jedoch aus einem ganz andern Grund. Seine Grossproduktionen wie das “Bräker”-Projekt im Toggenburg oder der “Tell” auf dem Rütli waren von Blocher finanziert. Bei der Premiere von “Tell” war Blocher zwar schon Bundesrat, die Zusage zur Finanzierung dürfte er aber weit vorher gemacht haben. Zuletzt produzierte Leuenberger das Riesenprojekt “Dreigroschenoper” mit Klaus Maria Brandauer in Berlin, finanziert von der Deutschen Bank — und erhielt dafür miserable Kritiken. Die Abwahl Blochers kommt Leuenberger gerade recht, jetzt kann er wieder auf dessen Geld hoffen.
Nachtrag 15:55 — Soeben ist eine offizielle Erklärung (pdf) von Thomas Hirschhorn zur Abwahl Blochers und zum Ende seines Boykotts eingetroffen.
Die Kultur-McKinseys kommen
Der Kanton hat eine Beratungsfirma beauftragt, Szenarien für eine zukünftige Ausrichtung des Opernhauses zu erarbeiten. Und gemäss Tages-Anzeiger verlangt Pius Knüsel, Direktor der Pro Helvetia, dass Kulturproduzenten und Kulturförderer künftig besser abklären, welche kulturellen Bedürfnisse die Öffentlichkeit hat. Wer kann das besser als eine Beratungsfirma bzw. ein Markforschungsunternehmen?
In Zukunft wird also auch die Kultur von McKinsey und Co. bestimmt. Schöne Aussichten… ich glaube, ich eröffne selber eine Kulturberatungsfirma.
Zum Thema:
Opernhaus: Beratungsfirma bereitet Nach-Pereira-Zeit vor
Klassik-Subventionen: Freundschaftsdienst an die Banken
Zürich steckt in der Klassik-Falle. Das Kammerorchester braucht viel zusätzliches Geld, ansonsten muss es schliessen, und auch die Tonhalle-Musiker wollen höhere Löhne, was bei über 100 Musikern nicht billig wird. Warum nimmt die Stadt diese Investitionen auf sich, obwohl die Zuschauerzahlen im klassischen Konzertbetrieb kontinuierlich sinken und selbst Persönlichkeiten wie Gérard Mortier, Direktor der Pariser Oper, finden, diese Kunstform gehöre abgeschafft? Die Antwort könnte hier liegen:

Die Banken lieben die Klassik als Werbesujet und als Kulisse für Kundenevents. Klassische Musik tut niemandem weh und die Form einer Geige oder eines Flügels ist zugegebenermassen sehr ästhetisch. Die starken Subventionserhöhungen für die Klassische Musik dürfen durchaus auch als Freundschaftsdienst der Stadt an den Bankenplatz verstanden werden.
Zum Thema:
Kulturleitbild: Klassische Musik grösster Profiteur
Kriterien für die Leistung von Kulturinstitutionen
Im neuen Kulturleitblild der Stadt (pdf, 1.2 MB) ist die Rede von einer Leistungsvereinbarung mit Kulturinstitutionen. Doch wie misst man die “Leistung” einer Kulturinstitution? Im Leitbild sind folgende Kriterien aufgeführt:
Quantitative Kriterien:
Für jedes einzelne regelmässig subventionierte Institut werden folgende Kennzahlen erhoben:
- Gesamtausgaben des Betriebs
- Gesamteinnahmen des Betriebs
- Städtische Subvention
- Subvention in Prozent der Gesamteinnahmen
- Anzahl Aufführungen, resp. Veranstaltungen
- Anzahl Besucherinnen und Besucher (Publikumsfrequenz)
- Durchschnittliche Publikumsfrequenz
- Betriebsausgaben pro BesucherIn
- Subvention pro BesucherIn
- Eintritte, Nebeneinnahmen pro Besucher
- Beiträge Dritter pro BesucherIn
(…) Besonders aussagekräftig sind Indikatoren wie der Subventionsgrad, resp. die Eigenwirtschaftlichkeit sowie die Publikumsfrequenz.
