Bühne, Sonstiges


Peter Tate: Der Künstler dahinter

Screenshot SF
Gestern beehrte Peter Tate Pippilotti Rists St. Galler Stadtlounge mit seiner Musik-Einlage, Viktor Giocobbo schlägt ihn als nächsten Eurovisions-Sänger für die Schweiz vor — gar nicht so schlecht der Vorschlag, Stefan Raab hats auf ähnliche Weise auch schon dorthin geschafft.
Wer ist dieser Peter Tate? Von allen Seiten wird er hochgelobt, er hat auch schon einen eigenen Fan-Blog. Der Tages Anzeiger scheiterte kürzlich damit, seine wahre Herkunft zu enttarnen, dabei ist Peter Tate alias Phil Hayes in der Freien Theaterszene kein Unbekannter. Er tritt öfters als Performer auf, in letzter Zeit u.a. mit Mass&Fieber oder Salome Schneebeli; letztes Jahr überzeugte er im Fabriktheater mit der Soloperformance “The first cut”. 2003 arbeitete er in “Bad Hotel” im Theaterhaus Gessnerallee auch mit Mike Müller zusammen, soviel zum Thema, Giacobbo habe ihn an einer Hochzeit entdeckt.
Vom TV-Ruhm möchte er offenbar nicht profitieren, seine Homepage, www.philhayes.ch, funktioniert nicht und auch sonst tritt die Figur Peter Tate ausserhalb von Giacobbo/Müller nirgends in Erscheinung. Im November hat Hayes mit einer neuen Soloperformance Premiere in der Gessnerallee; mal schauen, ober er es dann noch schaffen wird, sich die Klatschpresse vom Hals zu halten.

Zum Thema:
Giacobbo/Müller: In den Laptop geguckt

Kunst/Museen, Sonstiges


Im Trend: Prämien für Ideen

agent-provocateur.ch bietet 20′000 Franken “für eine Aktion, die an einem beliebigen Ort der Schweiz stattfindet und landesweit Aufsehen erregt”. Das Geld ist zurzeit im Schaufenster des Cabaret Voltaire ausgestellt.
Die Öffentlichkeit bei der Suche nach Ideen einzubinden, das ist auch bei der Wirtschaft im Trend. “OpenInnovation” heisst das Stichwort. Da die Verarbeitung von unzähligen Ideen aus dem Volk ziemlich aufwändig ist, will ein Schweizer Start-up-Unternehmen namens openinnovation.ch den Firmen diese Arbeit abnehmen. Wie man auf der Pilot-Seite erkennt, stellt die meistbietende Firma (Credit-Suisse) für eine Idee nur 5000 Franken zu Verfügung. Für einmal ist es lukrativer, für die Kultur als für die Privatwirtschaft zu arbeiten. 

Sonstiges


Zitate des Tages (aus dem Zusammenhang gerissen)

“Es droht der Abstieg in die Nati-B der Kultur.”
André Béchir im Blick

“(…) ich glaube, ich habe besser gespielt [als die Schweizer Fussballnationalmannschaft].”
Urs Widmer im Tages-Anzeiger

“Die beiden im neoklassizistischen Stil erbauten Hallen (Turnhallen, die der Kunsthaus-Erweiterung weichen sollen) wiederspiegeln die staatsbürgerliche Rolle des Turnunterrichts im 19. Jahrhundert.”
Markus Fischer, Präsident des Stadtzürcher Heimatschutzes, in der NZZ

Sonstiges


Hartmann und Harnoncourt: Zwei km/h Differenz

In der NZZ gibt es die biedere Kolumne “Was ist schweizerisch?”, prominente ausländische Zeitgenossen dürfen dort schreiben, was wir alle schon wussten: Schweizer sind pünktlich, verschlossen, arbeitsam aber doch sympathisch oder zumindest ansatzweise interessant. Der Dirigent und Mozart-Spezialist Nikolaus Harnoncourt meint in der Kolumne von gestern noch einen andern Aspekt gefunden zu haben:

“‘Schweizerisch’ bedeutet für mich zum Beispiel eine Autokolonne auf einer sonst leeren Strasse; man fährt 52 km/h, einem Auto nach. Wir verlieren irgendwann die Geduld, fahren vor (60 km/h sind erlaubt); im ersten Wagen das typisch altschweizerische Genick mit weissen Haaren; ‘ich fahre, wie ich fahre’.”