Qualitative Kriterien:
Folgende Eigenschaften sind zu prüfen:
Resonanz
Wie wird das Institut (Projekt) in der Szene, beim Publikum, in den Medien wahrgenommen? Welchen Einfluss auf die Kunstszene, die Künstlerschaft, aber auch die Standortqualität u.a. hat das Institut (Projekt)? Hat das Institut (Projekt) lokale, regionale, nationale, internationale Bedeutung? Was bleibt vom Programm in Erinnerung (Nachhaltigkeit)?
Relevanz
Wie wichtig sind die präsentierten Themen? Werden die “Zeichen der Zeit” erkannt? Werden gesellschaftlich und/oder individuell brisante Fragen behandelt?
Innovationsbereitschaft
Wird Unbekanntes, Ungewohntes präsentiert? Werden Risiken eingegangen? Werden Experimente gewagt, neue Sichtweisen erschlossen?
Engagement
Werden Botschaften überzeugend vermittelt? Sind die Anliegen künstlerisch glaubwürdig dargestellt? Ist die Programmierung konsequent? Verfügt das Institut (Projekt) über ein “Charisma”?
Professionalität
Verfügt das Institut (Projekt) über Leistungsausweis und Erfahrung? Zeichnet sich die Leitung durch organisatorische Kompetenz aus (Projektmanagement, Realisierungsfähigkeit). Werden die Ressourcen zweckmässig eingesetzt (Kosten-/ Nutzen-Verhältnis). Wie geschickt ist die Öffentlichkeitsarbeit?
Grundsätzlich ist ein solcher Kriterienkatalog zu begrüssen, in Streitfällen haben so beide Seiten etwas in der Hand. Nur: Die qualitativen Kriterien — und die sind hoffentlich entscheidend — werden immer eine Frage der Interpretation bleiben. Die “Relevanz der Themen”, die “künstlerische Glaubwürdigkeit”, das “Charisma” etc sind nicht messbar — zum Glück, schliesslich wird hier Kunst und nicht Waschmaschinenzubehör produziert. Wie schwierig die selbst auferlegte “Transparenz der Entscheidungen” durchzuziehen sein wird, kann am Beispiel Cabaret Voltaire aufgezeigt werden: Welche der hier aufgeführten qualitativen Kriterien hat das Dada-Haus nicht erfüllt? Je nach Standpunkt kommt man da wohl auf ein ganz anderes Resultat. Da in dem Leitbild die qantitativen Kriterien vor den qualitativen aufgeführt werden, kann man jedoch erahnen, welchen die grössere Priorität eingeräumt wird.
Zum Thema:
Kulturleitbild: Klassische Musik grösster Profiteur
Kulturleitbild: Klassische Musik grösster Profiteur

Noch vor wenigen Monaten sagte Stadtpräsident Elmar Ledergerber, er wolle den Anteil der Kultur an den gesamten Aufwendungen der Stadt Zürich auf ein “langjähriges Mittel von 1,5 Prozent” bringen (2006: 1,2 Prozent). Im neuen Leitbild für die Jahre 2008 — 2011 steht als Richtgrösse nur noch 1 bis 1,5 Prozent.
In absoluten Zahlen (Tabelle oben) fällt vor allem der Bereich Klassische Musik auf, der ab 2008 zusätzliche 1,7 Millionen Franken erhalten wird, dies hauptsächlich wegen der anstehenden finanziellen Sanierung des Kammerorchesters. Zu erwarten ist jedoch, dass die Klassische Musik noch viel mehr zusätzliches Geld beanspruchen wird, je nachdem wie stark die Löhne der Tonhalle-Musiker bei der Besoldungsrevision erhöht werden. Der klassische Konzertbetrieb verschlingt den grössten Anteil der Subventionserhöhungen – als zukunftsgerichtet kann man das nicht bezeichnen.
Durchaus positiv ist, dass die Stadt neu mit jedem subventionierten Institut eine Leistungsvereinbarung abschliesst. Mal schauen, ob dies die zurzeit zahlreichen Konflikte zwischen Institutionen und Trägerschaft bzw. Politik etwas zu entschärfen hilft.
-> Leitbild (pdf, 1.2 MB ), Artikel Tages Anzeiger, Artikel NZZ
Wahlen: Künstlerpech
Wie erwartet bleibt der Nationalrat frei von Künstlern, mit Ausnahme des Walliser SVP-Poeten Oskar Freysinger. Auf den Zürcher Nationalratslisten blieben die Künstler-Kandidaten chancenlos. Zudem wurde Vreni Müller-Hemmi, eine der wenigen Nationalrätinnen, die sich als Kulturpolitikerinnen bezeichnete, überraschend abgewählt – das Bedauern darüber hält sich jedoch in Grenzen. Unter den Zürcher Künstlern schwingt Peter Stamm oben auf, was auch an der Partei liegt. Hier die (provisorischen) Resultate:
Peter Stamm, Schriftsteller: 31′394 Stimmen
Samir, Filmemacher: 5′323 Stimmen
Irène Schweizer, Musikerin: 3850 Stimmen
Stefan Pörtner, Schriftsteller: 2′908 Stimmen
Zum Thema:
Samir und Peter Stamm: politische Zwillinge
Peter Stamm als Nationalratskandidat
Geldnot und Geldsegen
Zwei Kulturmeldungen fallen heute in den grossen Zürcher Bezahlzeitungen auf: Die Swatch-Gruppe steigt als Hauptsponsor beim Cabaret Voltaire aus (NZZ) und die grossen Kulturinstitutionen, allen voran das Opernhaus, können von den umliegenden Kantonen bald mehr Geld erwarten (Tages-Anzeiger). Was hat das miteinander zu tun, ausser dass wiedereinmal die interessantesten Kulturmeldungen ausserhalb der Kulturteile zu finden sind? Vordergründig gar nichts. Pereira wird es erneut schaffen, die Lecks seines angeschlagenen Dampfers mit zusätzlichen Geldscheinen zu stopfen, das kleine Cabaret Voltaire dagegen ist ernsthaft vom Untergang bedroht.
Anstatt einmal mehr Zürichs Kulturpolitik zu beklagen, hier der Versuch, dies positiv zu sehen: Solche Situationen haben in der Vergangenheit oft zu kreativen Höhenflügen geführt (80er-Bewegung, Theater am Neumarkt unter Hesse/Müller etc). Weshalb sollte das heute nicht mehr möglich sein?
Nachtrag 20.10: Interview mit Philipp Meier in der NZZ, Analyse von rebell.tv
Nach dem “Öko-Terror” der “Gartenkultur-Terror”?
Als der VCS gegen den Hardturm rekurrierte (ja, das war das Einkaufszentrum mit dem angehängten Fussballstadion), da sprach Stadtpräsident Elmar Ledergerber von “Öko-Terror”. Jetzt rekurriert der Heimatschutz und die “Schweizerische Gesellschaft für Gartenkultur” gegen den Kunsthaus-Neubau, bzw. gegen den dafür nötigen Abbruch von zwei alten Turnhallen. Ist das jetzt “Heimatschutz-Terror”? Oder “Gartenkultur-Terror”? Der Herr Ledergerber wird sich kaum nochmals dermassen im Vokabular vergreifen. Nicht nur, weil er sich letztes Mal dafür entschuldigen musste, sondern auch, weil er in seiner Amtszeit die Eröffnung eines allfälligen neuen Kunsthauses ohnehin nicht mehr feiern kann – mit oder ohne Rekurse.
Samir und Peter Stamm: politische Zwillinge

Das Klischee besagt: alle Künstler stehen politisch links. Die smartvote.ch-Profile der beiden bekanntesten in Zürich kandidierenden Künstler, Samir (links) und Peter Stamm, bestätigen dies. Noch mehr: die Profile sind praktisch identisch — nur die Partei ist anders. Gibt es bei Künstlern so etwas wie eine Einheitsmeinung? Oder hat der eine für den andern das lästige Ausfüllen des Profils übernommen?
Zum Thema:
Peter Stamm als Nationalratskandidat