Nur blöd, dass Schauspielhaus-Direktor Matthias Hartmann zwei Wochen zuvor an der selben Stelle geschrieben hatte:

“Dass auf der Seestrasse am Mythenquai immer alle 50 Kilometer pro Stunde fahren, auch da, wo die erlaubte Höchstgeschwindigkeit bei 60 Kilometern pro Stunde liegt, das finde ich typisch schweizerisch.”

Immerhin: Bei Harnoncourt fahren die Schweizer zwei km/h schneller als bei Hartmann.

Sonstiges


Circus Knie: Ode an die alte Bestuhlung

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Manchmal kann man sich nostalgischen Sehnsüchten nicht entziehen, das gilt insbesondere bei einer quasi rituellen Handlung wie dem Zirkusbesuch.
So kommt es einem Schock gleich, wenn man dieser Tage auf dem Sechseläutenplatz das Chapiteau des Circus Knie betritt und die neue Bestuhlung erblickt. Die gepolsterten Bänke in den hinteren Reihen und die wunderbaren alten Holzstühle mit Stoffpolsterung auf den vorderen Plätzen mussten hässlichen Allerwelts-Plastik-Klappsitzen weichen.
Früher, als die Bänke noch unnummeriert waren, da forderten die Platzanweiser bei vollem Zelt die Besucher jeweils auf, näher zusammenzurücken. Für junge Verliebte war dies oft ein willkommener Grund zu erstem Körperkontakt; so dichtgedrängt mit weit über zweitausend Leuten mit den Trapezkünstlern mitzufiebern und über die Clowns zu lachen, war ein einmaliges Erlebnis. Dann kamen die Platznummern auf den Bänken, jetzt die Schalensitze — es herrscht schon fast sterile Atmosphäre.
Und auch für die privilegierten Gäste hat sich einiges geändert. So etwas wie Logen gibt es nicht mehr, alle müssen ihren Hintern auf billigen Plastik setzen. Wo soll da die monegassische Fürstenfamilie noch einen adäquaten Platz finden? Zumindest was die Bestuhlung betrifft gilt nun: Ob Zirkuszelt oder Fussballstadion ist einerlei.

Sonstiges


Was Autoren und Komponisten von der bildenden Kunst lernen können

Der Kunstmarkt boomt, wurde ein bildender Künstler einmal vom Markt entdeckt, so kann er gutes Geld verdienen. Bei Autoren und Komponisten ist das anders, selbst wenn diese eine gewisse Berühmtheit erlangt haben, reichen ihre Einkünfte vom Schreiben oder Komponieren kaum zum Überleben.
Weshalb dieser Unterschied? Vordergründig scheint er klar: Bildende Künstler können greifbare, nicht reproduzierbare Werke zum Kauf anbieten; bei Autoren und Komponisten ist das Werk erst durch die Aufführung oder den Druck zwischen Buchdeckeln vollendet, Aufführungen sind zudem flüchtig und nicht so einfach greifbar.
Schaut man sich aber genauer an, wie der Markt bei der zeitgenössischen bildenden Kunst funktioniert, so könnten sich andere Kunstformen durchaus ein Vorbild daran nehmen. Bei der Konzeptkunst ist es die Idee, die zählt, das sichtbare Endprodukt ist eher zweitrangig. Um die Werke dennoch markttauglich zu machen, haben Künstler wie Sol le Witt das Zertifikat erfunden. Verkauft wird nicht mehr ein fertiges Werk, sondern nur eine Anleitung bzw ein Eigentumszertifikat dazu. Eigentlich könnte jeder einen Sol le Witt an die Wand malen, ein Original ist es aber nur, wenn man ein Zertifikat dafür erworben hat. Das Erstaunliche: der Kunstmarkt glaubt daran und zahlt hohe Preise für solche Zertifikate.
Wenn Sammler bereit sind, für Kunst-Zertifikate viel Geld auszugeben, warum sollten sie es auch nicht für Zertifikate von Musik- oder Theaterstücken sein? Die Autoren oder Komponisten könnten ihr Werk zum Verkauf anbieten, der Käufer erhält dann so etwas wie ein signiertes Original-Manuskript, darf das Stück von jenem Zeitpunkt an sein Eigen nennen und es weiterverkaufen. Die Rechtslage müsste geklärt werden, aber es könnte durchaus sein, dass dem Urheber gewisse Rechte vorbehalten bleiben, zum Beispiel, wo das Werk aufgeführt wird, evtl kann er auch tantiemenberechtigt bleiben. Aber bei jeder Aufführung würde klar gekennzeichnet sein, wem das Werk gehört. Das dürfte für Kulturliebende reiche Leute als Anreiz reichen, sich eine Sammlung an Kompositionen oder (Theater-)Texte anzulegen — genau so, wie es die Sammler von bildender Kunst auch tun.
Bisher gehörten die Urheber, also die Autoren und Komponisten, zu den am schlechtesten Verdienenden in der ganzen Produktionskette. Diesem Missstand könnte man mit dem Werksverkauf vielleicht ein Ende setzen.

Sonstiges


Kongresshaus-Ansichten

Während die Stadt mit einer Animation das Volk vom neuen Kongresshaus überzeugen möchte, sei hier an die Comics “Tod eines Bankiers” (1 + 2) von Matthias Gnehm erinnert. Die Comics sind nicht nur spannend gezeichnet, sie zeigen auch, wie ein echt visionäres Kongresszentrum in Zürich aussehen könnte:

kongresshaus.jpg

Die Animation für den Moneo-Bau macht dagegen einen etwas blassen Eindruck… Übrigens: Matthias Gnehm ist ausgebildeter Architekt.

Literatur, Sonstiges


Schweizer Buchpreis: Noch eine Auszeichnung

Gestern mokierte sich die FAZ über die Literaturpreisflut im deutschsprachigen Raum — und an dem selben Tag melden der Schweizer Buchhändler- und Verlegerverband SBVV und der Verein Literaturfestival Basel, dass im November erstmals ein “Schweizer Buchpreis” verliehen wird, dotiert mit 50′000 Franken.
Die FAZ meint zu den vielen Preisen:

“Hunderte von öffentlichen und privaten Literaturpreisen nämlich sind auf die deutschsprachige Literatur niedergegangen, haben sie sanft unter sich begraben. Meldung um Meldung sendet ein Literaturredakteur in den Orbit, manchmal fünf am Tag. Sie verstopfen nicht nur den Stehsatz.”

Auch ich hatte mir schon überlegt, wie lange man bei einer Tageszeitung in den Kurzmeldungen täglich eine erfundene Preisvergabe mit einem erfundenen Preisträger vermelden könnte, bis es jemand merkt. Wahrscheinlich mehrere Jahre.
Zurück zum Schweizer Buchpreis. Da hinter der Vergabe der Verband steckt, so ist das Ziel des Preises wohl nicht nur, einen verdienten Autoren auszuzeichnen; die Verleihung soll wohl auch Promotionszwecken dienen. Dasselbe machen auch die Filmleute mit dem Schweizer Filmpreis oder die Bühnensparten mit ihrem Preisen.
Am besten wäre, all diese nationalen Kulturpreise zusammenzulegen und an demselben Galaabend zu vergeben, der vom TV übertragen wird. Damit wäre allen gedient: die Beachtung wäre für alle höher und die lastige Preisverleiherei auf einen Tag pro Jahr beschränkt. 

Bühne, Sonstiges


Die Antwort des Opernhauses auf Knie

Fotos Suzanne Schwiertz
Gegen den Lärm der Fussballfans an der Euro 08 erhält das Zürcher Opernhaus von der Stadt neue Lärmschutzfenster geschenkt, gegen die Konkurrenz des Circus Knie vor dem Haus hilft es sich selber: In der Neuproduktion “Boris Godunow” (Bilder oben) sind ein Löwe und ein Pferd zu sehen. Nun gut, die beiden Tiere leben nicht, und gegen die Knie-Pferde anzukommen, ist ohnehin nicht einfach. Der ausgestopfte Löwe (ein Zitat auf ein Gemälde von Hieronymus Bosch) macht aber einen stolzen Eindruck, das abgehalfterte Exemplar im Zoologischen Museum kann da nicht mithalten. Vielleicht setzt das Opernhaus während eines Knie-Gastspiels irgendwann auch mal Aida an, dann käme es zum Duell der Elefanten.
Apropos Opernhaus und Circus Knie: Alexander Pereira und Franco Knie sind ganz ähnliche Typen, mit ähnlichem Charme und ähnlichem, strikten Führungsstil. Wer in dem Knie-Monat am Bellevue der Star ist, darüber lässt Franco aber keine Zweifel zu: der Ex-Freund von Prinzessin Caroline trägt nicht nur bei Sonnenschein eine Sonnenbrille, sein Gang ist je nach Interpretation stolz bis überheblich.

Sonstiges


Blogs als Projektbegleitung

Das Tanzfestival Steps hat einen, die Tabu-Reihe des Theater am Neumarkt ebenfalls und auch das Projekt Shifting Identities des Zürcher Kunsthauses: Die Kulturbranche hat den Blog als Begleit- bzw. Dokumentationsmedium für Projekte entdeckt. Da die Projekte zeitlich beschränkt sind, werden wohl auch die Blogs nach Ende der Veranstaltungen eingestellt. 
Die drei Blogs verfolgen unterschiedliche Konzepte: Auf dem Steps-Blog beschreibt der Leiter Darstellende Künste von Migros Kulturprozent, Christoph Haering, aus seiner Sicht den Verlauf des Festivals; der Blog von Shifting Identities dient vor allem der Ankündigungen von Veranstaltungen; auf dem Tabu-Blog werden die Themen, die auf der Bühne behandelt werden, weiter diskutiert.
Die Erfahrung mit dem Kulturblog hat gezeigt: Es braucht vor allem Zeit, um eine Stammleserschaft aufzubauen, die genügend gross ist, damit ansprechende Diskussionen möglich werden. Bei einem temporären Blog ist diese Zeit kaum vorhanden. Insofern sind die Voraussetzungen für solche Projektblogs eher schwierig: sobald eine Stammleserschaft aufgebaut ist, ist das Projekt zu Ende. Es könnte also eine weise Entscheidung von Steps sein, gar nicht erst eine Kommentarfunktion aufzuschalten.
Eher erfolgsversprechend wäre ein ständiger Direktionsblog. Ein Direktor eines Kulturbetriebs, der kontinuierlich über seine Arbeit, die Proben und die Debatten am Haus schreibt, könnte einen grossen Beitrag zur Zuschauerbindung leisten.

Musik, Sonstiges


UBS: 10 Millionen für Lucerne Festival

Die Milliarden-Abschreiber der UBS haben offenbar keinen Einfluss auf das Sponsoring der Bank, zumindest nicht was die klassische Musik betrifft. Kürzlich hatte die UBS zwar mitgeteilt, dass sie das Sponsoring-Engagement für das Verbier Festival und das dazugehörende Orchester kündet, in der New York Times sagt jedoch Michael Haefliger, Direktor des Lucerne Festivals, das Geld komme nun “im selben Umfang” dem Lucerne Festival zugute.
Laut New York Times handelt es sich um gut zehn Millionen Franken pro Jahr. Das Tages-Anzeiger-Magazin bezeichnete in einer langen Reportage vor ein paar Monaten das Engagement der UBS für das Verbier Festival Orcherstra als ”das grösste Kultursponsoring-Projekt der Welt”. Die UBS lässt sich Verbier – bzw. jetzt das Lucerne Festival – mehr kosten als Alinghi.
Glückliches Lucerne Festival, kann man da nur sagen. Und: Spätestens jetzt hat der spröde wirkende Michael Haefliger den Opernhaus-Intendanten Alexander Pereira als Sponsoring-König enttront. Nur in Sachen junge Freundin ist Pereira noch ungeschlagen.

Zum Thema:
Mehr privates Geld in Luzern als in Zürich?
Klassik-Subventionen: Freundschaftsdienst an die Banken

Bühne, Sonstiges


Absolut Züri: Notters neues Auto

Es ist ein kurzer Gastauftritt von Regierungsrat Markus Notter in der fünften Absolut-Züri-Folge. Er sitzt im Publikum, steigt für einige Sätze auf die Hechtplatz-Bühne und kommt wieder herunter. Lacher erntet er dafür, wenn er sagt, es gehe ihm gut, er habe eben ein neues Auto gekauft.
Ansonsten droht die Serie im Depro-Sumpf stecken zu bleiben. Erfolgserlebnisse gibts bei diesen kaputten Kreaturen keine, seit fünf Folgen wartet man vergebens auf eine unerwartete Wendung. 
Die Neugier, dabeizubleiben, wird dennoch geweckt: Claudia beklagt sich über über den ach so sensiblen schwulen Luca; selber verrät sie, dass sie ein Kind hat – sie scheint nicht allzusehr darunter zu leiden, dass sie es seit vier Monaten nicht mehr gesehen hat. Was ist da der Hintergrund? Und wird Beats hinterhältige Aktion gegen Roli die Gruppe zur Spaltung führen?
Grosse Abwesende ist diesmal Helena (Cathrin Störmer), sie ist zurzeit in der Gessnerallee mit StormStörmerFroehling beschäftigt – trotz Präsenz per Videoeinspielung wird sie schwer vermisst.

Zum Thema:
Kauft sich Markus Notter mit Steuergeldern Theaterrollen?
-> Alle kulturblog.ch-Beiträge zur Theaterserie Absolut Züri

Kunst/Museen, Sonstiges


Schweizer Kunst auf Englisch

Da macht das Kunsthaus Zürich mit “Shifting Identities” eine Ausstellung über junge Schweizer Kunst — und der Titel, die meisten Texte und der Blog zur Ausstellung sind auf Englisch. Das ist kein Einzelfall: vor allem beim zeitgenössischen Tanz und bei der bildenden Kunst haben die Vermittler das Gefühl, Englisch töne moderner, internationaler, urbaner. In der Werbebranche hat man bereits gemerkt, dass dies Unsinn ist, in der Kunst wird man’s irgendwann auch merken. 
Bei der Ausstellung im Kunsthaus, wo es um Künstler aus allen Landesteilen (und darüber hinaus) geht, ist die Sprachwahl jedoch auch Ausdruck einer Entwicklung unter jungen Schweizern: wenn sich ein deutsch- und französischsprachiger treffen, so sprechen sie in der Regel nicht mehr Deutsch oder Französisch miteinander, sondern Englisch.

Sonstiges


Das globale Kulturbusiness

Es ist erstaunlich, wie der internationale Kulturmarkt rasch auf Trends reagiert. Und im Trend ist Tutanchamun. Eine “exklusive” Tut-Ausstellung gibt es zurzeit gleich in mehreren Städten Europas, organisiert von unterschiedlichen Veranstaltern:

In London:
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In Wien:
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In Zürich:
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Ähnliches ist beim Zirkus zu beobachten, nach dem Erfolg von André Hellers “Afrika, Afrika” sind bereits Nachahmer-Afrika-Zirkusse unterwegs. In vielen Bereichen ist die Kultur ein Business wie jedes andere auch.

Zum Thema:
Die Kultur der Zukunft

Sonstiges


Eidgenössisches Waffen- und Kunstregister

Folgende Schlagzeilen erschienen auf NZZ-Online innerhalb von 26 Minuten:

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Werden beim Bund die Waffen und die Kunstwerke in derselben Datenbank registriert? Leider nein, die Geschichte wäre zu gut gewesen. Nur eine Erkenntnis bleibt aus dieser fast zeitgleichen Publikation: Waffen sind begehrter als Kunst.